Lutz von Rosenberg Lipinsky tritt in der Alten Schule in Gestringen auf Eine humorvolle Premiere

Espelkamp-Gestringen (WB/JP). Panik, Zukunft, Politik, Soziale Netzwerke – kaum ein Thema hat der Hamburger Kabarettist Lutz von Rosenberg Lipinsky in seinem Programm »Wir werden alle sterben!« ausgelassen.

Lutz von Rosenberg Lipinsky hat bei seinem Auftritt in der Alten Schule überzeugt. In seinem Programm »Wir werden alle sterben« hat er einen Rundum-Schlag gewagt.
Lutz von Rosenberg Lipinsky hat bei seinem Auftritt in der Alten Schule überzeugt. In seinem Programm »Wir werden alle sterben« hat er einen Rundum-Schlag gewagt. Foto: Jan Lücking

Mit Humor und scharfen Spitzen in alle Richtungen hat er das Publikum in der Alten Schule bestens unterhalten.

»Auf die Zukunft im Allgemeinen gibt es nur zwei Reaktionen, entweder du sagst: ›Und wenn morgen die Welt untergeht, heute lassen wir es krachen!‹ oder du sagst: ›Komm wir legen uns wieder hin‹. Und ich habe im Augenblick den Eindruck, dass wir in Deutschland eine Stimmung haben, die ganz klar in diese Richtung weggekippt ist. Die Stimmung ist gar nicht mal mehr ›Komm wir legen uns wieder hin, sondern, komm wir bleiben gleich liegen‹«, sagte von Rosenberg Lipinsky.

Guter Besuch

In der sehr gut besuchten Alten Schule hatte niemand Zweifel daran, »dass »wir alle sterben werden«, aber dank Rosenberg Lipinsky gab es an diesem Kabarettabend trotzdem viel zu lachen. Ein Riesenspaß, wortgewandt und geistreich verband er die verschiedenen Themenbereiche miteinander und verstand es, mit dem Publikum zu kommunizieren.

In Hamburg lebend und aus Halle (Westfalen) stammend, fühlte er sich bei seinem ersten Auftritt in Vor-Gestringen sichtlich wohl auf der Bühne, versprühte trotz ernster Themen gute Laune und brachte das Publikum mit Sarkasmus und schwarzem Humor immer wieder zum Lachen. Zudem vertrat er klare Standpunkte. Das Wort »Rechtspopulismus« bezeichnete er als verharmlosenden Begriff. Anhänger dieser Weltanschauung seien »Menschen, die nur rummeckern und lediglich das Interesse haben, aus guten Zuständen schlechte zu machen«, bezog von Rosenberg-Lipinsky klar Stellung und scheute sich nicht, auch ernste Themen aufzugreifen.

Über die heutige Jugend und zum Thema Digitalisierung ließ er sich ebenfalls aus. »In den Sommerferien hat mein Sohn sechs Wochen gelegen. Ich bin irgendwann rauf zu ihm und habe gefragt, ob ich ihn wenden soll. Ja, ich hatte Angst, der liegt sich wund«.

Verabredung

»Wenn sich heute zwei Jungs verabreden bewegt sich keiner. Wenn sich heute zwei Jungs verabreden heißt das: Der eine liegt bei sich zu Hause, der andere liegt bei sich zu Hause und beide schauen sie online Youtubern dabei zu, wie die bei sich zu Hause rumliegen«.

War Lutz von Rosenberg Lipinsky schon irritiert, dass eine Frau aus dem Team der Alten Schule Gläser im Zuschauerraum polierte, sorgte der Überraschungsauftritt der beiden Nachtwächter von Schloss Benkhausen, Peter Dürr und Thomas Dullweber, am Ende eines tollen Kabarettabends noch für ein besonderes Schmankerl.

Nachtwächter

Die Nachtwächter kamen direkt von einer Nachtwanderung rund um Schloss Benkhausen.

Als Zugabe für das Publikum gab Lutz Rosenberg Lipinsky noch seltene Einblicke in sein Leben als Kabarettist auf Tournee.

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