Lehrschwimmbecken Oberbauerschaft: Zwischenbilanz der Sanierung
»Wir liegen im Zeitplan«

Hüllhorst (WB). Außer den Fenstern gibt es nicht viel, das in der Anlage keine Schönheitskur bekommt. Im Lehrschwimmbecken Oberbauerschaft sollen Kinder und Erwachsene Anfang 2020 endlich wieder ihre Bahnen ziehen können. Derzeit laufen die Sanierungsarbeiten.

Donnerstag, 02.05.2019, 08:29 Uhr
Verwaltungsmitarbeiter Joachim Struckmeyer (links) und Dieter Westerholt vom Fachbereich »Technik« in der entkernten Schwimmhalle mit Stufenanlage: Hier wurden bislang unter anderem die Beckenwände saniert. Foto: Kathrin Kröger

Lehrschwimmbecken in Oberbauerschaft

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Foto: Kathrin Kröger
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»Wir liegen bislang voll im Zeitplan«, sagt Joachim Struckmeyer stellvertretender Leiter des Fachbereichs »Technik«. Er befindet sich dort, wo bald wieder Schwimmen möglich sein soll – in der entkernten Schwimmhalle. Neben ihm steht sein Kollege Dieter Westerholt, der federführend die Sanierung betreut. Fast täglich fährt er zur Baustelle.

Ursache technischer Defekt

Eine Verkeimung wie im Lehrschwimmbecken Schnathorst gab es in Oberbauerschaft zwar nicht, vielmehr war die Crux hier ein technischer Defekt . Das 1968 in Betrieb genommene Bad ist deswegen schon seit fast drei Jahren gesperrt . »Für das Drei-Wege-Ventil gab es keinen Ersatz mehr«, nennt Dieter Westerholt einen der Knackpunkte. Außerdem wurde 2017 eine neue Trinkwasserverordnung verabschiedet, die weitaus höhere Standards für einen hygienisch einwandfreien Betrieb solcher Anlagen vorgibt. Und: »Die Wassertechnik muss durchschnittlich alle 15 bis 20 Jahre saniert werden. Das wurde in Oberbauerschaft 1999 gemacht und wäre somit eh wieder vonnöten gewesen«, so Westerholt.

Drei Fachplanungsbüros hat die Verwaltung mit der lange erwarteten Projektumsetzung betraut: für Wasser- und Lüftungstechnik, für Beckenkörper und für Haustechnik, Gewerk Sanitär und Duschanlagen. Nach gut 100 Tagen Bauzeit – Sanierungsbeginn war Mitte Januar – wurden unter anderem die Wasserfilteranlage und das dazugehörige Leitungssystem abgebaut und die Duschanlagen demontiert. Außerdem gab es Abbrucharbeiten am Beckenkörper und dem Umgang sowie in den Duschen. Hier wurden auch die Wand- und Bodenfliesen abgestemmt. Für die Betoninstandsetzung widmeten sich die beauftragten Firmen dem Beckenkörper im Untergeschoss, sprich der Außenhaut, und den Innenwänden.

Betonsanierung abgeschlossen

»Für die Betonsanierung waren viele Arbeitsschritte notwendig und es gab viel Staub und Dreck«, sagt Dieter Westerholt. »Wie das auch zu Hause ist, wenn man sein Badezimmer entkernt.« Derzeit sieht man weniger Aktivitäten als sonst im Lehrschwimmbecken an der Grundschule, da Anschlussstutzen für bestimmte Düsen, die für eine bessere Durchströmung des Beckens sorgen, erst hergestellt werden müssen und am 6. Mai eintreffen sollen. Zudem dauert der Einbau 14 Tage. »Wenn das abgeschlossen ist, können die Handwerker und Installateure parallel arbeiten. Der Fliesenleger arbeitet oben und um die Wassertechnik kümmern sich die Fachleute im unteren Bereich des Gebäudes«, erläutert Westerholt. Momentan werden Maurerarbeiten vorgenommen.

Bis zum Abschluss der Maßnahme sind unter anderem Fliesenarbeiten, die Erneuerung der Wasseraufbereitungsanlage und der Lüftungsanlage vonnöten. Ferner wird eine Überlaufrinne mit Beckenrandstein geschaffen.

Hohe Fördersumme

Die Kosten belaufen sich nach den aktuellen Angaben der Verwaltung auf 966.000 Euro, wovon 774.000 Euro an Förderung vom Land kommen. Die Gesamtrechnung beinhaltet die Posten Abbrucharbeiten (30.000 Euro), Betoninstandsetzungsarbeiten (130.000 Euro), Fliesenarbeiten (180.000 Euro), technische Ausrüstung Sanitäranlagen (80.000 Euro), Erneuerung Wasseraufbereitung (290.000 Euro), Erneuerung Lüftungsanlage (50.000 Euro) und Honorar Fachplaner (148.000 Euro).

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