Espelkamper Dreimädelhaus Peper hilft bedürftigen Menschen in der Corona-Krise
Ankes Suppenküche öffnet

Espelkamp-Isenstedt (WB). Anke Peper hat derzeit alle Hände voll zu tun. Die Gastronomin und Betreiberin des Dreimädelhauses in Isenstedt muss ihr Gasthaus in Schuss halten. Dafür ist sie derzeit alleine verantwortlich. Denn auch im Traditionshaus an der Hauptstraße gibt es aufgrund der Corona-Krise Kurzarbeit.

Donnerstag, 09.04.2020, 20:00 Uhr aktualisiert: 09.04.2020, 20:20 Uhr
Die Vorbereitungen sind getroffen. Anke Peper öffnet kurz nach Ostern ihre Suppenküche für bedürftige Menschen. Sie erhalten ein großes Weckglas mit leckerer Suppe.

Dennoch hat sich die Gastronomin überlegt, wie sie bedürftigen Menschen in der derzeitigen Krise helfen kann. Als sie gehört hat, dass die Tafeln ihre Ausgabestellen aufgrund des Kontaktverbotes schließen, kam ihr eine Idee – die Idee von „Ankes Suppenküche“. Sie kocht für Bedürftige Suppe und gibt diese einmal pro Woche kostenlos an bedürftige Menschen aus.

Sozialhilfeschein

„Mir geht es gerade auch schlecht. Aber ich weiß, dass ich das überleben werde“, sagt Anke Peper. Viele Bedürftige aber leiden Hunger, wenn die Ausgabestellen der Tafeln nicht geöffnet haben. Daher will Peper helfen. Menschen, die einen Sozialhilfeschein haben, können das Angebot kostenlos in Anspruch nehmen. Es wird lediglich ein Euro Pfandgebühr für das Glas fällig, in dem die Suppe ausgegeben wird.

Natürlich werden auch bei der Aktion des Dreimädelhauses die derzeit gültigen Vorgaben zur Hygiene beachtet, die eine Ausbreitung des Virus verhindern sollen. Das Ordnungsamt hat Anke Peper bereits über ihre Pläne informiert. Die Abstandsregel wird eingehalten. Dafür hat sich Peper eine besondere Idee einfallen lassen. Alle zwei Meter stellt sie einen Stuhl auf. So haben die Gäste auch die Gelegenheit, sich beim Warten hinzusetzen.

Die Suppenausgabe erfolgt nach dem Einbahnstraßenprinzip. Rein geht es durch den Biergarten des Gasthauses. Wer sich schließlich eine Suppe genommen hat, gelangt durch den Haupteingang wieder nach draußen.

In aller Ruhe

Durch die Vorlage des Sozialscheins wird ein Weckglas leckerer Suppe ausgegeben. Das Glas fasst insgesamt 500 Milliliter und ist luftdicht verschlossen. Die Gastronomin ist bereits gespannt, wie ihre Idee angenommen wird. Am kommenden Mittwoch, 15. April, ist der erste Ausgabetag im Dreimädelhaus. Die Ausgabe findet von 12 bis 13 Uhr statt.

Vor Ort darf die Suppe natürlich aufgrund der Corona-Restriktionen nicht verzehrt werden. Dafür wird sie ja auch in ein Einweckglas gefüllt. „Die Menschen können die Suppe mit nach Hause nehmen und sie dort in aller Ruhe genießen.“

Anke Peper betont, dass sich die Aktion nicht nur an bedürftige Bürger richte. Auch Menschen, die Lust und Hunger auf Suppe haben und keinen Sozialschein haben, sind willkommen. Einziger Unterschied: Für die nicht-bedürftigen Gäste steht ein Sparschwein für Spenden bereit. Die Mittel, die dort gesammelt werden, sollen genutzt werden, um Zutaten für die Suppenaktion in der kommenden Woche zu kaufen.

Premiere

„Die Idee geht mir schon lange durch den Kopf“, sagt Peper. Nun hofft sie, dass ihre Aktion auch gut angenommen wird und sie in dieser schweren Zeit helfen kann. Bei großem Interesse kann es sein, dass die Anzahl an Weckgläsern, die sie vorrätig hat, nicht ausreicht. Sollte das der Fall sein, hofft sie auf Unterstützung – zum Beispiel von den großen Espelkamper Einkaufsmärkten. Doch das ist erst mal Zukunftsmusik.

Premiere feiert Ankes Suppenküche in der kommenden Woche am 15. April mit einem echten Klassiker der Gaumenfreuden – nämlich einer Gulaschsuppe.

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