Der Unternehmerinnen-Treff stellt seine Arbeit Ende des Jahres ein
UTE sagt „Tschüss“

Espelkamp (WB). Jetzt im September wäre traditionell das Jahresprogramm des Unternehmerinnen-Treffs Espelkamp, Rahden, Stemwede und Umgebung – kurz UTE – vorgestellt worden. Aber in diesem Jahr ist es, wie so vieles, anders. Für UTE fällt nun sogar – nach beinahe 15 Jahren – für immer der Vorhang. Doch der Reihe nach.

Freitag, 04.09.2020, 16:14 Uhr aktualisiert: 04.09.2020, 16:16 Uhr
Die beiden Powerfrauen Ruth Graf (links) und Beate Henke haben vor knapp 15 Jahren den Unternehmerinnen-Treff Espelkamp, Rahden, Stemwede und Umgebung aus der Taufe gehoben. Ein Markenzeichen von UTE ist die Farbe Pink.

Mit der Frage, die Ruth Graf Ende 2005 Beate Henke stellte: „Warum hat Espelkamp kein Frauennetzwerk?“ fing die Geschichte von UTE an. Beate Henke, bis 2020 Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Espelkamp sagte: „Sie rennen offene Türen ein. Wenn sich eine Unternehmerin findet, die ein Netzwerk mit aufbaut, sind wir dabei.“

Konkreter Plan

Und so wurde aus der Frage schnell ein konkreter Plan. Die beiden Powerfrauen planten und organisierten mit viel Engagement – und am 7. Februar 2006 erfolgte das erste Treffen. Zur Auftaktveranstaltung kamen mehr als 120 interessierte Frauen und der Unternehmerinnen-Treff Espelkamp, kurz UTE, später aufgrund des großen Zuspruchs, Unternehmerinnen-Treff Espelkamp, Rahden, Stemwede und Umgebung, wurde ins Leben gerufen.

Rückblickend auf 14 Jahre UTE sagen Henke und Graf: „Das sind etwa 150 Veranstaltungen, Vorträge, Workshops und Stammtische, die wir mit viel Herzblut organisiert haben. Teilweise waren die Veranstaltungen so gefragt, dass Wartelisten geführt wurden oder weiteren Gästen abgesagt werden musste.“ Die Vorträge, die nicht nur an Unternehmerinnen gerichtet waren, beinhalteten Themen von Knigge bis hin zu Tipps zur Betriebsführung.

Besonders gefreut haben sich die beiden über die anerkennenden Worte von Bürgermeister Heinrich Vieker im Rahmen eines Schinkenfrühstücks zum City-Fest. Er sagte: „UTE ist ein Label von Espelkamp“. Das Markenzeichen dieses Labels ist unter anderem die Farbe Pink. „Da waren wir schon ein wenig stolz und dachten, dass sich unsere Arbeit und der Aufwand gelohnt haben“. Der Name hat sich in den Jahren schon so eingebürgert, dass Ruth Graf auf den Namen Ute reagiert. „Ruft jemand ‚Ute‘, dann drehe ich mich oftmals schon automatisch um“, sagt sie schmunzelnd.

Wehmut

Nun aber geht die UTE-Ära geht nun zu Ende – mit Wehmut und einem stark weinenden Auge. Beate Henke ist seit Juli im Ruhestand. Ruth Graf ist in ihrem Unternehmen (Ruth Graf Büroservice) sehr eingespannt und die Arbeit für UTE ist nicht „mal nebenbei“ zu erledigen. Nachfolgerinnen, die das Erbe von Beate Henke und Ruth Graf hätten antreten sollen, wurden nicht gefunden.

Zwanghaft etwas aufrecht zu erhalten liegt den beiden nicht. „Wir haben einen hohen Anspruch an UTE und geben zu, dass die Fußstapfen, die wir hinterlassen, recht groß sind. Entweder machen wir etwas ganz oder gar nicht. Der Aufwand, UTE zu betreiben, ist recht hoch – angefangen bei den Themen, die in ein Jahresprogramm aufgenommen werden, bis zur Organisation im Gründer- und Anwendungszentrum. „Und somit heißt es: ‚Aufhören, wenn es am Schönsten ist‘.“ Ruth Graf bleibt in einer anderen Funktion Espelkamp verbunden: Sie wurde jüngst wieder zur Beisitzerin im Stadtmarketingverein gewählt.

Das Corona Jahr 2020 hat den Organisatorinnen durch beinahe alle Veranstaltungen einen Strich gemacht und das schmerzt für das letzte Jahr besonders.

Letzte Veranstaltung

Am 21. November heißt es auf Schloss Benkhausen mit einem Vortrag von Beate Recker und einem Frühstück für UTE in schöner Atmosphäre „… nun ist Schluss… auch mit dem Weihnachtstress…“ Eine zeitnahe Anmeldung unter www.ute-web.com ist empfehlenswert.

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