Gelungenes Kurzfilmfestival in der Alten Gießerei – Barre überreicht Förderpreis
Goldener Spitz an »Wasser marsch«

Espelkamp (WB/JP). Die fünfte Spitziale wird in die Geschichte des Kurzfilmfestivals eingehen. Nicht nur wegen der tollen Werke, die die Zuschauer genießen durften. Das Spitziale-Team durfte sich auch über den IGS-Förderpreis freuen.

Sonntag, 06.10.2019, 17:20 Uhr aktualisiert: 06.10.2019, 17:22 Uhr
Der rote Teppich ist in der Alten Gießerei ausgerollt worden. Das Spitziale-Team und Ehrengäste haben die Jury mit Katharina Spiering (rechts), Timur Bartels (vorne, links) und Benjamin Munz (vorne, Mitte) in Empfang genommen. Aus mehr als 300 Filme musste das Spitziale-Team 18 Festival-Beiträge aussuchen. Foto: Jan Lücking

18 Kurzfilme an zwei Tagen in drei Filmblöcken lautete das Programm des Festivals.

Fünfte Auflage des Kurzfilmfestivals Spitziale in der Alten Gießerei

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Foto: Jan Lücking
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Und die Filme hatten alles zu bieten, was Kino so wertvoll macht – ob lustig, emotional berührend, ernst, actionreich oder auch politisch.

10.000 Euro Preisgeld

Einer der Höhepunkte wartete aber in diesem Jahr auf das Spitziale-Team am Samstagabend. Da nämlich verlieh die Interessengemeinschaft Standortförderung Minden-Lübbecke ihren Förderpreis an die Spitziale. Vorstandsmitglied Christoph Barre übernahm diese Ehre gemeinsam mit der stellvertretenden Bürgermeisterin Christel Senckel und dem Landrat Ralf Niermann. Barre betonte, dass die Auszeichnung alle zwei Jahre seit 1996 für herausragende Leistungen und überdurchschnittliches Engagement in der heimischen Region verliehen wird. Er ist mit 10.000 Euro Preisgeld dotiert.

Die Jury der Spitziale hatte in diesem Jahr wieder einmal die Qual der Wahl. Die Schauspieler Katharina Spiering und Timur Bartels sowie Filmproduzent Benjamin Munz waren einhellig der Meinung, dass die Filmbeiträge alle sehr hochkarätig gewesen seien und das ihnen die Juryentscheidung nicht leicht gefallen sei.

Die Gewinner

Der goldene Spitz mit einem Preisgeld in Höhe von 2000 Euro ging an den Film »Wasser Marsch«, der von Florian von Leitner (Drehbuch und Regie) eingereicht wurde. Der Film erzählt in drastischen Bildern, die Geschichte eines Vaters der inkontinent ist und mit allen Mitteln versucht, dies vor den anderen Familienmitgliedern zu verbergen.

Der silberne Spitz (Preisgeld 1000 Euro) ging an den Film » Yamina« (Regie: Tobias Mrosek), der die Abschiebung einer jungen Frau thematisiert. Über den bronzenen Spitz (Preisgeld 500 Euro) freute sich Garry Savenkov (Regie) für seine Komödie »Ein fairer Deal«.

Das Publikum hatte auch in diesem Jahr wieder die Gelegenheit, seine Favoriten zu benennen. Es votierte für die Filme: »Alternativen« (Filmblock 1), »Voice Over« (Filmblock 2), » und »I wonder« (Filmblock 3). Zum zweiten Mal wurde die Spitziale im historischen Industriegebäude mit seiner gemütlichen Eventlocation ausgerichtet.

Zusätzliche Stühle

Diese Nähe zwischen den Filmschaffenden und dem Publikum sorgt dafür, dass die Spitziale für ihren Charme von einem großen Publikum geschätzt wird. Gleich mehrere hundert Besucher ließen sich dieses Ereignis nicht entgehen. Am Samstag waren sogar zusätzliche Stühle erforderlich, um noch mehr Filmfans in die Alte Gießerei lassen zu können.

Die humorvollen Kurz-Interviews von Moderator Søren Eiko Mielke mit den Filmschaffenden zwischen den Filmen gaben der Spitziale ein besonderes Flair. Das Publikum bekam durch die vielen, kurzen Interviews interessante Einblicke in die Arbeit von Filmproduzenten, Regisseuren, Schauspielern, Synchronsprechern und anderen Filmemachern.

So erfuhr das Publikum, dass ein Kurzfilm auch schon mal in der Wohnung einer Schwester gedreht werden. Und nur die wenigsten dürften gewusst haben, dass es gar nicht so einfach ist einen Drehort zu finden, der einer Militärbasis ähnlich sieht. Ein italienisches Museum war nach einer langen und intensiven Recherche schließlich die Lösung.

Ausgewogene Mischung

»Die Rückmeldungen der Filmemacher und Zuschauer sind durchweg positiv«, zog Florian Jürgens, stellvertretender Vorsitzender, am Samstagabend eine erste Bilanz. »Ich habe es noch nie erlebt, dass die Jury so hitzig diskutiert hat bis kurz vor der Entscheidung. Ich fand es auch toll, dass das Publikum komplett anderer Meinung, als die Jury war«, sagte Jürgens, der auch erklärte, dass man bei den Filmblöcken immer auf eine ausgewogene Mischung zwischen humorvollen und ernsten Kurfilmen achte.

»Dass wir mit dem IGS-Förderpreis ausgezeichnet wurden, hat uns sehr überrascht und unser Team emotional berührt, als wir von der Auszeichnung erfahren haben«, sagte der stellvertretende Vorsitzende. »Wir werden uns nach der Spitziale zusammensetzen und im Team besprechen, was gut war und was wir vielleicht noch besser machen können und gehen schon bald in die Planung für die 6. Spitziale«, sagte Jürgens.

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