CDU stellt ihr Parteiprogramm vor und betont das Miteinander in der Stadt
Der Fokus liegt auf Espelkamp

Espelkamp (WB). „Mit unserem Team wollen wir verdeutlichen, dass es uns um Espelkamp geht.“ Henning Vieker, der Bürgermeister-Kandidat der CDU, und drei weitere CDU-Spitzenkandidaten der Reserveliste haben nun das Programm der Partei für die Kommunalwahl am 13. September vorgestellt.

Montag, 03.08.2020, 18:00 Uhr
„Die CDU hat alle Generationen im Blick“, betont CDU-Bürgermeisterkandidat Henning Vieker (2. von links), der mit seinen Parteikollegen Thomas Rogalske (von links), Wilfried Windhorst und Anja Kittel das Parteiprogramm der CDU für die Kommunalwahl vorstellt.

Dieses setzt verschiedene Schwerpunkte. Traditionell betont die Espelkamper CDU, wie auch ihre Schwester auf Bundesebene, die Förderung der Wirtschaft. Vieker und seine Mitstreiter stellen aber auch den Dialog mit allen Bevölkerungsgruppen in der Stadt, die Digitalisierung, die Bildung sowie die Förderung von Ehrenamt und Familie heraus.

Fokus

„Der Fokus liegt auf Espelkamp.“ Dabei betont Henning Vieker, dass damit das gesamte Stadtgebiet, inklusive der Dörfer, gemeint ist. Vieker sprach auch noch einmal die Bedeutung der Zuhörtour an, die die CDU in den vergangenen zwei Jahren in allen Ortsteilen ausgerichtet hat. „Wir haben 500 Anregungen ausgearbeitet und intensiv den Menschen zugehört.“ Die Zuhörtour sei einzigartig im Kreis und der Bürgermeisterkandidat bezeichnet sie als sehr spannend. Er sagt auch: „Ich habe sehr viel gelernt.“

Wilfried Windhorst, CDU-Fraktionsvorsitzender und einer der Spitzenkandidaten der Reserveliste, betont, dass es in den vergangenen 20 Jahren unter der Leitung von Bürgermeister Heinrich Vieker und der absoluten CDU-Ratsmehrheit gelungen sei, „gut mit den finanziellen Mitteln umzugehen. Wir haben viel bewegt.“ Die Schulden seien abgebaut worden. Durch die Corona-Pandemie werde es zwar nicht leichter, denn der Virus habe viele Ausfälle zu verantworten. „Unser Bestreben ist es, solide zu wirtschaften. Das haben wir in der Vergangenheit getan. Daher können wir beruhigt in die Zukunft gehen.“

Sporthallen

Windhorst zeigt sich zufrieden darüber, dass derzeit vier Sporthallen im Stadtgebiet entweder neu gebaut oder grundsaniert würden. Er spricht auch die Freibad-Sanierung an. Zudem sagt er, dass das Atoll nach dem Willen der CDU weiterhin von einem privaten Betreiber geführt werden solle. Über die Leitung werde noch gesprochen. Zum Vorschlag einer Re-Kommunalisierung des Freizeitbades sagt er deutlich. „Dafür stehen wir nicht zur Verfügung.“ Windhorst bezeichnet das Atoll als „Aushängeschild“, das viele Besucher aus den umliegenden Kreisen anlocke.

Ostlandviertel

Die CDU-Politiker – unter ihnen Anja Kittel und Thomas Rogalske – haben sich auch das Ostlandviertel mit dem neuen Ärztehaus angeschaut. Windhorst dazu: „Das Ärztehaus ist ein Pfund, mit dem wir wuchern können.“ Wenn es gut angenommen werde, „wird es auch für weitere Ärzte interessant“. Windhorst betont, dass man immer noch weitere Fachärzte in Espelkamp benötige. Als „bedeutend“ bezeichnet Windhorst das gesamte Ostlandviertel. Dieses werde auch Auswirkungen auf die Belegung der Geschäftszeilen entlang der Breslauer Straße haben.

Bei der Stadtentwicklung sieht die CDU bei der Bebauung mit Wohnhäusern keine Veranlassung, diese Möglichkeit einzuschränken. In Espelkamp sollten sich die Familien auch ihren Traum vom Eigenheim erfüllen können, sagt Vieker. Die CDU macht aber auch deutlich: „Den Klimaschutz haben wir dabei im Auge und wir müssen ihn auch bei den Bebauungsplänen beachten.“

Stadtentwicklung

Bebauungspläne wie zum Beispiel den für den Frotheimer Weg stammten noch aus der Gründerzeit und müssten angefasst werden, „damit wir diesen Bereich auch weiter entwickeln können und attraktiv bleiben.“ Windhorst betont, dass die CDU die Anregung der Siedlerbünde für ein flexibleres und moderneres Wohnen befürworten. Es solle allen Interessierten, die sich in Espelkamp niederlassen wollten, „auch die Möglichkeit dazu gegeben werden“.

Henning Vieker betont, bei der Erneuerung des Stadtentwicklungskonzeptes habe die CDU „die ganze Fläche Espelkamps mit allen Ortschaften im Blick. Wenn wir unsere Dörfer am Leben halten wollen, müssen die Menschen dort auch gut leben können“, sagt Vieker. Anja Kittel betont, der CDU sei es wichtig, dass die Dörfer ihre Identität behalten.

Vieker unterstreicht, der CDU sei es wichtig, Arbeitsplätze in der Stadt zu schaffen. „Wirtschaftsförderung ist Chefsache.“ In diesem Zusammenhang sei aber auch der Klimaschutz bedeutend, auch wenn auf dem Gebiet in der Vergangenheit bereits viel passiert sei. Von wenigen Bäumen in Espelkamp könne jedenfalls nicht die Rede sein, so Vieker.

Mobilität

Der Bürgermeisterkandidat betont, dass bei der Mobilität mehr ermöglicht werden müsse. Zudem sei es der CDU wichtig, alle Bevölkerungsgruppen mitzunehmen, „um so ein erfolgreiches Miteinander zu gewährleisten“.

Thomas Rogalske, der sich vor allem die Familienpolitik auf die Fahnen geschrieben hat, betont, dass die CDU „ausreichend Kita-Plätze“ gewährleisten werde. Zudem soll jedes Quartier und jedes Dorf einen neuen Spielplatz erhalten. „Wir wollen unser Spielplatzkonzept entwickeln.“ Insgesamt gebe es im Stadtgebiet etwa 40 Spielplätze.

Bildung

Für Chancengleichheit aller Kinder in der Bildung trete die CDU ebenfalls ein. Dabei betont die Partei, sie werde auf die vorhandenen weiterführenden Schulen in nicht-öffentlicher Hand setzen. Einer zusätzlichen weiterführenden Schule in kommunaler Trägerschaft erteilt die Partei eine klare Absage. „Wo sollen denn die Schüler herkommen?“.

Anja Kittel widmet sich vor allem den Dörfern und sagt, dass diese sich immer als Teil der Gesamtstadt fühlen sollten. Sie bezeichnet die Förderung des Ehrenamts als „wichtigen Punkt“ und erklärt, die CDU wolle sich für einen Ehrenamtsbeauftragten in der Verwaltung stark machen.

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