Märchenbild-Freunde stellen erstes Exponat in der Innenstadt auf Der Froschkönig grüßt auf dem Anger

Espelkamp (WB). Die Märchenfiguren auf dem Grünanger haben in Espelkamp zur Weihnachtszeit eine lange Tradition. Doch seit einigen Jahren sind sie aus dem Stadtbild verschwunden – bis jetzt.

Von Felix Quebbemann
Peter Dürr (2. von rechts) und die Helfer betrachten sich das Märchenbild des Froschkönigs. Dieses sehr filigrane und zauberhafte Bild soll nun während der gesamten Weihnachtszeit bis über den Jahreswechsel hinaus in der Innenstadt stehen bleiben. Erst nach den Heiligen Drei Königen am Montag, 6. Januar, soll es wieder abgebaut werden.
Peter Dürr (2. von rechts) und die Helfer betrachten sich das Märchenbild des Froschkönigs. Dieses sehr filigrane und zauberhafte Bild soll nun während der gesamten Weihnachtszeit bis über den Jahreswechsel hinaus in der Innenstadt stehen bleiben. Erst nach den Heiligen Drei Königen am Montag, 6. Januar, soll es wieder abgebaut werden. Foto: Felix Quebbemann

Blickfang

Denn die „Freundinnen und Freunde der Märchenbilder auf dem Grünanger der Stadt Espelkamp” haben am Freitagmorgen wieder das erste, runderneuerte Märchenbild aufgestellt. Ab sofort begrüßt der „Froschkönig“ die Gäste der Innenstadt. Das Bild ist ein echter Blickfang. Peter Dürr, Initiator der Märchenbilder-Freunde, zeigte sich dementsprechend glücklich darüber, dass das erste Exponat nun steht.

Es war ein langer Weg. „Vor zwei Jahren habe ich die Initiative ergriffen“, sagte Dürr. Als die Stadt das neue Lichtkonzept für den Anger vorstellte, hat sich Dürr gedacht, dass doch auch die Märchenfiguren wieder ihren Platz auf dem bekannten Grünstreifen der Innenstadt einnehmen könnten.

„Holz-Buckel“

Ganz so einfach sollte es aber nicht werden. Denn die alten Märchenbilder waren sehr ramponiert. Sie hatten bereits etliche Jahre auf dem „Holz-Buckel“. Jürgen Heidebrecht vom Stadtmarketing habe bis zu seinem Tod immer für das Aufstellen der Bilder gekämpft. Dürr erklärte, Heidebrecht habe sich für die Märchenbilder wie ein „Löwe“ eingesetzt. Mit Heidebrechts Tod aber wurden die Märchenbilder vergessen.

Die Idee von Peter Dürr, diese Tradition wieder aufleben zu lassen, fand schnell viele Mitstreiter. So halfen unter anderem Conni Rossel, Petra Krüger, Eckhard Schneegans und Thomas Dullweber am Freitagmorgen tatkräftig mit, das neue „hochwertige Bild“ auf dem Grünanger, direkt gegenüber der Sparkasse, aufzustellen. Die Märchenbild-Freunde, die unter dem Dach des Stadtmarketingvereins beheimatet sind, hatten dabei tatkräftige Unterstützung von den Mitarbeitern des Bauhofes. Die sorgten nicht nur dafür, dass das sehr filigrane und wirklich zauberhafte Froschkönig-Bild einen festen Stand hat. Die Helfer um Bauhofleiter Uwe Kahmeyer kümmerten sich auch um die richtige Ausleuchtung.

Aufwand

Es sei schon ein gewisser Aufwand notwendig, um ein solches Exponat im öffentlichen Raum aufzustellen, erklärte Dürr. Da könne man nicht einfach an einen Verteilerkasten heran und sich Strom holen, wie er es eigentlich vorgehabt hatte, schmunzelte Dürr.

Er bedankte sich nach der getanen Arbeit bei allen Unterstützern. So zum Beispiel bei der Bäckerei Schmidt. Die Helfer erhielten von der Bäckerei Gutscheine, damit sie sich nach dem Aufstellen – im strömenden Regen – bei warmen Getränken und einem Imbiss entsprechend stärken konnten. Dürr lobte zudem die Arbeit der Schweißabteilung des Wittekindshofes im GAZ unter Leitung von Christoph Nelke. Die hätte die Verankerung am Bild produziert und angebracht.

Unterstützung

Wieviele märchenhafte Exponate in Zukunft den Anger zur Weihnachtszeit zieren werden, steht noch nicht fest. Das hänge auch ein wenig von Spenden ab, auf die die Aktion letztlich aufbaue, sagte Dürr. Es habe aber bereits einige Anfragen von weiteren Interessierten entlang des Grünangers gegeben. Und Bilder zu den Märchen von Hänsel und Gretel sowie den Bremer Stadtmusikanten sind schon in Arbeit.

Peter Dürr dankte abschließend noch Stefan Walkenhorst, Detlef Wildemann und Johann Schneider sowie dem Bürgerverein Gestringen um Präsident Addi Schaefer für ihre Unterstützung.

Wer den Märchenfreunden ebenfalls helfen will, nimmt am Besten mit Peter Dürr oder dem Bürgerverein Gestringen, der die Spenden entgegen nimmt, Kontakt auf.

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