Freibad-Förderung: André Stargardt kritisiert Informationspolitik in Espelkamp
Alternativen suchen

Espelkamp (WB/fq). Die erhoffte Förderung für den Umbau des Waldfreibades Espelkamp ist zunächst einmal abgelehnt worden. Dies haben sowohl die Stadtwerke AöR in Person von Klaus Hagemeier, Vorstand Stadwerke, wie auch der Vorsitzende des Betreibervereins Pro Waldfreibad, Horst Radtke; vor zehn Tagen bestätigt.

Freitag, 09.08.2019, 08:00 Uhr aktualisiert: 09.08.2019, 08:18 Uhr
Die Pläne für den Umbau des Freibades sollen nach dem Willen von André Stargardt nicht angerührt werden.

Mit Verwunderung nahm André Stargardt, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD, diese Nachricht aus der Presse entgegen. Warum die Politik von dieser Ablehnung nicht erfahren habe, wundere ihn schon sehr. Sofern der Betreiberverein Pro Waldfreibad von der Absage erfahren habe, müsse doch der erste Schritt sein, die Verwaltung – oder in diesem Falle – die Stadtwerke AöR als Eigentümerin – davon in Kenntnis zu setzen. Die könne dann alle weiteren Schritte veranlassen. Dies aber sei offensichtlich nicht geschehen. Und Stargardt machte deutlich, was er von dieser Informationspolitik hielt. »Da bin ich schon stinkig, was das angeht«, sagte er gegenüber dieser Zeitung.

Seiner Ansicht nach müssten Stadt, Verein und Politik nun bereits darüber nachdenken, wie der Umbau des Freibades zustande kommen kann, wenn es keine Förderung aus dem Topf Soziale Integration im Quartier gebe.

Föderung für Gehlenbeck

Nun müsse man versuchen, an Bundesfördermittel zu gelangen. Als Beispiel nannte Stargardt das Freibad in Gehlenbeck. Dieses habe den Zuschlag für eine Förderung aus Bundesmitteln erhalten. Man müsse nun versuchen, parallel, an diese Fördertöpfe zu kommen. »Die Förderung seitens des Bundes beträgt zwar nur 40 Prozent. Aber das ist immer noch besser als nichts.«

Die derzeit beantragte Förderung für den Umbau des Espelkamper Waldfreibades soll aus dem Topf »Soziale Integration im Quartier« kommen und beträgt 80 Prozent.

Sollte es zu keiner Förderung kommen, müsse man andere Wege gehen, so Stargardt. An dem Konzept zum Umbau dürfe nicht gerüttelt werden – schon gar nicht dürfe der Umbau verschlangt werden. »Das Konzept hat sich durchgesetzt«, so Stargardt und habe auch von allen Parteien Zustimmung erhalten.

Alternative Finanzierung

Nun, nach der abgesagten Förderung, müsse man doch über alternative Finanzierungsmöglichkeiten nachdenken. Abwegig sei laut Stargardt auch nicht, dass die Stadt den Umbau in Höhe von 3,9 Millionen Euro aus Eigenmitteln stemmt und dazu noch Hilfe von Sponsoren in Anspruch nimmt. Vieles sei denkbar und in welcher Form das diskutiert werde, ob im Verwaltungsrat AöR oder auf anderer Ebene, müsse man schauen. Dies sei auch legitim, so Stargardt.

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