Espelkamper Firma entwickelt Technik zur Anlage von Wildblumenwiesen weiter
Mit der Umkehrfräse wird‘s perfekt

Espelkamp -

Die Firma HaMa Maschinen aus Espelkamp ist vielen Bürgern als Baumaschinenvermieter und -händler bekannt.

Montag, 08.03.2021, 02:00 Uhr
Eine so genannte Umkehrfräse bei der Arbeit. Hinter einem Kleintraktor ist auch der Einsatz in Gärten möglich. Der Boden muss ideal vorbereitet werden.

Sie bietet aber parallel auch Dienstleistungen wie etwa Rasenerneuerungen an. Und dazu passe auch die Anlage von Blühwiesen mit Wildblumen. „Vor etwa zwei Jahren stieg die Nachfrage nach Wildblumenwiesen stark an“, berichtet Geschäftsführer Sven Hagemeier.

„Der positive Gedanke, hiermit nicht nur Menschen zufrieden zu stellen, sondern auch Natur zu schaffen trieb uns an, auch diesen Bereich bedienen zu wollen“, sagt er.

Schnell waren erste Versuche mit unterschiedlichem Saatgut in Form von hauseigenen Blühstreifen angelegt. Das Ergebnis ließ sich sehen: Bereits eine erste Anlage mit einer günstigen, hüfthohen Mischung brachte die pure Farbenpracht, die sich nahezu wöchentlich änderte, da weitere Pflanzen erstrahlten.

„Selbst auf dem kleinsten Streifen wimmelte es vor Hummeln, Schmetterlingen, Käfern und sonstigen Insekten, wie wir es zuvor nicht geglaubt hätten.“, erzählt Hagemeier. Schnell fanden zahlreiche farbenfrohe Pflanzen sogar in der Vase des heimischen Wohnzimmers Platz.

Inzwischen hat die Firma HaMa zahlreiche Anfragen zum Thema Wildblumen: Wann kann ich die Saat ausbringen? Wie bringe ich sie auf einer Rasenfläche aus und geht das überhaupt? Welche Saat ist geeignet? Lieber wilde, hohe Mischung oder lieber eine Blühwiese? Wie groß lege ich die Fläche an?

Und Sven Hagemeier kann sie aus seiner Erfahrung mit Wildblumenmischungen und entsprechenden Maschinen zur Bearbeitung des Bodens und zur Ausbringung des Saatgutes beantworten: „Wir haben festgestellt, dass eine Aussaat von April bis Mai optimal ist.“

Wetterbedingt könne eine recht späte Keimung vorkommen, so dass durchaus zwei Monate auf erste Ergebnisse warten müsse. Das Ausbringen auf einer vorhandenen Rasenfläche werde kein gutes Ergebnis bringen, warnt er. „Der Boden sollte vorher möglichst gefräst oder umgegraben werden.“

Optimal sei eine so genannte Umkehrfräse, die die Feststoffe und Klumpen nach unten in den Boden legt so dass oben ausschließlich frischer und feiner Mutterboden verbleibt. Sein Betrieb nutze ein solches Gerät hinter einem Kleintraktor.

„Damit kommen wir in nahezu jeden Garten. Bei der Wahl des Saatgutes sind kaum Grenzen gesetzt. Es gibt hohe und flache Mischungen, wilde Mischungen, einjährige- sowie mehrjährige Mischungen und sogenannte Blühwiesen. Bei der Größe der Fläche sind nahezu keine Grenzen gesetzt“, sagt der Geschäftsführer.

Selbst im kleinsten Garten würde ein kleiner Blühstreifen Platz finden und farbenfrohes Wachstum sowie Insekten mit sich bringen.

„Unsere bisherigen Anlagen waren so unterschiedlich und doch brachten alle das gleiche Ergebnis. Ob rechteckige, 1500 Quadratmeter große Fläche oder ein Streifen am Waldrand, ob kleiner Streifen im Privatgarten oder am Wegesrand: Bei allen Kunden bereicherten farbenfrohe Pflanzen und zahlreiche Insekten ihre Flächen. Das freut nicht nur den Kunden, sondern auch die Natur“, berichtet Sven Hagemeier.

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