Hauptkommissar Sven-Otto Deubel (48) ist neuer Wachleiter in Espelkamp »Ein toller und faszinierender Beruf«

Espelkamp (WB). Sven-Otto Deubel kennt sich an seinem neuen Arbeitsplatz schon gut aus – obwohl er erst vor wenigen Wochen seinen Dienst angetreten ist. Er ist der neue Wachleiter in Espelkamp.

Von Felix Quebbemann
Sven-Otto Deubel ist seit Ende Mai neuer Wachleiter in Espelkamp. Der 48-Jährige ist verheiratet und Vater von drei Söhnen. Er wohnt in Gehlenbeck und kennt daher die Region sehr gut. Seine Ziele hat er auch benannt.
Sven-Otto Deubel ist seit Ende Mai neuer Wachleiter in Espelkamp. Der 48-Jährige ist verheiratet und Vater von drei Söhnen. Er wohnt in Gehlenbeck und kennt daher die Region sehr gut. Seine Ziele hat er auch benannt. Foto: Felix Quebbemann

Polizisten zu werden, das sei schon als Kind sein großer Wunsch gewesen. »Es ist ein toller faszinierender Beruf«, sagt der 48-Jährige. »Man hat viel mit Menschen zu tun. Das fand ich schon immer gut. Ich konnte mir nicht vorstellen, in einem Büro oder in einem Betrieb zu arbeiten.« Das »Streife fahren« habe ihn ebenfalls schon immer fasziniert.

Lokalkolorit

Deubel ist kein Unbekannter in der Region. Er ist in Rahden geboren, wuchs in Lübbecke auf und wohnt in Gehlenbeck. Seine Ausbildung als Polizist hat er im Alter von 17 Jahren begonnen. »Nach der Ausbildung war ich in Brühl und Köln im Einsatz.« Deubel, der heute Hauptkommissar ist, kam dann aber wieder zurück, um an die Fachhochschule Bielefeld öffentliche Verwaltung zu studieren. Im Anschluss wurde er zur Autobahnpolizei abkommandiert, um danach auf der Polizeiwache in Minden zu landen. Dort war er bis 2017 als Dienstgruppenführer tätig. Im Verkehrskommissariat war Sven-Otto Deubel stellvertretender Leiter. »Als die Espelkamper Stelle ausgeschrieben war, habe ich den Zuschlag bekommen.«

Chance ergreifen

Es lag für ihn nahe, diese Chance zu ergreifen. Denn sie liegt für den Hauptkommissar in unmittelbarer Nachbarschaft. Sven-Otto Deubel hat die Entwicklung der Stadt verfolgt. »Espelkamp hat sich toll entwickelt, was man sieht und auch wahrnimmt.« Die Häuser wären früher grau gewesen, jetzt seien sie bunt. Espelkamp gebe ein positives Bild ab und sei »einfach schön grün«. Schon vor seiner Ankunft in Espelkamp pflegte Deubel enge Beziehungen nach Espelkamp. Sein jüngster Sohn spielt Fußball bei Preußen Espelkamp. Im Atoll habe er zudem schon so manchem Kindergeburtstag mitgefeiert.

Deubel ist ein sportlicher Mensch. Das hat sich auch beim Gang durch die Polizeiwache bemerkbar gemacht. »Im Keller habe ich ein Dienstfahrrad entdeckt.« Er hat es wieder flott gemacht, um danach per Rad die Stadt zu erkunden. Er schätzt die kurzen Wege. Den zum Rathaus legt er gerne strampelnd zurück.

Als er seinen Dienst angetreten hat, ist er aber auch einmal ins Auto eingestiegen, um sein komplettes Einsatzgebiet abzufahren und es auf diese Weise kennenzulernen: »Die Ausdehnung ist gigantisch. Seit 2017 gehört ja auch Stemwede dazu.« Das sei schon eine Herausforderung.

Trend bei den Kriminalstatistiken zu erkennen

»Im Verkehrsbereich sind bei den Unfällen deutliche Steigerungen festzustellen« – unter anderem bei den Fahrradfahrern. Viele Senioren steigen auf Pedelecs um. Mit den E-Scootern müssen wir mal abwarten, wie sich das entwickelt.« Aus Sicht von Deubel ist es dringend geboten, die Unfallzahlen zu verringern. Er wisse aus seiner Zeit in Minden, wie viel Leid ein schwerer Verkehrsunfall mit sich bringen kann.

Bei der Kriminalitätsstatistik sei ebenfalls ein Trend abzusehen. »Die Fallzahlen gehen nach unten, die Aufklärungsquote steigt.« Diese Entwicklung müsse fortgesetzt werden. Dabei sei ihm bewusst, dass ein Fall wie jener von der Drogenküche in Börninghausen jederzeit auch andernorts – also auch in Espelkamp – möglich ist. Aus diesem Grund nehme sein Team derzeit ländliche Häuser und Gehöfte verstärkt in den Blick. Die Beamten würden genau hinschauen, ob dort womöglich ungewöhnliche Dinge geschehen.

Sven-Otto Deubel triff in »große Fußstapfen«

Einen großen Dank zollt Sven-Otto Deubel seinem Vorgänger Andreas Jürgensmeyer , der »große Fußstapfen« hinterlassen habe. Mit ihm habe er sich vor Aufnahme seiner neuen Tätigkeit intensiv unterhalten. Mit einem neuen Leiter würde sich immer auch etwas ändern. Deubel weist darauf hin, dass nicht nur er neu in Espelkamp ist. Auch sein Team sei vor kurzem stark verjüngt worden. Darüber hinaus gebe es auch eine junge Nachwuchspolizistin mit Migrationshintergrund.

Die von vielen immer wieder angesprochenen besonderen Strukturen in Espelkamp sind für Deubel eher Tagesgeschäft. Viele Zugezogene lebten mittlerweile in zweiter oder dritter Generation in Deutschland. »Da gibt es keine Probleme mehr«, sagt Deubel. Dank seiner beruflichen Tätigkeit in Köln habe er zudem erfahren, was es bedeute, in einer Großstadt zu arbeiten, in der zahlreiche Menschen unterschiedlicher Herkunft lebten.

Feierabend

Wenn Sven-Otto Deubel Feierabend hat, kann er bestens abschalten. Dafür sorgt unter anderem seine Familie – seine Ehefrau und seine drei Söhne. Gerne schnürt sich Deubel die Laufschuhe und joggt im Wiehengebirge. »Das liegt ja vor der Haustür.« Früher hat er auch gerne Fußball gespielt und zuletzt den Nachwuchs trainiert. Dies aber habe er nun an den Nagel gehängt.

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