Dorfgemeinschaftshaus: emotionales Ortsgespräch – Winkelmann kritisiert Rot-Grün
Ratsentscheid spaltet Büttendorfer

Hüllhorst (WB/kk/ria). Das Thema »Dorfgemeinschaftshaus Büttendorf« kocht weiter hoch bei den Bürgern – auch nach dem Ratsbeschluss gegen einen Neubau oder gerade wegen der Kehrtwende zurück zur Variante Sanierung.

Samstag, 06.07.2019, 06:00 Uhr

Wie emotional und empfindlich die Büttendorfer mittlerweile auf die seit drei Jahren andauernde Situation in ihrem Ort reagieren, wurde beim Ortsteiltreffen einen Tag nach der Ratssitzung deutlich. Der Dorfgemeinschaftsraum ist seit Juli 2016 wegen Schimmelbefalls gesperrt und das Unverständnis groß, dass in dieser Zeit kein politischer Konsens gefunden, geschweige denn eine Lösung umgesetzt wurde, damit Vereine und Schule wieder einen Versammlungsort haben.

Nerven liegen blank

Mehr als 50 Bürger hatten sich in der Grundschule eingefunden und von Anbeginn lagen die Nerven bei so manchem blank. Bürgermeister Bernd Rührup sah sich immer wieder heftiger Kritik ausgesetzt. Dieser betonte, wie er es bereits in der Ratssitzung getan hatte, dass er »keine erneute Generaldebatte über das Dorfgemeinschaftshaus« führen wolle. Dass sich der Rat nun gegen den Neubau entschieden habe, obwohl das Land eine Förderung in Höhe von 250.000 Euro bewilligt hatte, spiegele nicht seine Meinung wider, so Rührup. Aber er müsse sich nach der Entscheidung des Rates richten. Schließlich fühlte sich das Gemeindeoberhaupt dazu veranlasst zu erklären, was unter »parlamentarischer Demokratie« zu verstehen ist.

Winkelmann fehlt jegliches Verständnis

Die CDU-Landtagsabgeordnete Bianca Winkelmann reagierte sehr verärgert auf die Ratsentscheidung gegen einen Neubau in Büttendorf und sagte auf Anfrage dieser Zeitung: »Der Kreis Minden-Lübbecke hat sich 2018 über Rekordsummen aus dem Dorferneuerungsprogramm freuen dürfen. Hüllhorst hat mit 428.030 Euro so stark profitiert wie nur wenige andere Kommunen im Land. Während andere Kommunen neidisch auf die zugesagten Fördermittel blicken, erleben wir im Falle von Hüllhorst die kuriose Situation, dass die Gemeinde 250.000 Euro für den Neubau eines DGH an das Land zurückgibt. Ich kann mich nicht erinnern, so etwas schon einmal erlebt zu haben.« Es treibe sie die Sorge um, welches Licht dies auf Hüllhorst werfen werde und wie in Zukunft mit Förderanträgen aus der Gemeinde umzugehen sei, »wenn sie das Geld am Ende gar nicht verwenden«. Das Abstimmungsverhalten von Sozialdemokraten und Grünen sei ganz klar ein Affront gegen die eigene Verwaltung, die für die Weiterentwicklung aller Ortsteile stehe. Winkelmann weiter: »Für die Entscheidung von SPD und Grünen fehlt mir jegliches Verständnis und die verantwortlichen Kommunalpolitiker müssen sich fragen lassen, ob es ihnen um die ehrliche Debatte geht oder in erster Linie darum, eine verdiente, aktive CDU-Ortsvorsteherin zu diskreditieren. Diese Entscheidung von SPD und Grünen ist bedauerlich für alle Bürgerinnen und Bürger in Hüllhorst.«

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6752010?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198399%2F2516043%2F
Nach Innenstadt-Attacke: Tatverdächtiger wieder frei
Im Krankenhaus haben Polizisten der Familie Hammoud eine Gefährderansprache gehalten. Foto: Ruthe
Nachrichten-Ticker