Rat und Bürgermeister heben Bedeutung hervor Hüllhorster Ortsvorsteher bleiben im Amt

Hüllhorst (WB). Nach langer Diskussion hat der Hüllhorster Rat gestern Abend einstimmig beschlossen, dass die Ortsvorsteher in der Gemeinde auch über die Kommunalwahl 2020 hinaus im Amt bleiben.

Von Kathrin Kröger
Die Hüllhorster Ratsmitglieder waren sich einig, dass die Hauptsatzung der Gemeinde nicht geändert und somit die Ortsvorsteher nicht abgeschafft werden sollen.
Die Hüllhorster Ratsmitglieder waren sich einig, dass die Hauptsatzung der Gemeinde nicht geändert und somit die Ortsvorsteher nicht abgeschafft werden sollen. Foto: Kathrin Kröger

Bürgermeister Bernd Rührup hatte eingangs ausdrücklich die Wichtigkeit von Ortsvorstehern hervorgehoben. »Sie sind eine unschätzbare Hilfe und legen großes Engagement an den Tag. Außerdem entlasten sie den Bürgermeister, aber es geht hier nicht um meine Komfortzone, sondern um Perspektivisches.« Rührup legte nochmal den Weg dar, der dazu geführt habe, dass das Thema auf die Tagesordnung der Sitzung kam (wir berichteten). Nach Erörterung im Arbeitskreis Haushaltskonsolidierung sei es im Ältestenrat vorgebracht worden. Da es zu einer etwaigen Abschaffung der Ortsvorsteher keine einhellige Meinung gegeben habe, habe man wiederum einvernehmlich entschieden, über das Thema im Rat zu entscheiden.

Hüllhorst zahlt die minimale Summe

Eine ursprünglich beantragte geheime Abstimmung wurde in der gestrigen Sitzung wieder zurückgenommen. Schlussendlich signalisierten alle Fraktionen, den derzeitigen Status Quo, wie der Bürgermeister es formulierte, beibehalten zu wollen. Von Thomas Sieker (CDU) wurde noch angeregt, die Aufwandsentschädigung für die Ortsvorsteher (monatlich 195,30 Euro) abzuschaffen. »Machen wir daraus ein richtiges Ehrenamt.« Dies sei nicht möglich, entgegnete Verwaltungsmitarbeiter Dirk Oermann. Der Gesetzgeber schreibe dies vor. Hüllhorst zahle die minimale Summe. Die Verwaltung will aber prüfen, ob die Aufwandsentschädigungen in einen gemeinsamen Topf fließen können. Dietlind Scheding, Ortsvorsteherin in Büttendorf, wie auch Amtskollege Karl-Heinz Kröger aus Tengern betonten, dass das Geld sowieso 1 zu 1 an die Vereine weitergegeben werde.

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