CDU-Politiker äußern sich zu Bildungseinrichtungen und der Stadtentwicklung
„Werden um unsere Schulen beneidet“

Espelkamp (WB). Dr. Oliver Vogt, stellvertretender CDU-Fraktionsvorsitzender, hat die SPD heftig für ihre Äußerungen zu den weiterführenden Schulen in Espelkamp kritisiert.

Samstag, 01.02.2020, 05:00 Uhr aktualisiert: 04.02.2020, 14:24 Uhr
Das Söderblom-Gymnasium ist in den 1950-er Jahren gegründet worden. An der Schule unter evangelischer Trägerschaft werden mehr als 1300 Schüler unterrichtet. Die CDU lobt sowohl die Arbeit am Söderblom wie auch die an der Birger-Forell-Sekundarschule.

„Schlechtreden“

Die SPD hatte der CDU vorgeworfen, sie habe bei der Schulpolitik Chaos hinterlassen. Dies wies Vogt während einer CDU-Pressekonferenz entschieden zurück. „Chaos? Wir werden von anderen um unsere Schulen beneidet“, sagte er. Er habe sich vor kurzem mit der Schulleiterin des Söderblom-Gymnasiums, Marie-Luise Schellong, unterhalten. Auch die habe die Äußerungen der SPD irritiert zur Kenntnis genommen.

Vogt wurde in Richtung SPD sehr deutlich: „Dieses Schlechtreden geht mir tierisch auf den Wecker“, sagte er und versprach, bei solchen Äußerungen der Opposition werde sich die CDU entsprechend beim Wähler positionieren.

Vogt sagte weiter, dass die weiterführenden Schulen in Espelkamp unter der Trägerschaft der Evangelischen Kirche – das Söderblom-Gymnasium und die Birger-Forell-Sekundarschule – viele Schüler aus den umliegenden Kommunen anziehen würden.

Evaluation

Vor wenigen Wochen hatte die Landeskirche in einer Evaluation bekannt gegeben, dass sie die beiden Bildungseinrichtungen als Träger auch weiterhin betreiben werde und die Zusammenarbeit der Schulen untereinander noch intensivieren wolle (wir berichteten).

Auf die komplette Entwicklung Espelkamps nahm Wilfried Windhorst, CDU-Fraktionsvorsitzender, Bezug und unterstrich, dass die Espelkamper Christdemokraten für eine „solide Politik stehen, vor allem auch mit Blick auf die nachfolgenden Generationen“.

Oliver Vogt regte an, dass man als Politiker das Gespräch mit den Bürgern suchen solle. Wenn man mit ihnen in Ruhe über Entscheidungen spreche, „haben sie dafür auch Verständnis“. Das „permanente Schlechtreden geht nach hinten los“, ist sich Vogt sicher.

Mit der Entwicklung Espelkamps zeigten sich Vogt und Windhorst genauso wie der CDU-Bürgermeisterkandidat Dr. Henning Vieker zufrieden. „Die Entwicklung soll so weitergehen.“

Vorarbeiten

Einen Ausblick gaben die Politiker auch. So wolle die CDU das Stadtentwicklungskonzept vorantreiben „Das jetzige ist 25 Jahre alt und überarbeitungsbedürftig“, so Windhorst. Mit dem Grünkonzept und dem Radverkehrskonzept seien notwendige Vorarbeiten geleistet worden. Windhorst sprach zudem das Mobilitätskonzept an, das ebenfalls in den Startlöchern steht. Das Bestreben der CDU sei es, dass neue Stadtentwicklungskonzept „noch in dieser Legislaturperiode anzuschieben“. Dies werde aber seine Zeit dauern, versicherte Windhorst.

Flächenverbrauch

Gespräche über einzelne Straßenzüge – wie über die Breslauer Straße im vergangenen Stadtentwicklungsausschuss – lehnte Windhorst ab. „Das darf man nicht isoliert sehen.“

Henning Vieker bestätigte zudem, dass es ihm besonders wichtig sei, das gesamte Stadtgebiet – also auch die Dörfer – beim Stadtentwicklungskonzept zu betrachten. Einen kurzen Einblick gab Windhorst bereits, mit welcher Thematik sich ein neues Konzept beschäftigen könne. Der Flächenverbrauch bei der Ausweisung von Bauplätzen und Gewerbegebieten müsse eingeschränkt werden. „In der Innenstadt müssen wir verdichten.“ Wenn dies geschehe, könne aber auch mal ein Baum fallen.

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