Symbolischer erster Spatenstich für das Welcome-Haus – Auszeichnung angekündigt
„Etwas Einzigartiges“

Espelkamp (WB). Das Wohnquartier Ostlandpark wird jetzt um ein besonderes Gebäude erweitert. In Kooperation mit den beiden Espelkamper Unternehmen Mittwald CM Service und Harting hat das Planungsteam der Aufbaugemeinschaft das Projekt „Welcome-Haus“ entwickelt. Dafür erfolgte jetzt der Spatenstich. In einem ersten Abschnitt werden 15 Wohnungen neu gebaut.

Mittwoch, 12.08.2020, 05:30 Uhr
Sie haben bei brütender Hitze den symbolischen ersten Spatenstich für das Welcome-Haus in Espelkamp gesetzt: Hans-Jörg Schmidt (Geschäftsführer Aufbaugemeinschaft), André General (Harting), Uwe Stark (Bauleiter), Robert Meyer (Mittwald CM Service), Dirk Niemann (Bauunternehmer), Matthias Tegeler (Stadt Espelkamp) und Annette Nothnagel (Regionale OWL). Foto: Andreas Kokemoor

„Die Wohnanlage soll ein Beitrag sein, junge urban geprägte Fachkräfte für Espelkamp zu gewinnen“, sagte Hans-Jörg Schmidt, Geschäftsführer der Aufbaugemeinschaft. Er freute sich darüber, dass das „Welcome-Haus“ in das Strukturförderprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen „Regionale 2022“ in OWL aufgenommen wurde.

Konzept

„Wir bauen nicht irgendein Haus, sondern ein Konzept. Die zukünftigen Nutzer sind die eigentlichen Architekten“, stellte Schmidt heraus. Mitarbeiter und Bewerber wurden über zwei Jahre gefragt, welche Wünsche sie hätten. Dabei seien Erkenntnisse herausgekommen, die die Aufbaugemeinschaft ohne die Befragung nicht erhalten hätte.

Der Grundgedanke lautet, den Fachkräften eine „passende“ Wohnung anzubieten, in der sie sich wohlfühlen und die mitten im Herzen Espelkamps liegt. Die Workshops und Befragungen hätten ergeben, dass in dem neuen Zuhause neben den vier eigenen Wänden auch Gemeinschaftsflächen mit Kochmöglichkeiten sowie gemeinsamer Waschraum und großer Dachterrasse gewünscht werden. Das neue Lebensumfeld der Mitarbeiter, die oft in Großstädten studiert haben, soll ein Miteinander und soziale Kontakte – unter Gleichgesinnten – bieten.

Wettbewerb

„Unsere starke Wirtschaft steht in Konkurrenz zu großen Städten“, betonte Matthias Tegeler, Fachbereichsleiter Zentrale Dienste von der Stadt Espelkamp: „Und unsere Unternehmen stehen im Wettbewerb um die Fachkräfte.“ Er stellte das Welcome-Haus als ein gelungenes neues Wohnprojekt von Aufbaugemeinschaft und Wirtschaft heraus, das es so noch nicht gebe. Schon immer seien die Arbeitgeber kreativ gewesen. Mit diesem Angebot, das an dieser Stelle entstehe, bei dem Arbeitgeber im Vorfeld ihre Führungskräfte und Akademiker nach den Wünschen für deren Wohn- und Lebensumfeld befragt haben, entstehe „etwas Einzigartiges, das den Wirtschaftsstandort und Wohnstandort noch weiter stärkt“. Espelkamps Stärke als Arbeitgeber machte er am Anstieg der Zahlen der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten innerhalb von 15 Jahren von 8500 auf 12.000 fest. Er freue sich darüber, wenn diese in Espelkamp nicht nur arbeiten, sondern auch leben wollen.

Robert Meyer, Geschäftsführer von Mittwald CM Service, erinnerte sich an die Anfänge, als sich Hans-Jörg Schmidt und er zusammengesetzt und „einfach ein bisschen gesponnen“ hätten. Unternehmer hätten Interesse an attraktiven Leerständen für ihre Mitarbeiter in unmittelbarer Nähe des Arbeitsplatzes. Und Wohnungsanbieter hätten ein Interesse daran, passende Wohnungen zur Verfügung stellen zu können – auch für Akademiker und Führungskräfte. Aus dieser Idee heraus habe sich der Plan für das Welcome-Haus entwickelt.

Win-Win-Situation

André General vom Unternehmen Harting sprach von einer „Win-Win-Situation“. In dem Projekt stecke viel Leidenschaft der Unternehmen, Aufbaugemeinschaft und der neuen Mitarbeiter und Mieter. Annette Nothnagel, Sprecherin der Regionale OWL, erklärte, dass die Auszeichnung für das Projekt in Kürze vorgenommen werde. Sie dankte allen engagierten Menschen und Institutionen. Sie hätten Antworten auf Zukunftsfragen für lebendige Quartiere und Wohnformen gefunden. Annette Nothnagel sagte, dass das Welcome-Haus ein Vorbild sei, das Impulse für andere Regionen in OWL geben könne. Und weil es so gut in das umfassende gesamt-regional ausgerichtete Infrastrukturprogamm passe, verriet sie schon jetzt, dass dieses Welcome-Haus auf jeden Fall ausgezeichnet werde.

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