Ausschuss: Vernetzung von Schule und Offenem Ganztag findet viel Lob – steigende Schülerzahlen
Lehrer und Erzieher arbeiten zusammen

Hüllhorst (WB/kk). Der Testlauf im Herbst hat gleich positive Veränderungen gebracht: Die Vernetzung von Schule und Offenem Ganztag ist im Schulausschuss am Donnerstagabend geradezu auf Begeisterung gestoßen.

Samstag, 08.06.2019, 08:00 Uhr
In der Grundschule Tengern, diesmaliger Tagungsort, wird ebenfalls die Vernetzung von OGS und Schule praktiziert. Foto: Kröger

An allen drei Standorten der Offenen Ganztagsgrundschule – Oberbauerschaft, Schnathorst und Tengern – unterstützen die Erzieher stundenweise die Lehrer im Unterricht. Welche Vorteile diese neue ergänzende Methode für alle Beteiligten bedeutet, berichtete Julia Ostlinning, Leiterin der OGS in Tengern, den Ausschussmitgliedern.

Vernetzung stärkt Teamarbeit

Zum einen stärke die Vernetzung die Teamarbeit und ermögliche somit gemeinsame Absprachen. Auch das individuelle Fördern und Fordern werde intensiviert. Leichter gestalte sich auch die Arbeit in Kleingruppen. So gingen dann vier bis fünf Kinder mit der OGS-Kraft in einen Nebenraum, um sich dort intensiv einer bestimmten Aufgabe zu widmen. »Die Zusammenarbeit zwischen Lehrern und Erziehern ermöglicht überdies vielfältigere Sichtweisen«, sagte Julia Ostlinning. Außerdem wirke sich die Vernetzung positiv auf eine qualifizierte Hausaufgabenbetreuung aus. Die Informationen bekämen die OGS-Kräfte nun direkt aus dem Unterricht. Da wüssten die Erzieher auch ganz genau, welche Hausaufgaben zu erledigen seien, fügte Ostlinning augenzwinkernd hinzu.

In der Grundschule Oberbauerschaft wird nach Angaben von Schulleiterin Sabine Walz acht Stunden pro Woche, verteilt auf zwei OGS-Mitarbeiter, in den Hauptfächern Mathe und Deutsch die Vernetzung praktiziert; in Schnathorst sind es nach Angaben von Rektorin Kathrin Clausen in jeder Klasse zwei Stunden pro Woche in Mathe und Deutsch und in Tengern vier Stunden wöchentlich pro OGS-Kraft. Julia Ostlinning betreut die dritte und vierte Klasse, ihre Kollegin die erste und zweite Klasse – in allen Fächern.

Positiver Trend bei Anmeldungen

Über die Anmeldezahlen an den Hüllhorster Schulen für das Schuljahr 2019/2020 berichtete Peter Lücking, Leiter des Fachbereichs Bürger. Eingeschult werden in Tengern 24 Kinder, in Büttendorf 15 Kinder, also die Mindestanzahl, in Schnathorst 29 Schüler, in Ahlsen 24 i-Dötze und in Oberbauerschaft ebenfalls 24 Schüler. Ein Blick auf die folgenden Jahre im Schulentwicklungsplan der Gemeinde weist – bis auf einen leichten Kurvenknick nach unten in 2022/2023 – einen positiven Trend auf. »Mit insgesamt 134 Schülern in 2024/2025 haben wir ein Plus von etwa 15 Prozent im Vergleich zum Schuljahr 2019/2020 mit 116 Schülern in der ersten Klasse«, so Lücking. Bei den prognostizierten Zahlen müsse allerdings immer der Elternwille und somit das Recht der freien Schulwahl bedacht werden.

Gesamtschule erwartet das Maximum

In die fünfte Klasse der Gesamtschule Hüllhorst werden 174 Kinder, also die maximale Anzahl an Schülern, gehen. Jede der sechs Klassen hat somit 29 Schüler. »Wir hatten 200 Anmeldungen und mussten viele Kinder ablehnen«, sagte Marina Butschkat-Nienaber, Leiterin der Gesamtschule Hüllhorst. Wie berichtet, werden 57 Grundschulabgänger aus Lübbecke dorthin wechseln. Ferner kommen 47 Viertklässler vom Grundschulverbund Am Wiehengebirge (Schnathorst/Ahlsen), 26 vom Schulverbund Im Mühlengrund (Tengern/Büttendorf), 22 von der Grundschule Oberbauerschaft sowie acht aus Bad Oeynhausen, 13 aus Löhne und ein Schüler aus Kirchlengern. Lücking sagte, dass 21 der 136 Schulabgänger aus Hüllhorst nach Lübbecke wechseln würden (13 zum Wittekind-Gymnasium und acht zur Stadtschule), 16 nach Löhne, ein Viertklässler nach Bad Oeynhausen, zwei nach Bünde und einer nach Preußisch Oldendorf.

Legionellen

Auf Anfrage aus dem Ausschuss berichtete Susanne Sassenberg vom Fachbereich Technik über den aktuellen Stand in Sachen Legionellenbefall der Grundschulduschen in Oberbauerschaft und Schnathorst sowie in der Sporthalle der Gesamtschule. »Wir sind bei der Ursachenforschung.« In Schnathorst habe sich ein Defekt an der Zirkulationspumpe als Grund für die erhöhten Legionellenwerte bestätigt. Warum im Duschwasser in der Sporthalle die Krankheitserreger festgestellt wurden, sei noch unklar.

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