Dorfgemeinschaftsraum: Experte empfiehlt Injektionsverfahren »Gebäude ist abzudichten«

Büttendorf (kk). Wann kann der wegen Schimmelbefalls und Feuchtigkeitsschäden gesperrte Dorfgemeinschaftsraum in Büttendorf wieder genutzt werden? Der externe Sachverständige Lothar Droste, ein Vereinsmitglied der Dorfgemeinschaft für ein zukunftsorientiertes Büttendorf (DGZB), hatte kostenlos Trocknungsarbeiten in den Räumen im Keller der Grundschule vorgenommen und diese mittlerweile abgeschlossen.

Die Trocknungsarbeiten im Dorfgemeinschaftsraum Büttendorf sind abgeschlossen.
Die Trocknungsarbeiten im Dorfgemeinschaftsraum Büttendorf sind abgeschlossen. Foto: Kathrin Kröger/WB-Archiv

In seinem vorläufigen Schlussbericht geht Droste auf den Sachstand ein. Der Bodenaufbau sei nach Reinigung und Dämmschichttrocknung nunmehr auf Neubauniveau einzustufen. Das hätten die Feuchtemessungen ergeben.

Undichtigkeit durch Trocknung nicht zu beseitigen

Zu den Belastungen sagt Droste überdies, dass zur Raumluft leicht positive Oberflächenproben auf Schimmelpilzbefall genommen worden seien. Während der Arbeiten vom 12. Januar bis zum 8. März habe man Feinstaubfilter eingesetzt. Die Luftmessung auf Schimmelpilzsporen habe bereits im Januar schon keine auffälligen Messwerte, jedoch den Bedarf an noch ausstehender Feinreinigung ergeben. Zur Gebäudeabdichtung (Raumlufttrocknung an der westlichen Wand) resümiert der Sachverständige: »An den Wänden zum Schulhof sowie an der südlichen Seite wurde kaum Wirkung erreicht.«

Somit liege eine Undichtigkeit vor, die durch Trocknung nicht beseitigt werden könne. Betroffen seien jedoch nicht die ganzen Flächen, sondern bestimmte Bereiche. Drostes Empfehlung zur Instandsetzung: Die verbliebenen Baumängel sollten im Zuge eines so genannten Injektionsverfahrens beseitigt werden. Dabei werden abdichtende Substanzen ins Mauerwerk injiziert. Aufgrabung und Neuisolierung allein reichen nach Einschätzung von Droste nicht aus, da auch die Südwand betroffen und dort keine Aufgrabung möglich sei.

Zahlreiche Instandsetzungsarbeiten erforderlich

Der Sachverständige sieht nach der Gebäudeabdichtung, die seiner Einschätzung nach etwa 10.000 Euro kosten würde, folgende Instandsetzungsarbeiten als notwendig an: Bodenaufbau im Vorflur und Außenpflaster wiederherstellen, Deckenplatten zurückbauen, Feinreinigung im gesamten Bereich, Verschluss der Kernbohrungen, PVC-Bodenbelag ausbessern, rund acht Fliesen einsetzen, Malerarbeiten mit Putzerneuerung, neue Deckenplatten einlegen, Freimessung. Diese Maßnahmen schätzt Droste auf gut 8000 Euro Gesamtkosten. Nächste Maßnahme der Verwaltung zur Ursachenforschung ist am 29. März wie berichtet die Bohrung eines Kopflochs in die Außenwand zum Schulhof.

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