Landesliga-Spitzenreiter Preußen Espelkamp unterliegt überraschend in Maaslingen Daseking verschlägt es die Sprache

Petershagen (WB). Ausgerutscht auf tiefem Boden: Die schöne Erfolgsserie von Preußen Espelkamp in der Fußball-Landesliga hat bei Rot-Weiß Maaslingen überraschend ein Ende gefunden. Mit 1:3 (1:1) unterlag der souveräne Spitzenreiter und kassierte somit die erste Niederlage seit dem dritten Spieltag.

Von Alexander Grohmann
An der Grenze des Legalen: Julian Meyer (rechts) kämpfte mit Maaslingen leidenschaftlich für den Dreier. Hier hängt sich der RWM-Verteidiger an Allan Dantas.
An der Grenze des Legalen: Julian Meyer (rechts) kämpfte mit Maaslingen leidenschaftlich für den Dreier. Hier hängt sich der RWM-Verteidiger an Allan Dantas. Foto: Alexander Grohmann

Keine Lust auf Erklärungen hatte Tim Daseking. Der Preußen-Coach stapfte direkt nach dem Schlusspfiff frustriert in Richtung Katakomben und war für ein Statement nicht zu haben. Der Ärger war verständlich, schließlich hatten seine Akteure mehr als 90 ­Minuten (inklusive Nachspielzeit) auf dem tiefen Rasen einen schweren Stand gehabt. „Wir hatten keine Lösungen“, fasste Stürmer Stefan Langemann den inspirationslosen Auftritt zusammen.

Überzahl nach Gelb-Rot (70.) kann Espelkamp nicht nutzen

Selbst eine 20-minütige Überzahl nach Gelb-Rot für RWM-Akteur Sinan Boga (70.) half den Preußen nicht, um in der Schlussphase wenigstens noch ein Remis zu ergattern. Stattdessen machte Rayk Sören Riechmann mit dem 3:1 für den Außenseiter alles klar (90.+1) – die ländliche Arena stand Kopf. „Unsere Zweikampfführung war dem Spiel nicht angemessen. Maaslingen hat es besser gemacht und verdient gewonnen“, fand Co-Trainer Jannis Kaspelherr stellvertretend für seinen schweigenden Chef Erklärungen für das Ergebnis. Nach 16 Spielen mit 15 Siegen und einem Remis gingen die Preußen wieder leer aus. Zu allem Überfluss verdrehte sich Haktan Kelkit das Knie und musste raus (25.). „Wir hoffen, dass es nicht wieder ein Kreuzbandriss ist“, kommentierte Kaspelherr die Szene, die zum Tag passte.

Tobias Steffen sorgt mit seinem fünften Treffer für den Ausgleich

Qendrim Krasniqi hatte RWM nach einer Ecke in Front geschossen (20.). „Die ersten 20 Minuten waren kacke von uns“, redete Kaspelherr Klartext. Danach fanden die Preußen in die Partie und schafften es, mit ihrem Plan – auf dem tiefen Rasen wollte der Gast einfach spielen – die Kontrolle zu erlangen. Mit seinem fünften Pflichtspieltreffer im dritten Einsatz sorgte Winter-Zugang Tobias Steffen für den Ausgleich (34.).

Nach dem Wechsel ließ sich der Spitzenreiter aber gleich wieder den Schneid abkaufen. In der 54. Minute verhinderte Nino Vom ­Hofe noch mit einem Super-Reflex gegen Philipp Rusteberg den erneuten Rückstand. Wenig später war Espelkamps Keeper machtlos: Bastian Rode entwischte der hoch stehenden Dreierkette der Preußen und versenkte den Ball aus zehn Metern zum 2:1 (56.). Selbst in Unterzahl blieb RWM bei Umschaltsituationen gefährlich. Vorne entwickelte Preußen keine Ideen. Riechmann machte den ­Deckel drauf – und sorgte für Partystimmung in Maaslingen.

Preußen Espelkamp: Vom Hofe – Islamaj, Wessel, Kelkit (25. Akbas), Klostermann, Schmidt, Heine, Dantas (74. Bartsch), Freimuth (63. Manske), Steffen, Langemann. Tore: 1:0 Krasniqi (20.), 1:1 Steffen (34.), 2:1 Rusteberg (56.), 3:1 Riechmann (90.+1). Gelb-Rot: Boga (70./RWM).

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