Ausschussmitglieder betrachten die Fortschritte an der Ellerburg in Espelkamp
Es fehlt nicht mehr viel

Espelkamp-Fiestel (WB). Seit Jahren haben viele Menschen an der Umgestaltung der Ellerburg gearbeitet. Aus der baufälligen Ruine des alten Gemäuers sollte ein Ort des lebendigen Geschichtserlebens, des Naturgenießens und der Naherholung werden.

Sonntag, 05.07.2020, 21:56 Uhr aktualisiert: 05.07.2020, 22:00 Uhr
Viele Touristen sind bereits zur Ellerburg gefahren. Daher ist dort nun auch ein neuer Parkplatz geplant. Foto: Arndt Hoppe

Das Projekt, in das zahlreiche Fiesteler zusammen mit dem Verein Herrenhäuser und Parks und der Stadt Espelkamp viel Energie, ehrenamtliches Engagement, Zeit und letztlich auch Geld gesteckt haben, steht kurz vor seiner Vollendung. Das machten Bertold von der Horst und Heinz Schürmann bei einem Ortstermin des Ausschusses für Stadtentwicklung deutlich.

Parkplatz-Problem

„Die Bauarbeiten, bei denen das alte Gemäuer bis auf einen Teil der Grundmauern abgerissen wurde, sind schon seit einiger Zeit beendet“, berichtete von der Horst, nachdem er den Ausschussmitgliedern einen kleinen Exkurs zur Ellerburg-Historie gegeben hatte.

Obwohl noch nicht alles fertig sei, werde die Ellerburg bereits von vielen Ausflüglern angesteuert. Und weil viele dieser Besucher mit dem Auto kämen, habe es zwischenzeitlich Parkprobleme gegeben, berichtete Bertold von der Horst. Dafür sei nun eine mögliche Lösung erarbeitet worden. „Seitdem auf der Baustelle nicht mehr gearbeitet wird und die Baufahrzeuge fort sind, haben wir hinter der Burg eine Fläche, die wir leicht so herrichten können, dass problemlos Autos abgestellt werden können“, sagte er. So könnten die Seitenstreifen an der dorthin führenden Straße entlastet werden, und damit auch die dortigen Anlieger.

Geplant sei, die Fläche, bei der es sich um ein städtisches Grundstück handelt, nicht zu einem offiziellen Parkplatz auszubauen, sondern nur so weit „gerade zu machen und abzurütteln“, dass Autos dort abgestellt werden können. „Planung und Ausbau eines solchen Parkplatzes mit Ausschilderung würden Kosten von etwa 20.000 Euro mit sich bringen. Deshalb sei geplant, die Fläche nicht als Parkplatz auszuschildern. „Aber sie würde ihren Zweck natürlich trotzdem erfüllen und die Anlieger entlasten“, sagte Bertold von der Horst.

Parkcharakter

Bei einem Rundgang auf dem Burg-Areal konnten sich die Ausschussmitglieder davon überzeugen, dass nicht mehr viel fehlt, bis eine Einweihung möglich wäre. Bertold von der Horst zeigte den Lokalpolitikern auch eine Wiese im Park an der Aue. Diese sei schon länger nicht gepflegt worden, so dass sie von zahlreichen kleinen Bäumen und Sträuchern zugewachsen war.

„Wir werden hier gezielt einige Holunder und vielleicht andere junge Bäume herausnehmen, um den Parkcharakter wieder herauszuarbeiten. So lädt die Wiese mit einem Stamm als Sitzgelegenheit die Ausflügler sicherlich zum Verweilen ein und dazu, den Blick über die Ellerburger Wiesen schweifen zu lassen. In der Mitte der von Mauerresten umrahmten Fläche, wo einst die Burg stand, befanden sich während des Ortstermins noch zwei provisorische Metallstelen.

Stelen

Auf Anfrage erklärte Heinz Schürmann nun, dass inzwischen die endgültigen Stelen aus speziellem so genannten Corten-Stahl installiert worden seien. Sie werden noch jeweils mit einer Infotafel versehen. „Das Aufstellen und auch das Anbringen der Tafeln wird von der Lübbecker Agentur Two Types organisiert“, sagte Heinz Schürmann.

Schon während des Ortstermins machten die Beteiligten deutlich, dass bislang noch kein Zeitpunkt für eine Einweihung der Anlage festgelegt sei – auch aufgrund der Corona-Krise.

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