Espelkamper Aufbaugemeinschaft und Designerin Petra Breuer stellen Mieterfibel vor
Hausordnung mit großem Spaßfaktor

Espelkamp (WB). Die Hausordnung ist für einen Mieter schon so etwas wie der „Leitfaden für ein problemloses Zusammenleben“. Meistens hängt dieses Schreiben jedoch relativ schmucklos im Eingangsbereich an der Wand oder wird als Anhang dem Mietvertrag beigefügt. Letztlich aber verschwindet die Hausordnung meistens ganz schnell – und wird vergessen.

Donnerstag, 02.01.2020, 20:00 Uhr
Theresa Bürger (vorne), Marlinde Steinberg, Armin Weber, Lea Ewert und Alexander Lang (alle Aufbaugemeinschaft Espelkamp) präsentieren die neue Mieterfibel. Das Büchlein veranschaulicht 19 Themen, die in keiner Hausordnung fehlen dürfen. Foto: Felix Quebbemann

Humor

Die Aufbaugemeinschaft Espelkamp sorgt jetzt dafür, dass dies nicht mehr passiert. Denn mit der Mieterfibel gibt es eine Hausordnung, die auf humorvolle Art und Weise vermittelt, welche Dinge im Haus besonders zu beachten sind.

Mit Hilfe der Diplom-Designerin Petra Breuer ist ein Büchlein entstanden, das sehr unterhaltsam illustriert, wie zum Beispiel der Müll zu trennen ist oder wie auf dem Balkon gegrillt werden darf.

„Vor einem halben Jahr haben wir die Mieterfibel veröffentlicht“, erklärt Hans-Jörg Schmidt, Geschäftsführer der Aufbaugemeinschaft. Mitarbeiter hätten die Idee gehabt. Ziel der Fibel sei es, die typischen Themen für die Mieter, die sonst immer mit erhobenem Zeigefinger angesprochen werden, auf „visuelle und humorvolle Art zu veranschaulichen“, erläutert Schmidt.

Entwürfe

Mit Petra Breuer war auch die richtige Zeichnerin schnell gefunden. Die Aufbau habe bereits des Öfteren mit Breuer zusammengearbeitet, sagt Alexander Lang vom Aufbau-Kundenmanagement. Seit nunmehr zehn Jahren gestaltet Breuer mit ihren fantasievollen Entwürfen Fassaden in Espelkamp. Da passte es bestens ins Konzept, als Breuer beiläufig fallen ließ, dass sie sich auch seit einiger Zeit mit dem Zeichnen beschäftige. Dabei lege sie immer Wert auf Details. „Ich habe für die Fibel einen sehr beliebten Retro-Stil gewählt, so dass die Bilder ein wenig an die 1950-er Jahre erinnern, dabei aber doch modern und lebendig sind“, sagt Breuer.

19 Themen

Insgesamt 19 Themen werden in der Mieterfibel behandelt. „Es sind Schwerpunkte, die immer wieder vorkommen“, sagt Schmidt.

„Über die Bilder können auch die Menschen etwas verstehen, die nicht so gut deutsch sprechen“, stellt Schmidt einen weiteren Vorteil der Fibel heraus. Die Aufbau hat zunächst eine Auflage von 5000 Stück drucken lassen.

Mit diesem Büchlein hat die Wohnungsbaugesellschaft genau ins Schwarze getroffen hat. „Die Fibel ist in Espelkamp extrem positiv aufgenommen worden“, sagt Schmidt. Aber nicht nur dort. Wohnungsunternehmen aus ganz Deutschland, aus Österreich und der Schweiz hätten sich bereits bei der Aufbau, die rund 3000 Wohnungen bewirtschaftet, nach der Fibel erkundigt. „Wir haben noch nie so viele Reaktionen erhalten“, sagt Schmidt. „Wir haben da einen Nerv getroffen.“

Die Aufbaugemeinschaft sei stolz darauf, dass sie landesweit und darüber hinaus Anstöße geben könne. Schmidt hofft natürlich, dass die Fibel nicht nur gut aussieht sondern auch ihren Effekt nicht verfehlt. Am Ende sollen sich ja die Mieter an die dargestellten Regeln halten.

Individuell

Die Mieterfibel lasse sich übrigens problemlos auf andere Wohnungsunternehmen und -genossenschaften übertragen. Sie greife nämlich nicht nur allgemeine Verhaltensregeln auf. Petra Breuer kann sie individuell übertragen. „Je nach Bedarf können die Zeichnungen ausgetauscht und die Texte geändert werden“, erläutert die Illustratorin, die auch die Rechte an der Mieterfibel besitzt.

Interessenten können sich unter der E-Mail-Adresse mail@petrabreuer.de mit der Bielefelder Illustratorin in Verbindung setzen.

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