Roland Glatz-Wieczorek gewinnt Skulpturenwettbewerb auf Schloss Benkhausen
»Du-Ich-Wir« landet ganz vorne

Gestringen (WB/JP). Roland Glatz-Wieczorek aus Gummersbach hat mit der Holzskulptur »Du-Ich-Wir« den dritten Skulpturenwettbewerb im Schlosspark Benkhausen gewonnen. Dieser stand unter dem Motto: »Geheimnisse«.

Donnerstag, 08.08.2019, 09:00 Uhr
Roland Glatz-Wieczorek aus Gummersbach hat mit der Skulptur »Du-Ich-Wir« die Jury überzeugt. Er gewann den ersten Preis beim dritten Skulpturenwettbewerb auf Schloss Benkhausen. Er erhielt dafür eine Urkunde und ein Preisgeld in Höhe von 1000 Euro. Foto: Jan Lücking

»Das eigentliche Geheimnis ist für mich die Entstehung einer Skulptur und nicht das Werk an sich. Ich habe meine Skulptur extra für diesen Wettbewerb hergestellt. Der Entstehungsprozess ist eigentlich ein recht schneller. Es gibt Arbeiten, da habe ich ein Bild im Kopf und versuche, dieses Bild irgendwie in die Welt zu bringen«, sagte Bildhauer Glatz-Wieczorek über seine Arbeit aus einer mehr als 300 Jahre alten Eiche aus Oderberg.

1000 Euro Preisgeld

Er freute sich über 1000 Euro Preisgeld und eine Urkunde. Die Jury, bestehend aus Klaus Herbig, Gabriele Kopp, Ursula Lübbert und Jessica Midding, war von seiner Arbeit überzeugt. Der zweite Platz wurde gleich zweimal vergeben. Über je 500 Euro Preisgeld und eine Urkunde für den zweiten Platz freute sich die Künstlerin Reni Scholz aus Köln mit ihrer Arbeit »Time Bandits«, die die Juroren faszinierte. Das Werk, bestehend aus Tonplatten auf einem Floss aus Holzstämmen aus Tonnenheide und dem Wald rund um Schloss Benkhausen, ist am Rande des Schlossinnenhofes zu finden.

Ihr Werk hat den zweiten Platz errungen. Reni Scholz präsentiert ihre Urkunde für das Exponat »Time Bandits«.

Ihr Werk hat den zweiten Platz errungen. Reni Scholz präsentiert ihre Urkunde für das Exponat »Time Bandits«. Foto: Jan Lücking

Reni Scholz betonte in ihren Ausführungen, dass ein ähnliches Werk bereits für das Stadtmuseum in Siegburg entstanden ist und das es ihr wichtig sei, Material aus der Umgebung zu verwenden und einen Ortsbezug zu haben. »Von Gegenständen, die ich am Wegesrand finde, aber zum Beispiel auch in der Zeche Zollverein, fertige ich Tonabdrücke an und platziere sie auf einem Floss, dass dann in die imaginäre Zukunft reist«, sagte Scholz. Sie betonte, dass sie damit die Vorstellung verbindet das zukünftige Generationen vielleicht einmal die Tonabdrücke finden und erforschen könnten. Ebenfalls den zweiten Platz belegte Bildhauer Alexander Gierlings aus Hannover für seine Arbeit »Ausgeliefert – TAtet den PÖpst«.

Der Künstler war bei der Preisverleihung selbst nicht anwesend, kann sich aber ebenfalls über 500 Euro Preisgeld und eine Urkunde freuen.

Erfahrungsschätze

Die Veranstalterin des Skulpturenwettbewerbs, Angelika Gauselmann, führte mit einer Präsentation selbst durch die Preisverleihung und ließ dabei die teilnehmenden Künstler und Jurymitglieder zu Wort kommen. »Wir haben alle auf ganz unterschiedliche Art und Weise mit Kunst und Kultur zu tun. Wir besitzen unterschiedliche Erfahrungsschätze, haben andere Sehgewohnheiten und Ästhetik-Empfindungen«, sagte Jurorin Jessica Midding über die Arbeit der Jury.

Fotos und Videos veranschaulichten den mitunter sehr aufwändigen Aufbau der großen Skulpturen im Schlosspark. Mit vereinten Kräften und dem Einsatz eines Traktors wurden die größeren Werke in die gewünschte Position gebracht. Insgesamt beteiligten sich neun Künstler aus dem gesamten Bundesgebiet an dem Wettbewerb.

Ausstellung bis 16. August

Die Skulpturen sind noch bis zum 16. August im Schlosspark zu besichtigen und einige der Werke werden auch noch länger im Schlosspark zu finden sein. »Die Preisträger haben die Möglichkeit ihre Arbeiten, abhängig von den Wetterbedingungen, bis zum Jahresende hier im Schlosspark zu präsentieren«, sagte Angelika Gauselmann.

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