Söderblomer nehmen erfolgreich teil am Wettbewerb Into-MINT – Sophia Siebe holt sich den Hauptpreis
Eigeninitiave zahlt sich aus

Espelkamp -

Seit 2020 gehört das Söderblom-Gymnasium zu den „MINT-Schulen“. Das bedeutet, das Fächer wie Informatik besonders gefördert werden. 15 Schülerinnen des Gymnasiums haben nun erfolgreich an einem Wettbewerb teilgenommen.

Sonntag, 10.01.2021, 19:01 Uhr aktualisiert: 10.01.2021, 19:10 Uhr
Zur Zeit nur digital: Sophie Duchna, Thea Hemann, Alina Hohbein, Sophie Kramer und Sophia Siebe (von links nach rechts) präsentieren die App, die ihnen den Zugang zum Wettbewerb ermöglichte. Foto: Sabine Salloch

Das Söderblom-Gymnasium ist seit dem vergangenen Sommer offiziell MINT-Schule. Diese Auszeichnung wird Schulen verliehen, die in besonderer Weise die Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik fördern und in der Schulpraxis nachhaltig verankern, was in Zeiten von Corona gar nicht so einfach ist.

Umso bemerkenswerter ist es, dass es am Söderblom-Gymnasium offenbar gelungen ist, trotz der langen Lockdown-Zeit im Frühjahr erfolgreich MINT-Mädchenförderung zu betreiben. Dies stellten 15 Schülerinnen unter Beweis, die aus eigenem Antrieb am bundesweiten Wettbewerb „Into-MINT 4.0“ teilnahmen.

Dieser Wettbewerb ist bevorzugt für Schülerinnen der 8. bis 13. Klassen eingerichtet und wird vom Bundesministerium für Forschung und Bildung gefördert. Zwar können auch Jungen teilnehmen, allerdings ohne Gewinnmöglichkeit. Denn es geht vor allem darum, bei Mädchen das Interesse an MINT-Fächern zu wecken und zu fördern.

Um teilzunehmen, mussten sich die Schülerinnen eine App herunterladen, mit der bis zu 139 Experimente zuhause vorgenommen werden können. Für die meisten Versuche reichte Material aus, das im Haushalt verfügbar ist. Informatiklehrerin Sabine Salloch hatte die Schülerinnen auf die App und den damit verbundenen Wettbewerb hingewiesen. „Den Rest haben sie ganz alleine gemacht.“ Die Ergebnisse wurden notiert und mit entsprechenden Fotos versehen zur Prüfung eingereicht. Je mehr Experimente vorgenommen und eingereicht wurden, umso größer waren die Chancen ins Finale vorzudringen.

„Ich fand es schön, wie viele unterschiedliche Versuche es in der App gab und dass man sich aussuchen konnte, mit welchem Teilbereich man sich auseinandersetzen möchte“, sagt Alina Hohbein, eine der Teilnehmerinnen vom Söderblom-Gymnasium, und sie fügt hinzu: „Schön war auch, dass man sich mit anderen Teilnehmern über Experimente und die App als solche austauschen konnte.“ Ihre Mitschülerin Lauren Wall ist sehr physikinteressiert und bestellte sich für ihre Experimente das Starterkit Physik 2, das unter anderem einen 3-in-1-Laserpointer UV-Licht sowie einen Stift mit Tinte, die nur bei UV-Licht sichtbar ist, enthielt.

„Damit“, so meinte sie, „konnte man interessante Experimente machen.“ Zudem sei bei Problemen das Team von Into-MINT sehr hilfreich gewesen, immer erreichbar und mit individuellen Rückmeldungen zu den eingereichten Experimenten.

Fünf Schülerinnen qualifizierten sich für das Finale, das wegen Corona nur als digitale Veranstaltung ausgerichtet werden konnte. Am Finaltag fanden fünf digitale Workshops statt. Jede Finalteilnehmerin konnte eine Rangfolge angeben. Das Team von Into-MINT teilte die jeweiligen Workshops ein und stellte die Materialien, die dafür benötigt wurden, vorab zur Verfügung. Sophia Siebe entschied sich für den Workshop „Töne, Klänge, MP3-Dateien“, in dem digital analysiert wurde, was der Unterschied zwischen einem Ton und einem Klang ist.

Dazu hatte sie eine Stimmgabel und einen Anschlaghammer zugeschickt bekommen. Alle Söderblom-Schülerinnen hatten sich zudem für den Workshop „Der Job, der zu mir passt“ angemeldet. Dabei ging es nicht so sehr um konkrete Berufsbilder, sondern um die Entwicklung von Fragen „an sich selbst“: Was kann ich gut? Was will ich? Wie sieht der ideale Tag aus? Was kann ich morgen machen, um meinem Job näher zu kommen? Am Ende wurden noch wertvolle Tipps zur späteren Studien- und Berufswahl mit auf den Weg gegeben.

Für Sophia Siebe endete der Finaltag besonders erfolgreich: Sie gewann einen der drei Hauptpreise, ein I-Pad. Aber auch die anderen Teilnehmerinnen waren sehr angetan von dem Wettbewerb. Für Alina, die bis dahin überhaupt keine Erfahrung im Bereich Informatik hatte, wie sie sagt, war es zwar schwierig, aber dennoch eine „tolle und wertvolle Erfahrung: Ich kann nur jedem empfehlen mitzumachen.“

Auch für das Söderblom hat sich das große Engagement der 15 Schülerinnen sehr gelohnt. Aufgrund der Vielzahl ihrer Experimente, die sie insgesamt beim Wettbewerb eingereicht hatten, konnte sich das Söderblom-Gymnasium neben drei anderen Schulen für den Schulpreis auf Bundesebene qualifizieren. Der ging dann zwar nach Bielefeld, was aber die Freude über diesen Erfolg nicht schmälert.

„Bleibt zu hoffen, dass dadurch auch für die Zukunft viele Schülerinnen und Schüler motiviert werden, sich für MINT zu begeistern“, so Elisabeth Müller-Prunsche, Öffentlichkeitsbeauftragte der Bildungseinrichtung.

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