Interessengemeinschaft „Schule vor Ort“ lobt Entwicklungen in Espelkamp
Weitere Bufdi-Stellen werden gefordert

Espelkamp-Isenstedt (WB/fq). Es ist mehr als fünf Jahre her, dass die „IG Schule vor Ort“ sich für den Erhalt der Grundschullandschaft, unter anderem im Süden des Stadtgebiets, stark gemacht hat. Auch wenn es derzeit etwas ruhiger um die Interessengemeinschaft (IG) geworden ist, heißt das nicht, dass sich die Mitglieder nicht mehr treffen. Ganz im Gegenteil.

Mittwoch, 09.09.2020, 18:00 Uhr aktualisiert: 09.09.2020, 18:36 Uhr
Die Zukunft der Grundschule Isenstedt stand vor mehr als fünf Jahren auf der Kippe. Die Interessengemeinschaft „Schule vor Ort“ hat sich gegründet, um diese und weitere Bildungseinrichtungen in der jungen Stadt zu sichern.

Sie beobachten die Entwicklungen in der Schullandschaft genau und freuen sich nach eigenen Angaben „über viele positive Entwicklungen in der Grundschulsituation der Stadt Espelkamp“.

Die Treffen

Ende August traf sich der Kern der „IG Schule vor Ort“ im Dreimädelhaus Peper. Die Treffen finde ein bis zweimal jährlich satt. Beim jetzigen Treffen wollte die „IG Schule“ vor der Kommunalwahl am kommenden Sonntag einmal die Zeit nach den gewonnenen Bürgerentscheiden 2015 und 2016 mit Erhalt des gesamten Grundschulverbundes-Süd inklusive der GS Isenstedt betrachten.

Mit dabei waren Armin Jungbluth, André Stargardt, Anke Peper, Rolf Halwe, Regina Reimann, Rainer Kütemann, Martina Badorrek und Jens Kökenhoff. Mit Freude stellten sie zunächst fest, dass viele der IG-Aussagen eingetroffen und Ideen umgesetzt worden seien und „wir so zu einer positiven Entwicklung der Grundschulen zusammen mit Politik und Verwaltung beitragen konnten“.

Glücksfall

Als Glücksfall hätten die Lehrerinnen Jaqueline Lauf, Natascha Schmidt und Natalie Reiss von Auewaldgrundschule, Mittwaldschule und Grundschulverband Süd die Einstellung von sechs Bufdis (Bundesfreiwilligendienstler) durch die Stadt Espelkamp bezeichnet. „Das heißt, dass unser Vorschlag aus unserem IG-Gutachten 2015 zu 100 Prozent vom Bürgermeister umgesetzt wurde und jeder Standort und Teilstandort ‚eine helfende Hand‘ erhalten hat“, bilanzierten die Mitglieder. „Darauf möchte keine Grundschule mehr verzichten.“

Die IG möchte dazu aber noch eine Anregung geben. „Politik und Verwaltung sollten überlegen, ob nicht noch zwei Bufdi-Stellen mehr ausgeschrieben werden sollten.“ Bedarf gebe es jedes Jahr bei den Sportvereinen und dem Waldfreibad, die viel zu wenig Übungsleiter und Jugendhelfer hätten. „Wir denken, dass sich die mehrzügigen Schulen über eine zusätzliche, halbe Bufdi-Stelle freuen würden. Als Freiwilligendienstler kann man sogar während dieser Zeit einen C-Übungsleiter und DLRG-Schein ablegen.“

Hagemeier-Lob

Die IG-Mitglieder bezogen sich zudem auf einen Artikel dieser Zeitung (wir berichteten am 24. August 2019), in dem der Schulausschussvorsitzende Dr. Oliver Vogt mit Schulamtsleiter Andreas Bredenkötter ebenfalls eine positive Bilanz zog. Dabei stellten die beiden fest, dass sich der Grundschulverbund Süd so entwickelt habe, dass jeder Teilstandort eine Eingangsklasse hat. „Auch wir von der ‚IG-Schule‘ sind sehr froh darüber und freuen uns besonders für den erhaltenen Teilstandort Isenstedt mit 27 Anmeldungen in 2019 und 28 Anmeldungen in 2020.

Dazu beigetragen hat vor allem Schulleiter Sven Hagemeier, der in Elterngesprächen mit dafür gesorgt hat, das durch Verschiebungen auch in Frotheim genug Anmeldungen waren. Das war uns schon 2015 ein Anliegen. Das läuft jetzt sehr gut.“

Mit den Baugebieten in den Dörfern kämen weiter junge Familien nach und sicherten die positiven Berechnungen und damit auch die Entscheidung der Stadt, alle Standorte erhalten zu wollen, weiter ab.

Mit Blick auf die Auewaldschule stellten die IG-Mitglieder fest, dass die Einrichtung technisch und digital auf den neuesten Stand gebracht worden sei. Dies habe auch Oliver Vogt bestätigt. „Auf diesen Stand sollen nun auch die anderen Grundschulen gebracht werden. Das hören wir gerne und freuen uns schon darauf, den Vollzug zeitnah belobigen zu können. Natürlich geht nicht alles auf einmal“. sagt die IG.

Umbaukosten

Bei den Umbaukosten der ehemaligen Hauptschule Waldschule zur Auewaldschule hätte sich die „IG-Schule“ gerne verschätzt und sich über die Einhaltung der 500.000 Euro Prognose der Mehrheitsfraktion der CDU gefreut. „Leider erfüllte sich aber unser Berechnungsansatz“, so die IG. Ihr Ansatz hatte deutlich höhere Kosten vorgesehen. Dieses Geld hätte man schon für die Digitalisierung von zwei anderen Grundschulen einsetzen können.

„Aber natürlich kann man nicht alles vorhersehen und umsetzen. Dafür sollte die nächste Legislaturperiode möglich sein“, betonen die schulinteressierten Bürger während ihrer Zusammenkunft.

Gesprächsbereit

Dass sie auch nach der Kommunalwahl am schulpolitischen Ball bleiben, versprechen die IG-Mitglieder zum Abschluss der Sitzung und sind gesprächsbereit. „Wir werden uns weiter unregelmäßig bei Peper treffen. Und wenn der neue Bürgermeister oder die neue Bürgermeisterin einmal mit uns wieder sprechen will, sind wir jederzeit dazu bereit“, teilt die IG abschließend mit.

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