Werk zeigt Altes Amt Gehlenbeck – Stadtmarketingverein dankt Wilhelm Stockmann
Restaurierte Karte offiziell vorgestellt

Espelkamp (JP). „Ich habe mich selten so darüber gefreut, dass ich für Frotheim etwas tun kann.“ Wilhelm Stockmann aus Frotheim ist begeistert, dass die Restauration der alten Karte des Alten Amtes Gehlenbeck so gut gelungen ist. Er hat das vorher in seinem Besitz befindliche historische Exponat aus dem Jahr 1936 dem Stadtmarketingverein Espelkamp gestiftet.

Montag, 03.08.2020, 03:07 Uhr aktualisiert: 03.08.2020, 05:03 Uhr
Die Freude über die restaurierte Karte ist groß: Espelkamps Bürgermeister Heinrich Vieker (von links), der Spender Wilhelm Stockmann. der Stadtführer Karl-Heinz Tiemeier und Willy Hübert, Geschäftsführer des Stadtmarketingvereins Espelkamp. Foto: Jan Lücking

Der wertvolle Inhalt des großen Bilderrahmens wird durch ein spezielles Glas vor UV-Strahlen geschützt. Es soll nach der Aufarbeitung keinen Schaden nehmen. Die Karte zeigt unter anderem die Ortschaften Isenstedt, Frotheim, Gehlendorf (heute Gehlenbeck) und Eilhausen und ist datiert auf den 25 Oktober 1936.

Die historische handgezeichnete Karte ist signiert mit dem Namen K. Virren. Weitere Informationen über den Kartografen gibt es nicht. Die historische Karte wurde über viele Jahrzehnte vom Wilhelm Stockmann sorgsam aufbewahrt und jetzt dank einer Fördersumme von 2000 Euro saniert. Das Geld stammt aus dem Fördertopf „Heimat-Scheck“ des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen.

Heuerlingshäuser verzeichnet

Beim Termin der ersten öffentlichen Präsentation der Karte im Dorfgemeinschaftshaus Alt-Espelkamp waren anwesend: Stifter Wilhelm Stockmann, Espelkamps Bürgermeister Heinrich Vieker, Willy Hübert (Geschäftsführer des Stadtmarketingvereins Espelkamp), die Stadtführer Karl-Heinz Tiemeier und Katharina Klassen-Junge, Alt-Espelkamps Ortsheimatpfleger und Stadtführer Jürgen Heimsath, Frotheims Ortheimatpfleger Günter Bünemann sowie Frotheims Dorfgemeinschaftsvorsitzender Jens Heiderich.

Karl-Heinz Tiemeier berichtete, wie ihn der Stifter Wilhelm Stockmann nach einem Zeitungsbericht über eine Stadtführung zum Thema Heuerlingshäuser angerufen und von der historischen Karte berichtet habe. Auf dem Amtsplan von 1936 sind auch Heuerlingshäuser verzeichnet.

Der Stadtführer sowie Alt-Espelkamps Heimatpfleger Jürgen Heimsath gab Karl-Heinz Tiemeier den Tipp, Fördermittel beim Heimatministerium des Landes Nordrhein-Westfalen zu beantragen. Willy Hübert vom Stadtmarketingverein übernahm die entsprechende Antragsstellung, die sich überraschend einfach gestaltete.

Platz in der Schulaula?

Die Restauratorin Bärbel Spilker aus Preußisch Oldendorf führte die Arbeit aus. In ihrem Angebot für diese Arbeiten heißt es: „Die mit Papier auf Leinen bezogene Übersichtskarte des Amtes Gehlenbeck, im Original handgezeichnet von K. Virren und signiert am 25. Oktober 1936, ist im Gesamtzustand erhaltenswert. Es handelt sich hier um ein kulturhistorisches, einmaliges Objekt.“ Die anwesenden Gäste freuten sich über die aufwendig restaurierte Karte, die ihren Platz möglicherweise in der Aula der Grundschule Frotheim finden soll. Gespräche hierzu werden nach den Sommerferien geführt. Willy Hübert überreichte dem Spender Wilhelm Stockmannn einen großen Präsentkorb und bedankte sich für die Stiftung der Karte.

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