»Nacht der Komödianten«: Arbeitskreis hat sich bereits zweimal getroffen
Entscheidung nach den Sommerferien

Espelkamp (WB). Die große Kultur in der Stadt macht Sommerpause. Die Alte Schule wie auch das Neue Theater haben am vergangenen Wochenende ihre letzten Shows vor der heißen Jahreszeit ausgerichtet. Wenn man aber von der große Kultur spricht, darf eine Veranstaltung in Espelkamp nicht fehlen – die »Nacht der Komödianten«.

Dienstag, 07.05.2019, 04:00 Uhr
Die Zukunft der »Nacht der Komödianten« – hier das Duo Tébé und Leiste – ist noch immer ungewiss.

Die aber liegt derweil noch im Dornröschenschlaf. Ob die »Nacht« wachgeküsst wird, hängt von einem Arbeitskreis (AK) ab. Der soll die Veranstaltung nämlich zukunftsfähig machen und hat sich bereits zweimal getroffen.

Varieté-Zukunft

André Stargardt, Kulturausschuss-Vorsitzender, erklärte gegenüber dieser Zeitung, dass sowohl er wie auch Torsten Siemon, Sachgebietsleiter Kultur in der Stadtverwaltung, dem Arbeitskreis einige Möglichkeiten vorgestellt haben, damit die »Nacht« eine Zukunft hat. Diese hängt aber vor allem am finanziellen Faden. Denn aufgrund der Kostenentwicklung wurde die Zukunft der dreitägigen Varieté-Veranstaltung politisch in Frage gestellt (wir berichteten).

Stargardt und Siemon haben in den zwei AK-Sitzungen deutlich gemacht, dass sich an den Kostenentwicklungen für die Veranstaltungsreihe an einigen Stellschrauben nicht drehen lasse.

30.000 Euro

Im Haushalt, so Stargardt, seien für die Veranstaltung 30.000 Euro eingestellt. Dieser Betrag habe sich seit Jahren nicht geändert, so Stargardt. Es werde unter anderem nicht berücksichtigt, dass sich sowohl die Kosten für die benötigte Technik wie auch die Gagen für die Künstler über die Jahre erhöht hätten. Daher müsse die Politik – denn die entscheidet letztlich über die Zukunft der Komödianten-Nacht – zwei Entscheidungen treffen, so Stargardt. Will man erstens das Varieté weiter führen und wie viel sei einem dies zweitens überhaupt wert. Die in dem Haushalt eingestellte Summe jedenfalls, so Stargardt, reiche nicht aus, um das Konzept wie in der Vergangenheit fortzuführen.

Daher müsse man sich im Falle einer gleichbleibenden Summe überlegen, ob man die »Nacht« an einem anderen Ort und dann nur an einem Abend ausrichtet. Dies hatten Siemon und Stargardt bereits vorgestellt. Da würde sich dann nur das Neue Theater anbieten. »600 Gäste an einem Tag – dann gehe ich ins Theater«, unterstrich Stargardt. Dies könne dann klar kalkuliert werden.

Alternativen

Oder man bleibe im Bürgerhaus. Da werde sich der technische Aufwand – wie in der Vergangenheit auch – finanziell deutlich bemerkbar machen. Geld sparen gehe da nur, wenn man zum Beispiel von drei auf zwei Tage zurückgeht. Stargardt hat auch eine persönliche Präferenz und äußerte die gegenüber dieser Zeitung. »Die richtige Atmosphäre und das richtige Flair für ein Varieté gibt es nur im Bürgerhaus«, machte Stargardt deutlich.

Es stehe zudem auch die Frage im Raum, ob die Organisation der Komödianten-Nacht weiterhin in die Hände von Stargardt und seinen ehrenamtlichen Helfer gelegt werde, oder ob man eine professionelle Agentur damit beauftrage.

Entscheidung im Sommer

»Es gibt viele Dinge, die berücksichtigt werden müssen«, erklärte André Stargardt. Es sei nicht so einfach, sich damit auseinanderzusetzen.

Aber die Zeit drängt ein bisschen. Wenn nämlich die »Nacht der Komödianten« im kommenden Jahr wieder den Kulturkalender der Stadt Espelkamp bereichern soll, »muss nach den Sommerferien eine politische Entscheidung herbeigeführt werden«, betonte Stargardt.

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