WESTFALEN-BLATT-Gewinner erleben kurzweilige Premiere des Escape-Rooms Die Suche nach der verlorenen Münze

Hüllhorst (WB). Hamburg, Hannover, Hüllhorst: Seit dem Wochenende ist das Freizeitangebot der Wiehen-Gemeinde um eine Attraktion reicher. Bürgermeister Bernd Rührup hat am Sonntag den neuen Escape-Room eröffnet, den Pascal Sasse und Dieter Groenewoud von der Firma »Scream Events« in Niedermeiers Hof eingerichtet haben.

Von Cornelia Müller

»Museum der SUIV« – so steht es auf dem großen Schild neben der Treppe, die zum ersten Escape-Room im Mühlenkreis führt. Aber dieses Museum ist bloße Fiktion. SUIV ist die Abkürzung für »Sonderbare und irreführende Vorkommnisse«, und genau das ist es, was die Besucher hier erwartet.

Rätsel lösen im Themen-Raum

Bislang gibt es solche Rätsel-Räume vor allem in Großstädten. Dort sind sie ein ganz heißer Trend in Sachen Freizeitspaß. Die Spielidee ist immer dieselbe: Man lässt sich in einen Themen-Raum einschließen und muss versuchen, innerhalb einer vorgegebenen Zeit eine bestimmte Aufgabe zu lösen, um dem Raum wieder zu entkommen (englisch »escape« für »entkommen«). Die Gestaltung der Räume und die Situation, die es aufzuklären gilt, kann ganz unterschiedlich sein. Mal geht es darum, eine Bombe zu entschärfen, mal darum, einem Horror-Szenario zu entfliehen.

Mit Schockeffekten muss man im Escape-Room in Niedermeiers Hof nicht rechnen. Er hat eine fantasievolle und familientaugliche Grundidee, die nicht nur bei Indiana-Jones-Fans gut ankommen wird. Denn hier begibt man sich auf die Suche nach dem verschwundenen Professor Jones und einer geheimnisvollen Münze.

Wo steckt Professor Jones?

Zur offiziellen Einweihung hatte das WESTFALEN-BLATT zehn Plätze für den Escape-Room verlost. Veno Brinkhoff aus Bad Oeynhausen und Dirk Meier aus Bünde gehörten so zur ersten Gruppe, die den Raum betreten und bespielen durfte. Eine Stunde hatten die beiden begeisterten Geocacher und ihre Teamkolleginnen Alina Delle (Lübbecke) und Kerstin Rollmann (Preußisch Oldendorf) Zeit, um den Verbleib von Professor Jones zu klären. Der Raum, eingerichtet wie ein Arbeitszimmer aus den 1930er Jahren, stellte das Büro des berühmten Schatzjägers und Archäologen dar. Jedes noch so harmlos wirkende Requisit konnte entscheidende Hinweise enthalten. Da mussten die Teilnehmer schon ganz genau hinsehen und kamen bei der Indiziensuche und beim Code-Knacken ordentlich ins Schwitzen.

Live-Kamera im Raum

Die meisten Rätsel, die sie auf ihrer Suche nach der geheimnisvollen Münze lösen mussten, hatte sich Maren Landsmann ausgedacht. In der Rolle als »Alice Kingsley« betreute sie das Spiel außerdem als Gamemasterin. Sie beobachtete alles vom Nachbarraum aus per Live-Kamera und half weiter, wenn das Team in einer Sackgasse steckte. »Auch für Fälle, in denen jemand vorzeitig abbrechen und den Raum verlassen muss, ist der Gamemaster jederzeit errreichbar. Und für absolute Notfälle gibt es zur Sicherheit noch einen zusätzlichen Schlüssel, der im Raum deponiert ist«, erläuterte Pascal Sasse.

Erfolgreiche Flucht

Aber darauf mussten diese vier Spieler nicht zurückgreifen. Buchstäblich in letzter Minute gelang es ihnen, die richtige Lösung zu finden und sich aus eigener Kraft aus dem Raum zu befreien. Das Abenteuer Escape-Room – auf jeden Fall etwas zum Weiterempfehlen, lautete ihr einhelliges Urteil: »Die Zeit ist wirklich schnell herumgegangen.«

Nun planen die Veranstalter noch drei weitere Escape-Rooms, die alle unterschiedliche Themen haben werden, die aber durch das gemeinsame Szenario »Museum der SUIV« miteinander verbunden sind. »So ein einheitliches Konzept gibt es meines Wissens sonst nirgends«, sagte Pascal Sasse.

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