67. Espelkamper Sammlung zum Martinstag erzielt 8042,41 Euro – Corona sorgt für Einschränkungen
Lange Tradition ganz anders fortgeführt

Die 67. Espelkamper Sammlung zum Martinstag schließt mit 8042,41 Euro. „Das ist eines der besten Ergebnisse seit Bestehen dieses Projekts, das die Baugemeinde jedes Jahr in der Woche des Martinstages initiiert“, erklärte Monika Dose, die Schriftführerin des Vereins ist.

Montag, 07.12.2020, 06:00 Uhr aktualisiert: 07.12.2020, 06:03 Uhr
Freuen sich über das Sammelergebnis: Vorsitzender der Baugemeinde Dieter Meißner, Sören Hustadt (Söderblom-Gymnasium und Mitglied der Baugemeinde), Monika Dose, Schriftführerin der Baugemeinde, und Pater Subhash Joseph, Pastor an der St.-Marien-Kirche. Foto: Andreas Kokemoor

Der Vereinszweck der Baugemeinde ist seit Gründung des Vereins einzig und allein die Martinssammlung. Von Beginn an sind die Espelkamper Kinder dabei eine wichtige Säule. Da es in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie keine Haussammlung geben konnte, bat die Baugemeinde um eine Überweisung. Etwa 200 Firmen und Geschäfte wurden angeschrieben. Zudem standen in den Kindergärten und Schulen Spendendosen.

Monika Dose freute sich, dass die Espelkamper Unternehmen, Geschäftsleute und Bürger trotz Corona und den damit verbundenen Einschränkungen die Martinssammlung großzügig unterstützt haben. Auch Dieter Meißner, Vorsitzender der Baugemeinde, ist glücklich. Seit vielen Jahren betreut er mit weiteren Ehrenamtlichen der Baugemeinde die Martinssammlung. „Dabei stand sie wegen der Corona-Krise kurzfristig vor dem Aus“, erklärte er.

Eine Büchsensammlung, wie sie seit 67 Jahren in Espelkamp üblich ist, war aufgrund der Kontaktbeschränkungen unmöglich. Die Marktsammlung fiel ebenfalls aus. „Die Baugemeinde beschritt neue Wege. Sie richtete ein Spendenkonto ein“, erklärte Meißner. Sichtlich zufrieden zeigte sich Pater Subhash Joseph, Pastor der St. Marien-Gemeinde Espelkamp. Er hatte das diesjährige Projekt „Jeevdan“ vorgeschlagen – ein Schulprojekt in Indien für geistig behinderte Schüler. Wie er erklärte, sollen mit der Spende neben dem Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“ vielfältige, anregende Bewegungsmöglichkeiten geschaffen werden, um den natürlichen Bewegungsdrang der Schüler zu fördern.

Welches Projekt Unterstützung erhält, wird jedes Jahr neu innerhalb der Baugemeinde bei einem Treffen entschieden. Vorschläge können die jeweiligen kirchlichen Gruppen präsentieren. Gemessen am guten Ergebnis kann sich die Baugemeinde vorstellen, auch in Zukunft kontaktlos Spenden zu sammeln.

„Die Martinssammlung der Kinder, die mit den Büchsen in Espelkamp von Haus zu Haus gehen, hat eine so lange Tradition. Das wäre sehr schade, wenn es die auf einmal gar nicht mehr gäbe“, sagte Monika Dose. Sie erinnerte in diesem Zusammenhang an die gemeinsamen Zusammenkünfte der Kinder und Jugendlichen, bei denen sie das traditionelle Martinshörnchen und eine Tasse heißen Kakao als Dankeschön erhielten. „Das kleine Gebäckteil mit dem Klecks Aprikosenmarmelade in der einen und dem Klecks Erdbeermarmelade in der anderen Ecke des Hörnchens konnte in diesem Jahr nicht verteilt werden“, bedauerte sie. Einige Espelkamper wussten aber, dass der Bäcker Röbelt trotzdem Hörnchen zum Martinstag gebacken hatte. Auch wenn sich die Baugemeinde die Kosten für eben jene gefüllten Butterhörnchen und die Kosten für Haftpflicht- und Unfallversicherung vor Augen hält, hofft man, im kommenden Jahr die Martinssammlung in altbewährter Form ausführen zu können.

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