Gemeindezentrum feiert am Sonntag 40-jähriges Bestehen – Arbeitskreis hat getagt
»Zusammenhalt ist ein super Zeichen«

Espelkamp-Gestringen (WB/fq). Vor vier Jahrzehnten ist die Trinitatiskirche in der Lehmkuhle eingeweiht und das Gemeindezentrum in Betrieb genommen worden.

Samstag, 05.10.2019, 05:00 Uhr
Das Gemeindezentrum feiert am Sonntag den 40. Geburtstag. Ein Arbeitskreis hat sich mit den Feierlichkeiten beschäftigt. Der Arbeitskreis wird auch die Unterschriftenaktion zum weiteren Erhalt des Gemeindezentrums vorantreiben.

Dieser runde Geburtstag soll am Sonntag, 6. Oktober, gefeiert werden. »Die Trinitatis-Kirche ist für die Ortschaften Fabbenstedt und Gestringen der Mittelpunkt des evangelischen Gemeindelebens«, sagt Bernd Wlotkowski, Vorsitzender der Dorfgemeinschaft Gestringen, die Bedeutung des Gebäudes. Die Zukunft des Gebäudes ist seit einigen Wochen jedoch sehr ungewiss. Das Presbyterium um Pfarrer Klaus-Dieter Obach hat beschlossen, das Gemeindezentrum aus Kostengründen zu schließen. Daraufhin hat sich starker Widerstand in Gestringen formiert (wir berichteten).

Bedeutung

Wlotkowski erklärt die Bedeutung des Zentrums für Gestringen. »Die Trinitatis-Kirche ist nicht nur die Heimat des sonntäglichen Gottesdiensten. Es ist weit mehr. Das Kirchengebäude hat in Gestringen einen kulturellen, einen psychologischen und ganz besonders auch einen symbolischen Wert.«

Im Jahr 1966 ist das Gemeindehaus gebaut worden. Die Dorfbevölkerung wuchs in den folgenden Jahren an (heute gibt es etwa 1200 Mitglieder im Pfarrbezirk). Und so wünschte man sich eine Aufwertung des Gebäudes zur Kirche und zum Gemeindezentrum. Es entstand die Trinitatis-Kirche. Mit großem Engagement seitens der Gestringer und Fabbenstedter Gemeindemitglieder wurde der Bau unterstützt.

Zentraler Ort

Das Gemeindezentrum dient als zentraler Ort für die unterschiedlichsten Zusammenkünfte vom Gottesdienst bis zu Altennachmittagen. Aus diesem Grund stieß der Beschluss des Presbyteriums auch auf großes Unverständnis – sowohl im Förderverein des evangelischen Gemeindezentrums, der seit 14 Jahren den Bestand gesichert hat, als auch in der Dorfgemeinschaft.

Mit mehr als 170.000 Euro unterstützte der Förderverein den Erhalt des Zentrums und die Aktivitäten darin. Aktuell werden Pläne zur Rettung entwickelt und Aktionen organisiert. So wurde eine Unterschriftenaktion initiiert und Buttons gefertigt, die beim jüngsten Gottesdienst zur Silbernen Konfirmation von den meisten Gästen und auch von allen zu Ehrenden getragen wurden. Gespräche mit Kirchenkreis und Presbyterium werden gesucht und das Landeskirchenamt um Unterstützung gebeten. »Der Förderverein trifft sich in der kommenden Wochen mit dem Kirchenkreis«, erklärt Wlotkowski. Der Förderverein habe ein Konzept zur Fortführung des Gemeindezentrums erarbeitet. Dies soll dann auch vorgestellt werden.

Erstes Treffen

Am vergangenen Mittwoch traf sich zudem erstmals der Arbeitskreis »Pro Gemeindezentrum Gestringen«, sagt Wlotkowski. Dort habe man sich aufgrund der Dinglichkeit zunächst schwerpunktmäßig mit dem anstehenden 40. Gemeindezentrums-Geburtstag beschäftigt. Das war auch notwendig. Denn das Fest stand bis vor kurzem noch auf der Kippe und »wir mussten es kurzfristig noch aus dem Boden stampfen«, wie Wlotkowski dieser Zeitung gegenüber mitteilt. In einer Gemeinschaftsaktion wird es am Sonntag nun auf jeden Fall stattfinden. Das aber sei überhaupt erst durch das Engagement vieler Bürger möglich geworden, betont Wlotkowski.

Der Ablauf

Los geht es am Sonntag, 6. Oktober, um 10 Uhr mit dem Gottesdienst. Im Anschluss lädt der Förderverein zur Feier ein. Es gibt Bratwurst und Salate. Nachmittags wird eine Kaffeetafel mit Kuchen aufgebaut. Unterstützt wird der Verein von den Landfrauen, der Siedlergemeinschaft und der Dorfgemeinschaft.

Breite Ebene

»Wir haben schon etwas auf die Beine gestellt«, sagt Wlotkowski mit Blick auf die Aktionen. Mit dem Ergebnis seien alle Beteiligten hoch zufrieden. Doch weiß Wlotkowski, dass in den kommenden Wochen noch viele Arbeit vor ihnen liege. Da werde ihm aber nicht bange, sagt der Dorfgemeinschaftsvorsitzende. Denn es gebe im Ort »einen Zusammenhalt auf breiter Ebene und das ist ein super Zeichen« – vor allem mit Blick auf die Zukunft des Gemeindezentrums.

Wer ebenfalls an der Zukunft und vor allem am Erhalt des Gemeindezentrums mitarbeiten möchte, der ist eingeladen, ab sofort jeden Mittwoch im Gestringer Hof um 19.30 Uhr dabei zu sein. Dann nämlich trifft sich der Arbeitskreis.

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