Espelkamperin fordert Verlegung einer Bushaltestelle – Stadt baut Schutzhäuschen
Ein 20-jähriges »Trauerspiel«

Espelkamp-Vehlage (WB/fq). Manuela Kelch betrachtet mit sorgenvollem Blick die Bushaltestelle an der Vehlage Straße in unmittelbarer Nähe des Hotels Alte Schule. Die Mutter macht sich deswegen Sorgen, weil an dieser Stelle morgens die Kinder auf den Bus warten müssen – ohne ein Bushaltehäuschen und direkt an einer Landstraße, auf der die Autos mit bis zu 100 Km/h an den Schülern vorbeirauschen. »Das ist ein Dilemma«, sagt die Vehlagerin.

Samstag, 05.10.2019, 20:00 Uhr
Manuela Kelch zeigt auf die Bushaltestelle, die seit 20 Jahren die Gemüter in Vehlage bewegt. Die Mutter fordert eine neue Schülerbushaltestelle in der Leverner Straße. Foto: Felix Quebbemann

Es sei das Mindeste, dass dort ein Bushaltehäuschen errichtet wird. Aber noch viel lieber würde sie eine andere Variante bevorzugen – und zwar eine Bushaltestelle für die Schüler an der Leverner Straße, in der Nähe der Hauptzufahrt zum Hotel Alte Schule. Die Begründung liefert die Mutter auch gleich mit.

Gefahr

»Auf der Leverner Straße fahren die Autos bereits sehr langsam, weil sie auf die Kreuzung mit dem Stop-Schild zufahren.« Ihr sei es unverständlich, warum in anderen Straßen gleich vier neue Buswartehäuschen entstehen würden, an der Kreuzung Vehlager/Leverner Straße aber nichts geschehe.

Manuela Kelch schätzt, dass morgens etwa zehn Kinder an der gefährlichen Bushaltestelle einsteigen müssten, um unter anderem zur Gesamtschule Hille zu kommen. Bereits seit 20 Jahren werde auf den baulichen Missstand an der Vehlager Straße hingewiesen. »Einige Eltern haben bereits aufgegeben.« Daran denkt Manuela Kelch aber nicht. Sie will, dass dieser Gefahrenpunkt entschärft wird.

Quietschende Reifen

»Quietschende Reifen haben wir hier schon oft gehabt.« Es sei ein »Trauerspiel«. In der Verwaltung habe sie schon an mehreren Stellen vorgesprochen. Auch mit Ortsvorsteher Friedhelm Meier habe sie viele Male Kontakt aufgenommen. Eine neue Bushaltestelle aber gebe es nicht, hieß es bei ihrem letzten Versuch in der Stadtverwaltung.

Die Verwaltung erklärte auf Anfrage dieser Zeitung, dass sich in der näheren Zukunft an der Stelle aber durchaus etwas ändern werde. »Es wird ein Bushaltehäuschen entstehen«, sagt Torsten Siemon, Pressesprecher der Stadt. Dies sei das Ergebnis einer Verkehrsschau, an der neben den Experten der Stadtverwaltung unter anderem auch Vertreter der Polizei teilgenommen hätten.

Absage

Die Beteiligten hätten sich die Situation angeschaut und ein Buswartehäuschen für notwendig befunden. Der Verlegung der Bushaltestelle in die Leverner Straße, wie Manuela Kelch es fordert, habe die Kommission jedoch eine Absage erteilt, sagt Siemon.

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