Espelkamper Kinder- und Jugendbeirat tagt im Jugendzentrum Isy 7
Weitere Mitglieder dringend gesucht

Espelkamp (WB/ko). Die Kommunalwahlen stehen vor der Tür. Das Schüler- und Jugendparlament in Espelkamp, der Kinder- und Jugendbeirat, hatte sie bei seiner jüngsten Sitzung am Dienstagnachmittag im Saal des Soziokulturellen Zentrums Isy 7 im Blick. Noch mehr aber stand die eigene Zukunft im Fokus.

Sonntag, 06.09.2020, 22:00 Uhr
Die jüngste Sitzung des Kinder- und Jugendbeirates hat im Jugendzentrum Isy 7 stattgefunden. Bedauerlich für den Vorstand: Es waren nicht genug Mitglieder bei der Zusammenkunft anwesend, um Beschlüsse fassen zu können. Foto: Andreas Kokemoor

Viele Freiheiten

Seit eineinhalb Jahren nutzen Kinder, Schüler und junge Erwachsene in Espelkamp die Chance, an der Kommunalpolitik mitzuwirken. Dabei haben sie viele Freiheiten. Und dennoch ist das Interesse am Beirat – nach einem gelungenen Start – nicht mehr so groß wie gewünscht. „Wie können wir neue Mitglieder gewinnen?“, lautete eine Frage aus der Tagesordnung der Sitzungsteilnehmer. „Wie können Kinder und Jugendliche in Espelkamp Delegierte werden?“ Der Jugendbeirat möchte in der Öffentlichkeit noch besser wahr genommen werden.

„Mitmachen – Mitmischen. Mitgestalten. Melde dich jetzt“ – so wirbt der Kinder- und Jugendbeirat der Stadt auf seiner Internetseite mit bunten Bildern um weitere Mitglieder: „Es sind noch ein paar Sitze frei im Kinder- und Jugendbeirat. Wenn du mitmachen möchtest, melde dich bei der Geschäftsführung unter E-Mail jugendförderung@espelkamp.de oder Telefon 05772/562196 – Frank Engelhardt“, heißt es weiter.

Der Beirat besteht aktuell aus 19 Mädchen und Jungen. Den Vorsitz hat Narjis Lehna. Stellvertretende Vorsitzende ist Tieneke Engelhardt.

Kontakt zu den Schulen

Von Anfang an war der Kontakt zu den Schulen wichtig. „Wollen wir nur Gymnasiasten? Wie kommen wir an andere Schulen heran? „Wie gewinnen wir junge Auszubildende?“ – das waren Fragen, die in der Sitzung gestellt wurde. Des Weiteren wurde thematisiert, wie Vereine und Gruppierungen aus Espelkamp und den Ortschaften helfen können. Die Jugendfeuerwehr sei von Anfang an als Stütze vorgeschlagen worden. Beteiligt werden sollten alle Jugendlichen, unabhängig von Konfession oder Kultur.

Der Jugendbeirat diskutierte die Fragen ausführlich. In der Sitzung im Isy7 wurden unter anderem die Vorschläge gemacht, die Altersspanne für den Jugendbeirat auf 21 Jahre zu erhöhen. Allerdings, so lautete die Anregung, müsse aber das Eintrittsalter von zwölf auf 14 erhöht werden.

Wahlen

Im kommenden Jahr stünden bereits wieder Wahlen zum Vorstand des Nachwuchs-Parlamentes an, machte Tieneke Engelhardt deutlich. Sie wird ihren Posten jedoch schon in der kommenden Sitzung am Dienstag, 8. September, um 17 Uhr, im Isy 7 zur Verfügung stellen. „Ich beginne im September mein Studium und werde aus diesem Grund Espelkamp auch verlassen“, sagte die stellvertretende Vorsitzende. „Ich werde aber weiterhin Mitglied des Jugendbeirats bleiben.“

Keine Beschlüsse

Beschlüsse konnte das Jugendparlament übrigens in der jüngsten Sitzung nicht fassen. Denn von den 19 Mitgliedern waren nur sieben erschienen – zu wenig, um beschlussfähig zu sein.

Dennoch gab es informative Gespräche und Diskussionsrunden. Die Kommunalwahlen waren ebenfalls Thema. Der Jugendbeirat gab bekannt, dass er bereits alle Bürgermeisterkandidaten interviewt habe. Diese Interviews wurden auch auf Video aufgenommen und veröffentlicht – natürlich mit Zustimmung aller Beteiligten.

ÖPNV

Des Weiteren gab der Beirat bekannt, dass er seine Vorschläge zur Weiterentwicklung des Öffentlichen Personen-Nahverkehrs in Espelkamp in der Sitzung des Stadtentwicklungsausschuss vorgestellt hat (wir berichteten). „Gemäß Paragraf 7 Absatz der Satzung des Kinder- und Jugendbeirates der Stadt Espelkamp beantragte das Gremium, dass sich der zuständige Fachausschuss damit befasst, beziehungsweise Stellung nimmt.

Ein Haupt-Augenmerk legen die Jugendlichen auf eine bessere Anbindung an die umliegenden Großstädte Bielefeld, Osnabrück, Bremen und Hannover.

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