70.000 Euro gehen an wohltätige Organisationen wie die Andreas-Gärtner-Stiftung Wortmann AG spendet gleich siebenfach

Hüllhorst (ah). Siegbert Wortmann möchte Menschen, denen es nicht so gut geht, am Erfolg seines Unternehmens teilhaben lassen – und das jedes Jahr aufs Neue. »Wenn die Weihnachtsspende ansteht, beginnt für mich die Weihnachtszeit«, sagt der Unternehmensgründer und Vorstandsvorsitzende der Wortmann AG. »Wir sind in der glücklichen Lage, 70.000 Euro aus unserem erfolgreichen Geschäftsjahr zu spenden.«

Martina Kirschbaum übergibt ein Geschenk: Das Bild »Die Welt« ist von Kindern der offenen Kinder- und Jugendarbeit gemalt worden.
Martina Kirschbaum übergibt ein Geschenk: Das Bild »Die Welt« ist von Kindern der offenen Kinder- und Jugendarbeit gemalt worden. Foto: Anette Hülsmeier

Sieben Nutznießer

Die sieben Nutznießer der Weihnachtsspende 2017 erhalten jeweils 10.000 Euro. Es sind die Stiftung Lebenshilfe Lübbecke, die Andreas-Gärtner-Stiftung in Porta Westfalica, das Herz- und Diabeteszentrums in Bad Oeynhausen, die Aktion Lichtblicke, die Außenstelle des Weißen Rings Minden-Lübbecke, der Kinderschutzbund Minden-Bad Oeynhausen und erstmals dabei: der Förderverein Schlaganfall der neurologischen Klinik Minden. Dieser Verein unterstützt in erster Linie die Schlaganfallstation und ist Träger des Schlaganfall-Büros. Paul Gauselmann ist zweiter Vorsitzender. »Schlaganfall steht an dritter Stelle der Todeshäufigkeit in Deutschland«, rief Gauselmann anlässlich der Spendenübergabe zur Vorsorge auf.

Hermann Gärtner nannte Siegbert Wortmanns Engagement segensreich für Menschen mit Behinderung: »Wir hatten 840.000 Euro in der Ausschüttung, aber wir konnten längst nicht allen helfen«, sagte Gärtner. Seine Andreas-Gärtner-Stiftung unterstützt Familien mit geistig behinderten Kindern. In diesem Jahr kommt auch die Weihnachtsspendenaktion des WESTFALEN-BLATTES dieser Stiftung zu Gute. »Ich bin froh darüber, dass viele Menschen die Andreas-Gärtner-Stiftung nicht vergessen, und ein großes Dankeschön möchte ich dem WESTFALEN-BLATT und seinem Redakteur Christian Althoff aussprechen, der mit Leidenschaft bei der Hilfsaktion dabei ist«, sagte Gärtner.

»Lesen und Lernen«

Für den Kinderschutzbund Minden-Bad Oeynhausen nahmen Vorstandsvorsitzender Thomas Bouza Behm und Martina Kirschbaum den Spendenscheck entgegen. Das Geld fließt in die offene Kinder- und Jugendarbeit sowie in die Aktion »Lesen und Lernen« mit Leselernpaten ein. Fast 300 Ehrenamtliche engagieren sich in Projekten und Kirschbaum beschrieb, wie dringend eine größere Wohnung in Bad Oeynhausen für die Jugendarbeit gesucht wird: »Auf 140 Quadratmetern werden 40 bis 45 Kinder betreut.«

Für die Stiftung Lebenshilfe nahm Horst Bohlmann den Betrag entgegen. »1600 Menschen werden bei uns betreut und wir investieren das Geld in das ehrenamtliche Engagement. Wir sind mit vier ehrenamtlichen Helfern angefangen und haben heute 108.« Die ehrenamtlichen Aktivitäten in den Einrichtungen umfassen eine Vielzahl von Projekten wie Cafés, Theatergruppen, Elterngesprächskreise oder Unterrichtsnachhilfe.

Lobby für unverschuldet in Not geratene Familien

Die Aktion Lichtblicke will Lobby sein, Kindern und ihren Familien, die unverschuldet in Not geraten sind, zu helfen, sagte Journalist Ingo Tölle. Er bedankte sich bei Caritas und Diakonie sowie der Wortmann AG: »Sie tun hiermit was richtig Gutes.«

Friedhelm Tegeler, Leiter der Außenstelle Weißer Ring Minden-Lübbecke erklärte: »Der Weiße Ring hilft Kriminalitätsopfern und ihren Angehörigen, bei Körperverletzungen und häuslicher Gewalt auch mit psychischer Betreuung.« Von 51 betreuten Straftaten waren 23 sexuelle Missbrauchdelikte.

Dr. Klaus-Peter Mellwig vom Herz- und Diabeteszentrum erzählte von den Verläufen akuter Infarkte, die man im Vorfeld durch Prävention vermeiden könne. Dazu gehört die Maßnahme »Unternehmen mit Herz«, bei der 2400 Mitarbeiter in Betrieben auf die zweithäufigste Todesursache untersucht wurden. Bei der Wortmann AG waren es bei drei Maßnahmen 232 Mitarbeiter.

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