Bilanzzahlen: Harting spricht über Klimaziele und gesellschaftliche Verantwortung „Werte für Menschen schaffen“

Espelkamp (WB). Die Harting-Technologiegruppe will „Werte für Menschen schaffen“. Dies erklärte Margrit Harting, Vorstand des Familienunternehmens, während der Bilanzpressekonferenz der Firma am Freitagvormittag. Neben den wirtschaftlichen Kennzahlen unterstrich Margrit Harting damit auch die Verantwortung des Unternehmens gegenüber der Gesellschaft.

Von Felix Quebbemann
Der Bau des Ärztehauses im Ostlandpark ist von Margrit Harting während der Bilanzpressekonferenz der Technologiegruppe Harting angesprochen worden. Das „Medici“ soll im kommenden Jahr fertiggestellt werden.
Der Bau des Ärztehauses im Ostlandpark ist von Margrit Harting während der Bilanzpressekonferenz der Technologiegruppe Harting angesprochen worden. Das „Medici“ soll im kommenden Jahr fertiggestellt werden. Foto: Felix Quebbemann

„Medici“ und Kitec

Sie sprach unter anderem den Bau des neuen Ärztehauses für die Stadt Espelkamp im Ostlandpark an. Das „Medici“ hatte vor etwa einer Woche Richtfest gefeiert. Im vergangenen Jahr sei mit dem „Medici“ begonnen worden. Die Fertigstellung sei für 2020 geplant, betonte Harting.

Die Unternehmerin sprach auch den Wettbewerb Kitec an, bei dem der Nachwuchs auf spielerische Art und Weise an die Technik herangeführt werden soll. Die Harting-Technologiegruppe sei überhaupt das einzige Unternehmen, dass die Grundschulen komplett mit den Materialien ausstatte, damit diese an dem Kitec-Wettbewerb teilnehmen könnten.

Lobend erwähnte Harting auch, dass es an den Espelkamper Schulen ausreichend Lehrer gebe, die sich mit der Technik-Thematik auseinandersetzen. Sonst wäre der Kitec-Erfolg nicht möglich. Seit 2012 hätten 1500 Kinder an dem „hoch spannenden“ Wettbewerb teilgenommen, sagte Mar­grit Harting. Und dies mache nicht nur den Kindern Spaß, sondern bilde auch die Grundlage für die Zukunft des Unternehmens. „Wir wollen das Interesse bei den Kindern wecken. Denn das ist der Nachwuchs, den wir brauchen.“ Die achte Auflage beweise auch: „In der Fortführung zeigt sich die Nachhaltigkeit.“

Besonderes Augenmerk

Die Förderung der Region liege der Technologiegruppe am Herzen. „Es muss wieder ‚in‘ sein, aufs Land zu ziehen“, stellte Margrit Harting heraus.

Ein besonderes Augenmerk legte die Unternehmerin auf das Thema Umweltschutz im Unternehmen. Margrit Harting sprach dabei den Harty-Preis an, den es seit nunmehr drei Jahrzehnten im Unternehmen gebe. Diese innerbetriebliche Auszeichnung werde unter anderem für Sauberkeit und umweltbewusstes Handeln verliehen. Und Harting betonte, dass der verantwortungsbewusste Umgang mit der Umwelt zur Philosophie des Unternehmens gehöre. „Das Thema ist bei uns eingepflanzt.“ Mit Blick auf Greta Thunberg und den Klimaschutz in der Technologiegruppe sagte die Unternehmerin: „Wir haben keine Greta, aber wir haben Dietmar.“

Der betonte, dass die Firma „Vorreiter beim Thema Umwelt“ sei. Seit 2012 gebe es eine 100 Prozent CO 2 -freie Energie in der Produktion. Darüber hinaus betonte er, dass 25 Prozent der Energie „in unseren Anlagen aus der Biomethangasanlage in Uchte stammt“. Man bringe das CO 2 -freie Unternehmen voran. Den Mitarbeitern würden E-Bikes zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus wolle man für die Werke 1 und 9 in Espelkamp im kommenden Jahr weitere Blockheizkraftwerke errichten. „Wir sind gut vorbereitet“, richtete Dietmar Harting den Blick auf die kommenden Herausforderungen beim Klimaschutz.

Klima-Erfolg

Philip Harting, geschäftsführender Gesellschafter, fügte an, dass die Technologiegruppe seit 2011/12 insgesamt 168 Tonnen an Kohlendioxid eingespart habe. Die nun vorgegebenen Klimaziele der Regierung habe die Technologiegruppe damit „seit langem erfüllt“.

Maresa Harting-Hertz, geschäftsführende Gesellschafterin, warf noch einen Blick auf das in diesem Jahr eröffnete European Distribution Center. Beim Betrieb gebe es derzeit noch einige „Kinderkrankheiten“ zu beheben. „Es hakt noch hier und da.“ Die Hochlaufphase sei in vollem Gange und sie rechnet damit, dass Anfang des neuen Jahres das Logistik-Center seine volle Performance erreichen werde.

Die Unternehmerfamilie teilte zudem mit, dass ein Ausbau des Standortes in Rahden derzeit nicht geplant sei. Es gebe in Espelkamp weiteren Bedarf an Büros. jedoch habe man in Espelkamp aber kaum noch Möglichkeiten zum Wachsen.

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