Pferdebesitzerin aus Hüllhorst hat Sorge um Tiere
Scherben auf Reiterhof

Hüllhorst (WB). »Da wurde etwas mit viel Wut auf den Boden geworfen« – Satu Anneli Holzmeier aus Oberbauerschaft hat am Dienstagmittag eine böse Überraschung erlebt. Mitten auf ihrem Pferdehof in der Nähe der Kahlen Wart fand sie eine Vielzahl an verschiedenfarbigen Glasteilen vor. Auf einer Fläche von etwa vier mal vier Metern entdeckte sie millimeterkleine und bis zu drei Zentimeter große Scherben – überall auf dem Hofboden verstreut. Satu Holzmeier vermutet, dass die Glasteile von einer Vase, Schüssel, Lampe oder ähnlichem stammen.

Donnerstag, 08.08.2019, 08:00 Uhr aktualisiert: 08.08.2019, 10:16 Uhr
Unzählige Glasstückchen hat Satu Holzmeier am Dienstagmittag auf ihrem Pferdehof vorgefunden. Sie hofft auf Hinweise.

Sie hat nun vor allem Sorge um ihre Tiere und fragt sich, ob es sich »nur« um einen Dumme-Jungen-Streich handelt oder eine gezielte Attacke. »Sowas ist äußerst gefährlich. Schon ein kleines Stückchen Glas im Huf eines Pferdes kann sehr schwere Konsequenzen nach sich ziehen, bisweilen sogar monatelange Qualen.« Aber auch Hunde und Katzen könnten sich verletzen, ebenso die Menschen, die auf dem Hof ein- und ausgehen. »Manchmal tauscht man die Reitstiefel und ahnt ja nicht, dass da Scherben liegen«, sagt Satu Holzmeier, die vermutet, dass sich der Vorfall auf ihrem Hof spätabends am Montag oder in der Nacht auf Dienstag ereignet hat.

Überwachungskameras

Als Pferdebesitzer hätten sie nun regelrecht Angst. In den Ställen hätten sie bereits Überwachungskameras, aber diese würden sie nun auch für den Hof installieren. Die Polizei in Lübbecke habe sie auch darüber informiert, was passiert sei, sagt Satu Holzmeier. »Es ist auf jeden Fall richtig, die Polizei in Kenntnis zu setzen«, so Polizeisprecher Ralf Steinmeyer. Sollte dies ein Einzelfall bleiben, sei das natürlich nicht erfreulich, aber auch nicht beängstigend. Die Beamten seien immer dankbar für Hinweise und jeder, der ähnliche Erfahrungen gemacht habe oder von solchen Vorfällen wisse, solle sich bei der Polizei melden, rät Steinmeyer.

Satu Holzmeier möchte einerseits an die Oberbauerschafter appellieren, Augen und Ohren offen zu halten, andererseits vor allem Tierbesitzer dafür sensibilisieren, besonders aufmerksam zu sein und auch Kraftfutter, Heu- und Strohlage vor dem Verfüttern auf Fremdkörper zu kontrollieren.

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