Stadt Espelkamp veranstaltet Konzert für Ehrenamtliche im Neuen Theater Ein Dankeschön mit „Geld oder Liebe“

Espelkamp (ko). Heinz-Hermann Grube rappt zusammen mit dem Publikum. Das Sinfonieorchester Lübbecke spielt die Beatles in einer barocken Version. „Geld oder Liebe“ lautete die Überschrift des Dankeschönkonzerts in Espelkamp.

Die Stipendiaten Justus Varvaras (Violine) und Doris Winkelhaus (Oboe) haben beim Dankeschönkonzert für die Ehrenamtlichen im Neuen Theater die Zuhörer besonders begeistert.
Die Stipendiaten Justus Varvaras (Violine) und Doris Winkelhaus (Oboe) haben beim Dankeschönkonzert für die Ehrenamtlichen im Neuen Theater die Zuhörer besonders begeistert. Foto: Kokemoor

Mit zwei Arien der berühmten Oper Carmen begann der Abend. Zwei Stunden lang verwöhnten die Musiker ihr Publikum mit wahrer Spielfreude. Diese spiegelte gleichsam die Liebe wider, mit der die Ehrenamtlichen Anteil daran haben, dass Espelkamp eine lebens- und liebenswerte Stadt ist und es sich dort gut leben lässt.

Der Abend im Neuen Theater war wie gewohnt allen ehrenamtlich engagierten Bürgern der Stadt und ihrer Ortschaften gewidmet. Einen Tag vor dem „Internationalen Tag des Ehrenamtes“ sagte die Stadt mit der Stimme des Sinfonieorchesters Lübbecke den Aktiven, die sich in den Vereinen, Organisationen und Gruppen uneigennützig für ihre Mitmenschen einsetzen, im voll besetzten Theatersaal auf musikalische Weise „Danke“. Viele der Engagierten setzen sich leise und still für andere ein, ohne Gegenleistung zu erwarten.

Verlust an Lebensqualität

Heinz-Hermann Grube, Leiter des Sinfonieorchesters und Dirigent des Abends, stellte das Konzert für die Ehrenamtlichen unter das Motto „Geld oder Liebe“. Wenn es um das Ehrenamt geht, ist das doch nur eine rhetorische Frage. „Sie, liebe Bürgerinnen und Bürger, gehören zu den 15 bis 16 Millionen Menschen in unserem Land, die sich ehrenamtlich für andere in engagieren“, dankte die stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Espelkamp, Christel Senckel. „Sie übernehmen Verantwortung, gestalten die Umgebung und leisten so einen Beitrag für das Allgemeinwohl“, sagte sie. „Sie sind ein Teil dieser großen Gruppe von Menschen, ohne die es viele Bereiche des öffentlichen Lebens in unserer Stadt nicht mehr geben würde: Die Folge wäre ein Verlust an Lebensqualität.“ Christel Senckel zitierte den französischen Schriftsteller Victor Hugo: „Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber zu schweigen unmöglich ist.“

Schwungvoll, originell und gut gelaunt führte Heinz-Hermann Grube durch das unterhaltsame und vielseitige Programm. Passend zum „Postillon d’amour“ von Johann Strauß schnappte er sich zum Beispiel ein Posthorn, legte sich eine alte Posttasche um die Schulter und schritt auf der Bühne auf und ab. Das Programm war gespickt mit Liedern aus der Oper Carmen und bekannten Melodien, von Johann Strauß bis Ludwig van Beethoven. Immer lud der Orchesterleiter das Publikum zum Mitmachen ein. So spielte er vor Lehars „Gold und Silber“ ein Spiel mit den Zuhörern. Wenn Grube „Geld“ sagte, ließ er das Publikum mit „Klimper, Klimper“ antworten. Auf „Liebe“ folgte „Schluchz, Schluchz“ aus dem Saal – und das mit zunehmendem Tempo.

Stürmischer Applaus

Einen besonderen Ohrenschmaus boten Stipendiaten der Sparkassen-Stiftung, Justus Varvaras (Violine) und Doris Winkelhaus (Oboe). Sie spielten im Duett, begleitetet von weiteren Musikern, das Stück „Non posso comprami amore“ – eine von Orchestermitglied Horst Schilling umarrangierte Version des Beatles-Klassiker „Can’t buy me love“. Dafür erntete das Duo lang anhaltenden und stürmischen Applaus.

Und als Heinz-Hermann Grube aus dem Heinz-Erhardt-Lied „Zur Liebe ist es nie zu spät, auch wenn wir alt und grau sind“ klatschte das Publikum fröhlich im Takt. Im zweiten Teil des Konzertabends kamen unter anderem der „Dornröschen-Walzer“ von Peter Tschaikowsky und das Medley „Mammon und Minne“, ebenfalls von Horst Schilling. Das große Finale bildete der schwungvolle „Radetzky-Marsch“, bei dem die Besucher so begeistert und lautstark mitklatschten, dass das Neue Theater bebte.

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