Ortsteiltreffen mit etwa 40 Bürgern – Diskussion um Dorfgemeinschaftshäuser
Becken-Sanierung verzögert sich weiter

Hüllhorst (WB). Der Bürgermeister der Gemeinde Hüllhorst hat am Dienstagabend die Bürger aus Oberbauerschaft zum Ortsteiltreffen in das Dorfgemeinschaftshaus eingeladen.

Donnerstag, 23.08.2018, 07:34 Uhr aktualisiert: 23.08.2018, 07:40 Uhr
Das Ortsteiltreffen in Oberbauerschaft ist wie immer sehr gut besucht gewesen. Der Veranstaltungsort selbst, das Dorfgemeinschaftshaus, wurde dabei zu einem der Diskussionsthemen. Außerdem gab es Neues zur Sanierung des Lehrschwimmbeckens. Foto: Kokemoor

Gleich zu Beginn kam Bernd Rührup vor etwa 40 Teilnehmern auf die geplante Sanierung des Lehrschwimmbeckens in Oberbauerschaft zu sprechen. »Dies ist für die Grundschulen in der Gemeinde und für die Schwimmkurse des Gemeindesportverbandes von großer Bedeutung« betonte er. Bei den Planungen habe es aber immer wieder neue Überraschungen – »und damit meine ich keine fröhlichen« – gegeben. Rührup erklärte, dass ein Hauptgrund für die Verzögerung der Arbeiten darin liege, dass die vorliegenden Pläne mit den baulichen Gegebenheiten nicht übereinstimmen würden.

Zweite Jahreshälfte 2019 angepeilt

»Eigentlich wollten wir die Ausschreibung für die Vergabe der Sanierung bis zum 10. Oktober fertig haben. Das schaffen wir nicht«, sagte er. »Wir nehmen fast eine Million Euro in die Hand für die Sanierung. Das ist eine Kalkulation, die nicht mal eben so ausgerechnet wurde. Davon werden 700.000 Euro durch das Projekt Städtebauförderung bezuschusst.« Rührup erklärte, dass die Gemeinde Hüllhorst verantwortlich und sorgsam an die planerischen Arbeiten ginge. Ziel sei es nun, in der zweiten Jahreshälfte nächsten Jahres mit der Sanierung fertig zu sein.

Diskussion um Gemeinschaftshäuser

»Jedes Dorf soll Plätze und Räume haben, wo die Dorfgemeinschaft ihr Dorfleben ausüben kann«, sagte Bürgermeister Bernd Rührup. Ortsvorsteher Willi Oevermann wollte wissen, wie lange Oberbauerschaft noch ein Dorfgemeinschaftshaus habe. Rührup erklärte, dass er in die Diskussion um Versammlungsräume und -orte alle Ortsteile einbinden möchte. »Natürlich im Dialog mit den Dorfgemeinschaften.« Ähnlich wie es die Gemeinde bei den Feuerwehrgerätehäusern gemacht habe – mit dem Ziel, die Arbeitsbedingungen zu optimieren – wolle er auch dieses Thema angehen. »Wir wollen dabei langfristige Lösungen.«

Seine Meinung sei, dass Oberbauerschaft mit öffentlichen und halböffentlichen Räumen gut aufgestellt sei. Insgesamt betrachtet meine er aber auch, dass die Dorfgemeinschaftshäuser, finanziert durch Steuergelder, der heimischen Gastronomie nicht gut getan hätten.

Rettungspunkte geplant

»Wie weit ist die Entwicklung der Rettungspunkte im Wiehengebirge?«, lautete eine weitere Frage. »Wir haben eine kleine Projektgruppe, aber kaum Mitstreiter, die das Vorhaben weiter voranbringen«, lautete die Antwort. Der Fremdenverkehrsverein sei diesem Vorhaben gegenüber positiv gestimmt, lautete die Antwort aus dem Publikum. Dirk Oermann appellierte an die Bürger, dass sich Interessierte an das Rathaus, an Thomas Podschadly von der Feuerwehr, an den Ortsvorsteher oder an ihn wenden. Ziel sei es, sich Lübbecke zum Vorbild zu nehmen, wo in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr im Gehlenbecker Moor bereits Rettungspunkte installiert wurden.

Oermann erklärte, dass diese Rettungspunkte definierte Orte im Wald sein müssten, die mithilfe von Koordinatenangaben im Notfall vom Rettungsdienst genutzt werden könnten, um schneller zum Unfallort zu gelangen. Sie sollen insbesondere ortsunkundigen Personen zu einer besseren Orientierung und Beschreibung eines Standortes dienen. Dies geschehe in Gehlenbeck durch Schilder und Tafeln an den Wegesrändern.

Schulhof ist Naturspielplatz

Mit Bedauern nahm der Bürgermeister auf, dass das Glasfaser-Internet in Oberbauerschaft noch nicht überall genutzt werden könne. Gern würde er bei den verantwortlichen Stellen nachhaken, warum das so sei. »Warum dürfen einige Bürger auf ihren Grundstücken Müll sammeln oder sie verunkrauten lassen?«, lautete eine weitere Frage beim Ortsteiltreffen. Dagegen könne die Gemeinde nur dann etwas unternehmen, wenn Sicherheitsaspekte berührt würden, erwiderte Rührup. In diesem Zusammenhang sagte eine Versammlungsbesucherin, dass auf dem neuen Schulhof in Oberbauerschaft bei Pflegemaßnahmen bewusst nicht jedes Kraut entfernt werde, sondern dass der Schulhof als Naturspielplatz und grüner Unterrichtsraum gesehen werde.

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