Gemeinsames Vorgehen der Hausärzte beim Auftreten von Corona-Infektionen
„Wir sind für unsere Patienten da“

Espelkamp (WB/ko). „Lassen Sie sich nicht von vielen fragwürdigen Meldungen im Internet über die Corona Covid-19-Bedrohung verunsichern“, sagt Dr. Andreas Eller aus Espelkamp seinen Patienten. Dies rät er auch allen Bürgern.

Donnerstag, 05.03.2020, 19:00 Uhr
Die Hausärzte in Espelkamp arbeiten zusammen bei der Corona-Krise: Dr. Franziska Hommel, (von links). Dr. Kristi Schmidt, Dr. Kilian Bömeke, Dr. Lucy Pflugfelder, Dr. Andreas Hosp, Dr. Bernd Frodermann, Dr. Elmar Rengeling, Dr. Petro Rarei, und Dr. Andreas Eller. Foto: Andreas Kokemoor

Die Hausärzte in Espelkamp haben sich nun bei Dr. Andreas Eller getroffen, um ihr gemeinsames Vorgehen beim Thema Coronavirus zu erläutern. „Wir verweisen auf die einschlägigen Informationen der zuverlässigen Quellen, wie das Robert-Koch-Institut, die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und Veröffentlichungen des Gesundheitsamtes“, so Dr. Eller.

Einzelheiten

Dort gebe es geprüfte Informationen und Hinweise. „Uns Hausärzten ist es wichtig, unseren Patienten zu versichern, dass wir für sie da sind“, betont Eller. Die Bürger könnten sich jederzeit an sie wenden, um eine Abklärung im Verdachtsfall herbeizuführen, versichert Dr. Andreas Hosp.

Im Einzelnen haben sie erläutert, dass Abstriche in jeder Espelkamper Praxis vorgenommen werden können und das Ergebnis darüber hinaus zeitnah verfügbar sei.

Dr. Eller spricht dabei von einem Zeitrahmen von 24 Stunden. So genannte Schnelltests bezeichnete er als unzuverlässig. Eine stationäre Behandlung halten die Espelkamper Ärzte nicht in jedem Fall für erforderlich und eine weitere Behandlung könne unter Voraussetzungen ambulant erfolgen.

Vorgehen

Die behördliche Seite werde über die Meldung der Ärzte an das Gesundheitsamt einbezogen. Dr. Eller und die weiteren Espelkamper Medizinier sagten, dass bisher kein einziger Verdachtsfall in ihrer Praxis aufgetreten sei und sich des Weiteren auch kein einziger Patient bei ihnen in Sorge um eine Erkrankung vorstellig geworden sei. „Halskratzen, Naselaufen und Fieber sind die typischen Symptome – genau, wie bei einer Erkältung oder Grippe“, erläuterte Hosp. Leichte Erkältungssymptome können auch zuhause auskuriert werden.

„Zum Vorgehen bei fieberhaften Erkrankungen oder bei Verdacht auf Infektion bitten wir die Bevölkerung, sich zunächst telefonisch in der Praxis anzumelden, so kann eine Vorabklärung stattfinden.“ Der weitere Ablauf werde im Telefonat festgelegt. „Möglicherweise ist es sinnvoll, den Praxisbesuch zu vermeiden, um die Untersuchungen einschließlich Abstrich bei einem Hausbesuch vorzunehmen“, sagte Dr. Eller.

Den Hausärzten ist in einem ersten Schritt die Einhaltung der Hygiene-Regeln wichtig. „Diese Regeln zu verinnerlichen und einzuhalten beugt einer unnötigen Ausbreitung der Infektion vor“, sagt Eller. In den meisten Praxen stehen schon im Vorraum Desinfektionsmittel für die Hände.

Hygiene

Dr. Eller und seine Kollegen sind überzeugt. „Hygiene bleibt die zentrale Maßnahme der Vorbeugung.“ Die Mediziner sind überzeugt, dass auch die Covid-19-Bedrohung, wie schon viele andere Infektionswellen in den vergangenen Jahrzehnten, gemeinsam mit den mittel- und unmittelbar Betroffenen bewältigt werden.

Insgesamt sind die Ärzte glücklich, dass die Patienten sensibel, wachsam, cool und gelassen, mit dem Thema umgehen.

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