Feierstunde zum 975-jährigen Bestehen des ältesten Hüllhorster Ortsteils Ein Prosit auf Büttendorf

Hüllhorst-Büttendorf (WB). Ortsvorsteherin Dietlind Scheding ist die Freude deutlich anzusehen: Alles hat geklappt, die 420 Gäste im Festzelt sind gut gelaunt und haben eine »Feierstunde« erlebt, die mehr als zwei Stunden Programm bot. »975 Jahre Büttendorf« war der Anlass.

Von Kathrin Kröger
Nach dem offiziellen Teil der Feierstunde wurde mit frisch gezapftem Bier vom Fass angestoßen: (von links) Mitorganisatoren Marcel Schuster und Eyke Holzmeier, Moderator Rüdiger Ebert, Marco Knefelkamp, stellvertretender Landrat Reinhard Wandtke, Dietlind Scheding, Marcel Holle und Bürgermeister Bernd Rührup.
Nach dem offiziellen Teil der Feierstunde wurde mit frisch gezapftem Bier vom Fass angestoßen: (von links) Mitorganisatoren Marcel Schuster und Eyke Holzmeier, Moderator Rüdiger Ebert, Marco Knefelkamp, stellvertretender Landrat Reinhard Wandtke, Dietlind Scheding, Marcel Holle und Bürgermeister Bernd Rührup. Foto: Kathrin Kröger

Dabei war Dietlind Scheding am Tag davor noch der Schreck in die Glieder gefahren. Mit dem Auftritt der Kultband »Dominos« wurde es nämlich nichts. »Gestern um 15 Uhr haben wir erfahren, dass zwei der Bandmitglieder erkrankt sind«, erzählte die Ortsvorsteherin am Rande der Feierstunde. Dann hieß es Improvisieren. Domino-Schlagzeuger Pete Haywood sollte schließlich nicht allein auf der Bühne stehen und das Publikum am Abend unterhalten. Kurzerhand sprang Uli Werner am Keyboard ein.

Überhaupt hatte die Feierstunde viel Musik zu bieten. Die Flöten-AG der Grundschule Büttendorf mit Emilie Pracht und Mattis Quellhorst spielte zusammen mit Leiter Matthias Duchow »Wade in the water«, Alina und Marie Stühmeier sangen »Alles das, was bleibt« von Christina Stürmer und Maik Brune erntete tosenden Applaus für sein Trompetensolo – nach seiner »Sehnsuchtsmelodie« musste eine Zugabe her.

Förderverein singt Büttendorf-Hymne

Mit einer Premiere in der 975-jährigen Geschichte des ältesten Ortsteils der Gemeinde konnte der Förderverein der Grundschule aufwarten. Erwachsene und Kinder sangen die selbstgetextete Büttendorf-Hymne. Sie trägt den Titel »Büttendorf ist keine Stadt« – zur Melodie von »Ich schenk dir einen Regenbogen«. Damit die Gäste miteinstimmen konnten in »ihr« neues Lied, gab es zwei Teleprompter. Der Refrain ging den meisten schnell über die Lippen: »Büttendorf ist keine Stadt und dennoch wirklich schön, weil man hier viele Freunde hat, die einen gut verstehen.«

Ja, Wärme und Herzlichkeit wird den Büttendorfern attestiert. Das hob auch Dietlind Scheding in ihrer Rede hervor, die sie nach einem historischen Einblick von Dr. Eckhard Struckmeier in die 975-jährige Entwicklung des Dorfes hielt. Sie sei mit ihrem Mann und ihren Kindern erst im Juni 1997 nach Büttendorf gezogen – und von den Menschen sofort herzlich und offen empfangen worden.

Das Motto der viertägigen Jubiläumsparty »Büttendorf zwischen Tradition und Moderne« spiegele sich im vielfältigen Vereinsleben, den ortsansässigen Firmen oder auch aktuellen Projekten wie dem Breitbandausbau wider. »Es ist für mich wunderbar zu sehen, dass Büttendorf durch dieses Jubiläum wieder ein neues Wir-Gefühl entdeckt hat«, sagte Scheding. Als Bürgermeister Bernd Rührup mit nur einem Schlag das Fassbier anstach, wurde genau das im gemütlichen Teil des Abends noch lange gefeiert.

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