Bushaltestellen: Dorfhandwerker in Isenstedt sorgen für einen neuen Anstrich
Häuschen leuchten in den Stadtfarben

Espelkamp-Isenstedt (WB/ko). Betongrau, das war einmal – schon vor einigen Jahren hat die Dorfgemeinschaft Isenstedt ihre rustikalen Bushaltehäuschen aufgehübscht und sie in den Espelkamp-Farben gestrichen.

Mittwoch, 07.10.2020, 19:08 Uhr aktualisiert: 07.10.2020, 19:12 Uhr
Manfred Wolff (links) und Dieter Sommer (Mitte) mit Ortsheimatpfleger Ewald Harre. Foto: Andreas Kokemoor

Dafür erhielten die Ehrenamtlichen immer wieder viel Lob – nicht nur von Isenstedtern. „Mit unseren bunten Bushaltehäusern wollen wir als Dorf unsere Identifikation zur Stadt zeigen“, sagt Ewald Harre, Ortsheimatpfleger und Dorfhandwerker.

Herzensangelegenheit

Diese Bushaltestellen sind zu einer Herzensangelegenheit geworden. Schüler wie auch andere Nutzer des Öffentlichen Personennahverkehrs können in einer angenehmen Atmosphäre auf ihren Bus warten. Die Haltestellen sind ein Stück Dorfkultur und Alleinstellungsmerkmal im Stadtgebiet geworden.

Der Verschleiß der Zeit aber auch die Kritzeleien und Schmierereien Unbekannter hatten das ursprüngliche Bild jedoch verunstaltet. Und so haben die Dorfhandwerker erneut zu Pinsel und Farben gegriffen, um die Wände von außen und innen aufzufrischen und zu überstreichen.

Ewald Harre brauchte gar nicht lange fragen. Sofort erklärten sich Manfred Wolff und Dieter Sommer bereit, an die Arbeit zu gehen. „Das machen wir gerne. Es ist doch für uns alle“, erklärte Dieter Sommer. Über die genauen Farbtöne erkundigte sich Ewald Harre. Die Dorfgemeinschaft bestellte daraufhin etwa 50 große Eimer: zwei Grüntöne, ein Hellblau und ein Ocker-Farbton wurden verwendet.

Hobby-Maler

Drei Tage lang griffen die Hobby-Maler zu Farbroller sowie großen und kleinen Pinseln. Besonders geärgert hatten sie sich über Schriftzüge und Zeichen, die wahrscheinlich mit Sprühdosen an die farbigen Wände angebracht wurden. „So etwas ist mehr als schade. Das ist einfach ärgerlich“, schimpfte Harre.

Farbkleckse

Wolff und Sommer aber sorgten für die richtigen Farbkleckse. „Nun sind die Haltestellen wieder in Ordnung“, sagte Harre und wünschte sich, dass sie möglichst lange in diesem Zustand bleiben. „Wir wurden mehrfach von den Nachbarn der Bushaltehäuser und anderen Dorfbewohnern gefragt, ob wir Hilfe benötigen“, erklärte Wolff.

Denn auch viele Isenstedter hatten sich über die Schmierereien geärgert. Die Anlieger mussten zwar nicht selbst zu den Pinseln greifen. Aber sie versprachen, noch häufiger ein Auge darauf zu haben, dass unliebsame Gäste die nun wieder frisch gestrichenen Unterstellmöglichkeiten nicht wieder verunstalten.

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