63-Jährige ist neue Espelkamper Stadtheimatpflegerin
Beate Henke tritt in „große Fußstapfen“

Espelkamp (WB). Das Amt des Stadtheimatpflegers ist vielfältig. Es gehört nicht nur dazu, sich mit der Geschichte des Ortes auseinanderzusetzen. Zum Beispiel steht auch die Pflege von Baudenkmälern und die Jugendpflege auf der Agenda eines Heimatpflegers.

Dienstag, 07.01.2020, 05:00 Uhr
Beate Henke ist seit dem 1. Januar neue Stadtheimatpflegerin in Espelkamp. Sie tritt die Nachfolge von Karl-Heinz Hentschel an. Am Donnerstag wird sie offiziell in ihr Amt eingeführt.

Standesbeamtin

Dies hat Karl-Heinz Hentschel nun viele Jahre für Espelkamp ausgeübt. Mit Beginn des neuen Jahres hat er sein Ehrenamt in jüngere Hände gelegt. Beate Henke wird diese Aufgabe künftig übernehmen.

Die 63-Jährige ist vielen Espelkampern sicherlich bekannt. Seit vielen Jahren ist sie die hiesige Standesbeamtin. Darüber hinaus hat sie ebenfalls seit vielen Jahren das Amt der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt inne.

Aufgabe

Und sie weiß, dass sie keine leichte Aufgabe übernimmt. Denn: „Karl-Heinz Hentschel hat große Fußstapfen hinterlassen.“ Beate Henke lebt seit 1976 in der jungen Stadt. Bevor sie die Tätigkeit als Standesbeamtin in der Verwaltung übernahm, war sie unter anderem im Sozialamt tätig.

In diesem Jahr wird die 63-Jährige am 30. Juni in den Ruhestand verabschiedet. Eigentlich hatte sie sich dann vorgenommen, „erst einmal ganz viel zu erledigen“. Die Anfrage, ob sie denn nicht vielleicht Stadtheimatpflegerin werden wolle, kam jedoch recht überraschend. „Ich hatte gar nicht damit gerechnet, dass ich Stadtheimatpflegerin werden soll.“

Arbeitskreise

Beate Henke ist sehr Kultur interessiert. Das sieht man bereits daran, dass sie bis zum Ende der Frauenkulturtage im dortigen Arbeitskreis mitgearbeitet hat. Wenig später wurde sie Mitglied im neu gegründeten Arbeitskreis Kultur 5.0.

Die 63-Jährige rührt gerne in vielen Töpfen herum, das zeigen ihre ehrenamtlichen Tätigkeiten der Vergangenheit.

Henke beschäftigt sich ebenfalls gerne mit der Geschichte Espelkamps. Ihre Nähe zum Geschichtsverein würde sich zudem gut ergänzen mit der Tätigkeit als Stadtheimatpfleger, sagt sie.

Tätigkeitsfeld

Mit ihrem neuen Tätigkeitsfeld hat sich Henke, die ebenfalls große Expertin des englischen Königshauses ist, schon auseinandergesetzt. So sei es ihr „ganz wichtig“, den Jugendlichen zu erklären, wie sich die Bevölkerungsstruktur in Espelkamp entwickelt hat. Sie wolle ihnen erläutern, woher und warum zum Beispiel die Spätaussiedler nach Espelkamp gekommen sind. In diesem Bereich würde sie gerne mit den Schulen und den Kindergärten zusammenarbeiten. „Ich finde es wichtig, dass man die Geschichte der Spätaussiedler kennt.“ Dies sei zudem eine sehr spannende und interessante Materie.

Darüber hinaus könne sie sich auch Projekte zur Integration der Flüchtlinge vorstellen und nannte im Gespräch mit dieser Zeitung das Beispiel „urbane Gärten“. „Ich weiß allerdings nicht, ob sich das realisieren lässt.“ Auch das Erscheinungsbild der Stadt sprach sie als einen wichtigen Punkt ihres Ehrenamtes an.

Whats-App

Derzeit sei ihr Vorgänger Karl-Heinz Hentschel damit beschäftigt, seine Aufzeichnungen zu sortieren. Während zu Hentschels Zeiten vor allem die Zusammenkünfte der Heimatpfleger dazu genutzt wurden, um sich untereinander auszutauschen, spielt Beate Henke mit dem Gedanken, eine Whats-App-Gruppe mit den Ortsheimatpflegern zu eröffnen. Denn es gebe zwar derzeit keine gemeinschaftlich geplanten Aktionen der Heimatpfleger in Espelkamp. „Das würde ich aber begrüßen“, sagt sie. Sie sieht sich jedoch nicht als Leiter der Heimatpfleger im Stadtgebiet.

Ein weiterer interessanter Punkt für Beate Henke ist natürlich die Geschichte Espelkamps. Das Problem dabei sei jedoch, dass bereits viele Zeitzeugen verstorben seien.

Einführung

Beate Henke ist sich sicher, dass sie dem Amt des Stadtheimatpflegers ein anderes Profil geben werde, als es ihr Vorgänger Karl-Heinz Hentschel getan hat. „Jeder macht so etwas ja auf seine Art und Weise.“

Offiziell wird Beate Henke am Donnerstag, 9. Januar, im Rathaus in ihr Amt eingeführt. Dann wird auch Uwe Lomberg als neuer Ortsheimatpfleger Gestringens begrüßt.

Gleichzeitig werden Karl-Heinz Hentschel und Karl-Friedrich Hüsemann (Ortsheimatpfleger Gestringen) offiziell aus ihren Ämtern verabschiedet.

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