Stadtentwicklungsausschuss: Pläne für Biberteich-Umgestaltung vorgestellt
Wohlfühloase am Eulenspiegel

Espelkamp (WB). Der Biberteich-Park wird in den kommenden Jahren weiter aufgewertet. Denn für 382.000 Euro soll der Bereich im Osten umgestaltet werden. Ziel dabei ist vor allem, eine direkte Wegeverbindung vom Frotheimer Weg zur Thomaskirche und damit zur Innenstadt zu schaffen.

Freitag, 05.07.2019, 04:03 Uhr aktualisiert: 05.07.2019, 04:20 Uhr

Daniela Niederdeppe aus dem Bereich Stadtplanung der Verwaltung stellte die ersten Pläne jetzt im Stadtentwicklungsausschuss vor. Die Maßnahme falle in das Handlungskonzept Soziale Stadt. Von den 382.000 Euro müsse die Stadt 20 Prozent übernehmen. Der Rest werde aus Fördermitteln finanziert.

Hauptweg

Die Ideen für die Umgestaltung sind schon recht konkret, wie Niederdeppe in der Sitzung ausführte. Demnach soll unter anderem der Hauptweg in asphaltierter Form angelegt werden. Die Breite des Weges soll etwa drei Meter betragen. Zudem soll er etwas verlagert werden.

Damit trägt man unter anderem der Stadtentwicklung Rechnung. Denn schon sehr bald wird das Seniorenheim am Frotheimer Weg fertiggestellt sein (wir berichteten). Und somit haben die Bewohner künftig die Möglichkeit, fußläufig die Innenstadt zu erreichen. Darüber hinaus ist der Bereich Biberteich ebenfalls ein Schulweg für viele Kinder.

Niederdeppe führte weiter aus, dass der Park ebenfalls, wie im Westen, offen gestaltet werden solle. Der vorhandene Bachlauf solle ausgeweitet werden, ebenso der Uferbereich. »Die Attraktivität des Eulenspiegelplatzes soll erhöht werden«, erklärte die Verwaltungsexpertin.

Verschiedene Vorschläge

Anfang des Jahres hat es bereits einen Bürgerworkshop gegeben, bei dem verschiedene Vorschläge zur Gestaltung gesammelt wurden. Niederdeppe erläuterte weiter, dass man sich so genannte Pauseninseln vorstellen könne, ebenso wie Sitztreppen. naturnahe Fitnessgeräte sowie Liege- und Sitzbänke. Die Verwaltungsexpertin erklärte, es werde in jedem Fall einen Bereich für Bewegung geben.

Auch eine Anregung vom Kinder- und Jugendbeirat sei gerne aufgenommen worden. »Es werden Fahrradanlehnbügel installiert.« Vorstellbar seien auch runde Findlinge, platziert im Wasserbett. Dies seien aber erstmal Gedankenspiele. Die Rodellbahn soll darüber hinaus ebenfalls aktiviert werden.

Angsträume

Sie machte deutlich, dass der neu gestaltete Bereich frei von Angsträumen sein solle. Das bedeutet, dass der Wildwuchs in jedem Fall gelichtet wird. Einige Bäume müssten für die Umgestaltung weichen. Es sei aber ein geschützter Bereich, so Niederdeppe. Starke Bäume sollen stehen bleiben. »Es ist ein Wald und es soll auch ein Wald bleiben.«

In diesem Zusammenhang ergänzte Fachbereichsleiter Thorsten Blauert im Hauptausschuss am Mittwochnachmittag, dass zahlreiche Bäume im Park rot markiert seien. Die seien krank und müssten gefällt werden. Es seien auch mehr Bäume als erwartet, fügte er an. Bei vielen Pflanzen sei die Krone bereits abgestorben, auch wenn die Äste unterhalb der Krone noch gesund aussähen.

Niederdeppe stellte die Zeitschiene für das weitere Vorgehen am Biberteich vor. Demnach soll die Ausführungsplanung noch in diesem Jahr vorliegen. Auch die Ausschreibung für die Arbeiten soll noch in diesem Jahr erfolgen. Mit der Fertigstellung wird bis Ende 2020 gerechnet.

Beleuchtung

Der Bereich des Biberteichs wird durch die Maßnahme noch weiter aufgewertet und erfüllt dann auch durch die Neugestaltung die Funktion des »Grünfinders Ost«, die ihm bereits zugeschrieben wurde. Von den Planern wurde dem Park damit eine entscheidende Rolle als »Grüne Lunge« der Stadt zugeschrieben.

Die Politiker richteten ihr Hauptaugenmerk unter anderem auf die Beleuchtung. Gerd Braun (SPD) erklärte, es sei ein Schulweg. »Und da sollte die Beleuchtung schon gut sei.« Florian Craig (Grüne) machte den Vorschlag, vielleicht mal ein autonomes Leuchtsystem auszutesten. Diese würde dann phasenweise aktiviert, sobald Besucher durch den Park laufen würden.

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