Ferienspielkinder beschäftigen sich in Espelkamp mit ausgedachten Kriminalfällen
Spannende Detektivarbeit

Espelkamp (WB/ko). Rätsel lösen, Geheimschriften entschlüsseln, Spuren sichern, Beweise sichern, tarnen und verfolgen und schließlich den oder die Täter suchen: 25 Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren besuchen seit Ferienbeginn im Espelkamper Nachbarschaftszentrum im Erlengrund (NBZ) wieder interessante, aufregende und fesselnde Ferienspiele.

Samstag, 03.08.2019, 08:00 Uhr
Susanne Flage-Brune bastelt mit den Ferienspielkindern Periskope.Sie ermöglichen es, um die Ecke zu schauen. Am Ende haben die Kinder viele Utensilien für einen Detektivkoffer zusammen, darunter auch eine magische Lupe. Foto: Andreas Kokemoor

Und die waren wieder mehr als nur eine Alternative zum Urlaub an der See oder in den Bergen. »Club der Detektive, Krimi-Spaß für Mädchen und Jungen« lautete die Überschrift. Elke Schwabedissen, Leiterin des NBZ, und ihre Helferinnen weckten den detektivischen Spürsinn der Kinder. In zwei Wochen wurden sie regelrecht zu »Emil und die Detektive«, »TKKG« oder den »Drei Fragezeichen« und hatten so manche kriminalistische Nuss zu knacken.

Bösewicht malt Hinweis an die Wand

Jeder Tag brachte neue Rätsel. Julian, Lion und Dre entzifferten mit Argusaugen die Gaunerzinken, die scheinbar ein Bösewicht an die Wand vor dem NBZ gemalt hat. »Nichts zu holen«, »Vorsicht Hund« und »Schnell abhauen« enträtselten sie nach ihrer Vorlage. Finn hatte eine magische Geheimagenten-Lupe mit roter Folie gebastelt. »Damit kann ich Zeichen und Buchstaben in blauer Schrift entschlüsseln, die auf einem weißen Zettel stehen, bei dem jemand versucht hat, die Notizen durch rote Störmuster unleserlich zu machen«, erklärte er.

Der Achtjährige war nicht das erste Mal Teilnehmer der Ferienspiele im NBZ. Er liebt die Gemeinschaftserlebnisse in der Gruppe. So bildeten sich Detektivclubs, die morsen und lauschen lernten, aber ebenso auch trainierten, sich ohne Sicht zurechtzufinden.

Die Kinder bauen sich das Detektiv-Zubehör selbst

Zusammen mit Susanne Flade-Brune bauten die Kinder sogar Periskope mit der die Detektive aus der Deckung und um die Ecke schauen konnten. Julian war einer der ersten, der eines fertig hatte. »Es funktioniert. Perfekt«, sagte er. Und dennoch hatte jeder Junge und jedes Mädchen die Gelegenheit, selbstständig und kreativ zu experimentieren und in die Arbeit eines kleinen Ferienspiel-Detektivs einzusteigen und sich mit dem nötigen Wissen und Equipment auszustatten. Jedes Kind bastelte sich seinen eigenen Detektivkoffer und stellte sich seine Ausrüstung wie Ausweis, Ausweishülle, Lupe und magische Lupe und natürlich Stift und Notizheft zusammen.

Die Denkaufgaben beim Lösen des Kriminalfalls forderten auch Elke Schwabedissen. So sehr, dass sie den freien Mittwoch fast schon mehr herbeisehnte als die Kinder, wie sie schmunzelnd gestand. Denn am Mittwoch stand Abkühlen am See mit Planschbecken und Wasserschlauch auf dem Plan.

Punkt für Punkt haben sich die Kinder erspielt und alle Aufgaben gelöst. Die Ferienspiele endeten mit einer Übernachtungsaktion.

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