Espelkamper Schriftsteller und Künstler Gerhard Pollheide veröffentlicht zwei Bücher
Die Liebe zur Literatur und zur Malerei

Espelkamp (WB). Gerhard Pollheide ist nicht einfach nur ein Schriftsteller und Maler. Dafür hat der gebürtige Isenstedter in seinem Leben einfach schon so viele Dinge erlebt.

Dienstag, 03.03.2020, 21:00 Uhr
Gerhard Pollheide lebt in Spanien. Bei einer Stippvisite in Lübbecke und Espelkamp hat der 68-jährige gebürtige Espelkamper seine zwei neuen Bücher vorgestellt. Foto: Felix Quebbemann

Pollheides Texte und Bilder sind daher ein Spiegelbild seines Lebens, seiner Erfahrungen, seiner Erlebnisse und seiner einzelnen Stationen.

Grandiose Optik

Diese hat er unter anderem in 19 Büchern festgehalten. Auch seiner Leidenschaft als Maler ist er in jeder freien Minute nachgegangen. Um sich nun Kenntnis über das Schaffen Pollheides zu verschaffen, gibt es im Brandheiß-Verlag zwei neue Bücher. Sie bestechen nicht nur durch eine grandiose Optik. Die Inhalte werden Leser wie Kunstliebhaber ebenfalls beeindrucken.

„Silbermondmädchen“ beinhaltet die Literatur Pollheides aus den vergangenen vier Jahrzehnten. „Das ist so ein bisschen mein Lebenswerk. Darin ist die sämtliche Lyrik und Prosa veröffentlicht.“ Über 1000 Texte aus der Feder des 68-Jährigen sind auf insgesamt 974 Seiten festgehalten.

Stile

„Über die Fortsetzung des Geistigen in der Kunst“ heißt das zweite Buch Pollheides, das ebenfalls im Brandheiß-Verlag veröffentlicht wurde. Dieses Buch beschäftigt sich mit der Malerei. „Dort sind 2288 Kunstwerke zusammengefasst.“ Die ersten Bilder entstanden im Jahr 1980.

Pollheide experimentiert mit verschiedenen Stilen – zum Beispiel bei dem Bilder-Duo „Musik 1 & 2“, das er mit Wasserfarben erstellt hat. Das Exponat „Der Tag vor dem Tag“ aus dem Jahr 1987 entstand auf einer Leinwand mit Farbe, die aber noch mit Materialien wie zum Beispiel Kork, Steine und Holz bearbeitet wurde. Pollheide hat die abgebildeten Kunstwerke um Aufsätze und Gedanken ergänzt.

Der 68-Jährige ist gebürtiger Espelkamper, wohnt aber bereits seit Jahren in Spanien. Was ihn veranlasst hat, die beiden Bücher zu schreiben, erklärt er beim Besuch in der Redaktion dieser Zeitung. „Man wird ja älter. Das aber ist okay.“ Wenn man älter werde, denke man aber intensiver über das Leben nach. So habe er sich auch die Frage gestellt, was ihm gelungen sei?

Überblick

Die beiden neuen Bücher geben die Antwort. Denn sie fassen das Wirken des Schriftstellers und Künstlers zusammen, der in den vergangenen Tagen auf „Heimaturlaub“ in Espelkamp und Lübbecke war.

Licht der Welt

Er zeigte sich erstaunt darüber, wie sehr sich die Städte in den vergangenen Jahren verändert hätten. Vor allem sei ihm dies bei Espelkamp aufgefallen. Zu dieser Stadt pflegt er eine besondere Beziehung. Schließlich hat er dort nicht nur das Licht der Welt erblickt. Als jahrelanges Ratsmitglied hat er an der Zukunft Espelkamps entscheidend mitgewirkt. „Die Stadt liegt mir sehr am Herzen.“

In der jüngeren Vergangenheit hat er sich unter anderem kritisch zur Dr.-Max-Ilgner-Straße (wir berichteten) geäußert . Sein politisches Engagement ist auch mit 68 Jahren nicht erloschen, stellt aber nicht den Mittelpunkt seines Schaffens dar. Der liegt in der Literatur und in der Malerei.

Natürlich handeln seine Werke aus den verschiedensten Bereichen des Lebens. Aber er nennt explizit die Liebe als Inspirationsquelle. Die spiegelt sich vor allem in den Prosa-Texten wider – wie zum Beispiel im Werk „Glück“ zu erkennen ist. Dort heißt es: „Verstohlener Blick – Gänsehaut – Ein Lächeln zurück – Gefühl ist vertraut.“ Die Liebe führt also zum Glück – und umgekehrt.

Bilderserie

Die Bilder Pollheides folgen keiner Konvention. Er erklärt vielmehr, dass zum Beispiel auch Ratssitzungen und Gespräche über die Einführung einer Biotonne ihn zum Malen einer Bilderserie bewogen hätten. Aufsätze und Texte geben in seinem Kunstbuch Auskunft über die Gedanken, die sich Pollheide bei der Erstellung seiner Werke gemacht hat.

Der 68-Jährige plant darüber hinaus eine Ausstellung seiner Exponate – und zwar in heimischen Gefilden in Espelkamp. Die Pläne dazu stecken noch in den Kinderschuhen, sollen aber in der nahen Zukunft konkret entwickelt werden. Er könne sich einen Termin Ende des Jahres gut vorstellen, so Pollheide – „um den 9. November herum. Krieg und Liebe in der Kunst und in der Literatur, das passt immer ganz gut in den November hinein“.

Gastspiel

Aus dem Gastspiel zur Ausstellung könnte dann auch ein längerer Aufenthalt in Ostwestfalen-Lippe werden. Denn der Künstler spielt mit dem Gedanken, „wieder zurückzukommen“. Die wärmere Jahreszeit könne man in Ostwestfalen verbringen, die Winter dann aber doch in Spanien, sagt Pollheide, der in seinem Leben unter anderem als Banker, Dozent, Kellner und Koch tätig war.

Der 68-Jährige hat zudem eine klare Weltanschauung. Er betont, er stehe offen einer globalisierten Welt gegenüber. Der Mensch und seine Bedürfnisse müssten in diese Entwicklung aber mit eingebunden werden.

Limitierte Auflage

Die Liebe zum Schreiben hat Pollheide jedenfalls auch im Rentenalter nicht verloren. „Ich schreibe und zeichne immer noch.“ Er sei an sehr vielen Orten in dieser Welt gewesen. „Da ist immer Kunst entstanden.“ Er habe auch viele Menschen kennen gelernt, „die ein bisschen aus der Zeit gefallen sind.“ So etwas finde sich entsprechend in seinen Werken wieder.

Die beiden Bücher von Pollheide sind in streng limitierter Auflage erschienen und in der Lübbecker Bücherstube erhältlich. Als besonderes Special gibt es beim Kauf der Bücher „Silbermondmädchen“ und „Über die Fortsetzung des Geistigen in der Kunst“ signierte Drucke oder Kunstwerke dazu.

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