Dank an Jürgen Hahn nach 36 Jahren im Vorstand des Heimatvereins Oberbauerschaft Ein Allroundtalent verabschiedet sich

Hüllhorst (WB). Da ist sie wieder, die typische ostwestfälische Bescheidenheit. »Ich glaube, es war nicht alles schlecht, was wir zusammen gemeistert haben«, sagt Jürgen Hahn. Nach 36 Jahren im Vorstand des Heimatvereins Oberbauerschaft hat er sich am Samstag verabschiedet.

Von Ria Stübing
Zum Abschied aus dem Amt freut sich Jürgen Hahn (rechts) über einen Geschenkgutschein für ein Wochenende mit Musicalbesuch in Hamburg. Karin Struckmeyer und Reiner Tödtmann überreichen das Präsent im Namen des Vereinsvorstandes.
Zum Abschied aus dem Amt freut sich Jürgen Hahn (rechts) über einen Geschenkgutschein für ein Wochenende mit Musicalbesuch in Hamburg. Karin Struckmeyer und Reiner Tödtmann überreichen das Präsent im Namen des Vereinsvorstandes. Foto: Ria Stübing

Doch auch wenn Jürgen Hahn die Jahreshauptversammlung im Vereinslokal Kahle Wart noch möglichst unaufgeregt begann: Dass es gegen Ende mit vielen Dankesworten und Geschenken ein wenig Aufhebens um seine Person gab, konnte der 64-Jährige dann doch nicht verhindern.

Seit 27 Jahren Vorsitzender

Seit 36 Jahren ist Jürgen Hahn im Vereinsvorstand tätig gewesen, seit 27 Jahren als erster Vorsitzender. In seiner Rückschau auf die Vorstands- und Vereinsarbeit in dieser langen Zeit begann der Diplom-Verwaltungswirt mit dem 40. Heimat- und Erntefest 1982, dem Jahr, als er zum Geschäftsführer gewählt wurde. Von seinem Vater Wilhelm übernahm er dann 1990 den Vorsitz.

Der neue Vorsitzende, Reiner Tödtmann (rechts) dankt seinem Vorgänger Jürgen Hahn und Gattin Anneliese. Foto: Ria Stübing

Jürgen Hahn ließ Vereinsausflüge und erfolgreiche Spielzeiten Revue passieren und berichtete von den Open-Air-Konzerten auf der Kahlen Wart, zu denen 1993 und 1995 bekannte Stars der Volksmusik, wie »Die Wildecker Herzbuben«, die Geschwister Hofmann und der Trompeter Stefan Mross auf der Freilichtbühne aufspielten.

Auch über sämtliche personelle Veränderungen im Vereinsvorstand, welche sich in den vergangenen 36 Jahren ereigneten, hat Jürgen Hahn penibel Buch geführt. Er weiß ebenfalls zu berichten, dass auf der 50-jährigen Jubiläumsfeier des Heimatvereins am 22. August 1997 550 Gäste zwei ganze Schweine verzehrt haben. Gespendet wurde das schmackhafte Borstenvieh damals von Klaus Meyer zum Büschenfelde und Willi Oevermann.

»Kleines Fachwerkmuseum«

Besonders am Herzen liegt Hahn die Instandhaltung der Freilichtbühne mit ihren, für eine Bühne dieser Art, einzigartigen Bauten: »Wir haben die Anlage zu einem kleinen Fachwerkmuseum im Wiehengebirge ausgebaut. Es war immer mein Bestreben, unsere Bühnenanlage in Schuss zu halten.« So fallen in seine Amtszeit etwa der Bau des Spielerheims 1992 und des Technikhauses 1996.

Am Ende seines Vortrags dankte Jürgen allen Gruppen des Vereins, Geschäftspartnern, Werbeträgern und, nicht zuletzt, seiner Ehefrau Anneliese, welche ihm in all den arbeitsreichen Jahren zur Seite gestanden habe. »So, das waren nun meine letzten Worte in diesem Amt, ich danke euch allen«, endete Hahn seine Rede. »So etwas kann man nur so lange durchhalten, wenn es unwahrscheinlich viel Spaß macht und wenn man eine so tolle Truppe hinter sich hat, wie hier in Oberbauerschaft.«

Anfangs auch Darsteller

Doch bevor seine Amtszeit durch die Vorstandswahlen offiziell enden konnte, wurden Jürgen Hahn noch viele Dankesworte von den Vorstandskollegen und von Vertretern des Ehrenrates und den Spielergruppen zuteil. Und bei dieser speziellen Rückschau auf seine »Vorstandskarriere«, stellte sich heraus, dass Hahn – von Reiner Tödtmann als »Allroundtalent« bezeichnet – bereits in den 1960er Jahren auf der Freilichtbühne aktiv war: Damals spielte er in den Stücken »Rumpelstilzchen« und »Pünktchen und Anton« mit.

Neuer Ehrenvorsitzender

Günter Obermeier sagte zu Beginn der Vorstandswahlen: »Es gab eine Epoche Hahn. Ein Hahn war immer im Vorstand.« Er habe es nur leider nicht geschafft, dass ihm weitere folgen. Die Mitgliederversammlung wählte Jürgen Hahn zum Ehrenvorsitzenden und bestimmte seinen bisherigen Stellvertreter Reiner Tödtmann zum neuen Vorsitzenden des Heimatvereins.

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