Energieeffizienz-Netzwerk: Ostwestfalen-Kommunen ziehen Bilanz nach drei Jahren
Fortsetzung ist geplant

Espelkamp/Bad Oeynhausen (WB/fq). Die erste Phase des Keen-Ostwestfalen (Keen – Kommunales Energieeffizienz-Netzwerk) geht nach dreijähriger, intensiver Zusammenarbeit zuende. Beteiligt an dem Projekt sind insgesamt sieben Kommunen aus der Region – neben Espelkamp sind dies Höxter, Hille, Rietberg, Rehburg-Loccum, Rheda-Wiedenbrück und Petershagen.

Donnerstag, 03.09.2020, 18:00 Uhr aktualisiert: 03.09.2020, 18:10 Uhr
In Bad Oeynhausen haben sich die Vertreter der Keen-Kommunen und der Gelsenwasser AG getroffen – unter ihnen auch Espelkamps Bürgermeister Heinrich Vieker (2. von rechts). Die Beteiligten haben über die Fortführung der Kooperation gesprochen. Foto: Lydia Böhne

Energieeffizienz

Für einen gemeinsamen Rückblick und Ausblick auf die mögliche Fortführung des Netzwerks trafen sich Bürgermeister, Netzwerkbeauftragte und Klimaschutzmanager der Kommunen mit dem Netzwerkmanager Gelsenwasser im Innovationszen-trum Bad Oeynhausen.

Gelsenwasser-Bereichsleiter Bernhard Albers hob hervor, die Netzwerkkommunen hätten bereits frühzeitig die Bedeutung von Klimaschutz und Energieeffizienz im kommunalen Umfeld erkannt: „Das Bewusstsein für Klimaschutz ist in den vergangenen Jahren über alle Bereiche hinweg deutlich gestiegen. Die Teilnehmer des Netzwerks haben frühzeitig die Bedeutung erkannt und konnten während der Netzwerkarbeit den Energiebedarf in den teilnehmenden Kommunen systematisch senken.“

So konnten in den zurückliegenden drei Jahren viele Effizienz-Themen in den Kommunen vorangetrieben werden. Gelsenwasser verstehe sich dabei als Impulsgeber. Ein Höhepunkt der Netzwerkarbeit waren die Hausmeisterschulungen, um den Energieverbrauch an Schulen – den Top-Verbrauchern in Kommunen – zu senken.

Einsparpotenziale

Das Format des Netzwerks wird an die Bedürfnisse der Kommunen angepasst und erweitert. Nach der Kommunalwahl werden die Teilnehmer über eine weitere Teilnahme entscheiden

Alle Beteiligten haben einen besseren Einblick in den eigenen Gebäudebestand und die Einsparpotenziale, die sich daraus ergeben. Für jede Kommune wurde ein Maßnahmenprogramm entwickelt, das als Fahrplan für die Umsetzungen der nächsten Jahre dient und fortgeführt werden soll.

Insbesondere die Sanierung der wichtigen kommunalen Liegenschaften kann folgen. Zum Thema Energieverbrauch an den Schulen haben die Keen-Kommunen ein Benchmark-Projekt eingeführt. Schulen erhielten Strom- und Wärmemengenzähler, um Verbräuche analysieren und untereinander vergleichen zu können.

Im Netzwerk werden die Ergebnisse nun diskutiert und Schwachstellen aufgedeckt. Weitere Einsparpotenziale gibt es in den Bereichen Wärme durch Sanierung der Gebäudehüllen und in der Stromsparte, zum Beispiel durch weitere Umrüstung auf LED-Technik. Das Netzwerk sei zudem offen für neue Teilnehmer, um den Erfahrungsaustausch zu erweitern, betonen die Vertreter der Gelsenwasser AG.

Kooperation

Die Kooperation der Stadt Espelkamp mit der Gelsenwasser AG wurde im vergangenen Jahr besiegelt. 2019 übernahm die Netzgesellschaft Espelkamp komplett das städtische Strom- und Gasnetz. Die Dimensionen hinter dieser Übernahme sind gewaltig. Denn Espelkamp verfügt über 239 Kilometer Gasleitungen und 770 Kilometer Stromleitungen. Hinter der Netzgesellschaft Espelkamp stehen neben der Gelsenwasser AG die Stadtwerke AöR.

Die Übernahme des Versorgungsnetzes soll vor allem der Nachhaltigkeit dienen und den Umstieg bei der Energieversorgung erleichtern. Die Energieversorgung unter anderem aus Kohle aber auch aus Atomkraft steht entweder kurz vor dem Aus oder soll mittelfristig auslaufen.

Nachhaltige Infrastruktur

Mit der Übernahme soll die Versorgung aller Haushalte in Espelkamp auch künftig effizient gewährleistet sein. Auf Veränderungen des Angebots kann schnell reagiert werden. Die Gelsenwasser AG hat sich vor allem der nachhaltigen Infrastruktur verschrieben.

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