Kreise Minden-Lübbecke und Herford besonders betroffen Gewitter mit Starkregen in Teilen von OWL

Hüllhorst/Rahden/Spenge (stb/WB). Gewitter und heftige Niederschläge haben am Sonntagmorgen mancherorts in OWL für Feuerwehr- und Polizeieinsätze gesorgt. Straßen wurden überspült, Bäume kippten um, Keller liefen voll.

Feuerwehrleute reinigen die Oberbauerschafter Straße in Hüllhorst (Kreis Minden-Lübbecke).
Feuerwehrleute reinigen die Oberbauerschafter Straße in Hüllhorst (Kreis Minden-Lübbecke). Foto: Christian Busse

Besonders betroffen waren die Kreise Minden-Lübbecke und Herford, im Kreis Minden-Lübbecke vor allem in Minden und in Hüllhorst. Einen Bauernhof in der Gemeinde Hüllhorst erwischte es besonders schlimm. Ein frisch geflügtes Feld kam ins Rutschen. Die Schlammassen trafen die Eingangstür zum Wohnhaus, stemmten sie auf und endeten im Wohnbereich.

In Rahden brannte einen Dachstuhl eines Einfamilienhauses, ausgelöst vermutlich durch einen Blitzeinschlag. Nach Angaben der Polizei entstand ein Schaden in Höhe von etwa 10.000 Euro. Verletzt wurde niemand – die vierköpfige Familie war zu der Zeit in der Kirche.

Auch einige Straßen waren aufgrund der angeschwemmten Erdmassen nicht mehr befahrbar. Sie wurden von der Feuerwehr kurzzeitig gesperrt. Der Verkehr auf der Bundesstraße 239 und auf den Landstraßen war nicht von Sperrungen betroffen.

Die Feuerwehr ist seit etwa 7 Uhr im Einsatz und pumpt Keller aus und befreit Straßen von Schlamm und Dreck. Nach Angaben des Einsatzleiters Meik Knollmann wird sich der Einsatz noch den ganzen Sonntag über hinziehen. Bislang zählte die Einsatzleitung knapp 30 Einsätze. Zahlreiche Anfragen nach Unterstützung konnte die Feuerwehr aber noch gar nicht nachgehen. »Wir arbeiten das nach und nach ab«, sagte Knollmann.

Auch in Enger und Spenge sowie in Bünde im Kreis Herford musste die Feuerwehr zu Einsätzen wegen vollgelaufener Keller und überfluteter Straße sowie umgestürzter Bäume ausrücken. Verletzt wurde aber niemand.

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