Hunderte Schnathorster haben am Wochenende ihr Dorf gefeiert
775 Jahre: »Es ist wie ein Geschenk, hier zu leben«

Hüllhorst-Schnathorst (WB). Mit einem Festgottesdienst und viel Programm hat Schnathorst am Wochenende sein Jubiläum gefeiert. Auf 775 Jahre kann das Dorf am Wiehen zurückblicken . Zahlreiche Besucher sind am Sonntag zur Festmeile auf den Dorfplatz gekommen.

Montag, 01.07.2019, 09:17 Uhr aktualisiert: 01.07.2019, 09:30 Uhr
Nach gelungener Eröffnungsfeier ließen sich Bürgermeister Bernd Rührup (von links), Ortsvorsteher Reinhard Scheerer und Uwe Halstenberg ein kühles Bier schmecken. Dietlind Scheding (hinten rechts) aus Büttendorf freute sich mit den Schnathorstern. Foto: Eva Rahe

Pünktlich um 10.30 hatten sich am Sonntag viele Schnathorster auf dem Dorfplatz eingefunden. In seinem Eröffnungsgottesdienst bekundete Pfarrer Bernhard Laabs seine große Liebe zum kleinen Dorf am Fuße des Wiehen: »Es ist wie ein Geschenk, hier zu leben«, sagte Pfarrer Laabs. Ob es den Menschen in Schnathorst in den vergangenen 775 Jahren immer so gut gegangen sei, dahinter müsse man, so der Pfarrer, wohl ein Fragezeichen stellen.

Seit 1425 habe es viele Dinge gegeben, die ein Dorf durcheinanderrütteln könnten, so Laabs. Aber Schnathorst habe immer fort bestanden: »Auch wenn man eine Dorfgemeinschaft heute anders begreift, ist sie immer noch wichtig für ein gut funktionierendes Dorf. Die Vereine im Dorf sind wie der Kitt, der alles zusammenhält.«

»Schnathorst ist ein tolles Dorf«

Schnathorst feiert 775 Jahre

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Die Dorfgemeinschaft hatte das Jubiläum in den vergangenen Tagen akribisch vorbereitet. Ein Extradank ging an Uwe Halstenberg und Reinhard Scheerer, die sich kräftig ins Zeug gelegt hatten, um den Festtag zu ermöglichen.

»Schnathorst ist ein tolles Dorf«, sagte Bürgermeister Bernd Rührup. »In allen Lebensbereichen wird versucht, ein tolles Gemeinwesen zu leben.« Vereine und Organisationen würden sich regelmäßig mit großem Engagement einbringen und so zum Heimatgefühl beitragen.

Ortsvorsteher Bernhard Scheerer erklärte im Anschluss: »Was wir heute gemacht haben, das konnte nur im Kollektiv geschafft werden.« Obwohl das Datum lange bekannt gewesen sei, habe das Jubiläum beinahe plötzlich vor der Tür gestanden.

Fassbier-Anstich macht der Bürgermeister

So elegant und professionell wie die Planung des Jubiläums vor 25 Jahren sei es diesmal allerdings nicht zugegangen: »Wir sind etwas hemdsärmeliger vorgegangen«, sagte Scheerer. Erst in letzter Minute habe man den »Hau den Lukas« bestellt. der kam zum Glück noch pünktlich an. Bei den Schnathorster sorgte die Kraftprobe trotz heißer Temperaturen für großen Spaß.

Und Getränke gab es ja reichlich. Scheerer wies darauf hin, dass es zwar seitens der Gemeinde Hüllhorst einen Aufruf zum Wassersparen gegeben hätte. Dieser würde sich aber glücklicherweise nicht auf Lübbecke und sein Gebirgsquellwasser beziehen. Den Fassbier-Anstich übernahm Bürgermeister Rührup. Ein Schlag reichte ihm.

Hüpfburg, Karussell und Fahrradcodierung

Anschließend gab es für die Besucher allerlei Kurzweil, darunter sportliche Aktivitäten wie das Bogenschießen mit den Wiehenschützen oder eine Übungseinheit mit dem Tennisschläger. Der örtliche Verein hatte einen kleinen Parcours aufgebaut. Zudem gab es Schachbretter, an denen sich die Schnathorster duellieren konnten. Ein Hingucker war die Treckerausstellung, eine rollende Waldschule, Dosenwerfen und Strickwaren zu erwerben. Kinder konnten Karussell fahren, die Hüpfburg testen, den Flohmarkt besuchen oder – und das taten nicht wenige – ein Eis essen.

Viele waren mit dem Fahrrad gekommen, um ihre Räder von der Polizei codieren zu lassen. Bei der Codierungsaktion wurden die Daten von Besitzer und Rad vermerkt, damit das Rad bei einem Fund schnell zugeordnet werden kann. »Ein nicht unerheblicher Teil der Fahrraddiebe nimmt ein Rad nur mit, um von ›A nach B‹ zu kommen«, erklärte Kriminalhauptkommissar Dirk Finke.

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