Am Schloss Benkhausen ist ein neuer Storchenhorst errichtet worden
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Espelkamp-Gestringen (WB). Normalerweise betreut Richard Grobecker, Leiter des Immobilienbereichs bei der Gauselmann-Gruppe, ganz andere Bauprojekte, wie zum Beispiel den Umbau von Schloss Benkhausen oder den Bau des neuen Bürogebäudes in der Merkur-Allee in Espelkamp. Doch sein jüngstes Projekt ist eine Premiere für ihn: das Aufstellen eines Storchenhorstes.

Samstag, 02.03.2019, 07:00 Uhr
Dirk Christiani verschraubt die neue Nisthilfe für Weißstörche nahe dem Rundwanderweg am Schloss Benkhausen mit dem Pfahl. Sie wurde aus witterungsbeständigem Eichenholz in der Amtstischlerei des Kreises Minden-Lübbecke gefertigt.

Gemeinsam mit Dirk Christiani und Sandra Hülsmann vom Amt für Gebäude und Liegenschaften beim Kreis Minden-Lübbecke hatte Richard Grobecker im Auftrag der Unternehmerfamilie Gauselmann alle notwendigen Vorbereitungen für die Aufstellung eines neuen Brutplatzes für ein Storchenpaar in die zuständigen Wege geleitet. »Auch für die Aufstellung eines Storchenhorstes muss ein offizieller Bauantrag gestellt werden«, sagt Richard Grobecker. Allerdings sei das Genehmigungsverfahren völlig reibungslos verlaufen, lobt er die gute Zusammenarbeit mit dem Bauamt. Ende Februar wurde die rund 50 Kilogramm schwere Nisthilfe auf den zehn Meter hohen Pfahl im renaturierten Umfeld des Gestringer Bachs gesetzt und verschraubt.

Unterstützung für die Nestbauer

Unterstützung und Beratung erhielten die Nestbauer vom Aktionskomitee »Rettet die Weißstörche im Kreis Minden-Lübbecke«. Der Verein engagiert sich seit 1987 für den Weißstorch, dessen Population zu der damaligen Zeit auf nur noch drei Brutpaare in ganz Nordrhein-Westfalen geschrumpft war. Im vergangenen Jahr nisteten allein im Mühlenkreis 74 Paare in entsprechenden Horsten.

Die Nisthilfe wurde aus witterungsbeständigem Eichenholz in der Amtstischlerei des Kreises gefertigt. Ganz früher, erinnert sich Dirk Christiani, der pro Jahr an mindestens zwei Aktionen dieser Art beteiligt ist, habe man auch alte Wagenräder verwendet. Doch die gäbe es heute kaum noch. »Mit der Renaturierung und Umgestaltung des Terrains rund um den Gestringer Bach haben wir dem zukünftigen Storchenpaar ein ideales Lebensumfeld geschaffen«, sagte Richard Grobecker.

Aussichtspunkt Storchenblick

Die Naturfläche mit Blänken entlang des Flusslaufs war im vergangenen Jahr entstanden, als der zwei Kilometer lange Rundwanderweg um Schloss Benkhausen angelegt wurde. Einige Störche wurden aktuell bereits im Kreis gesichtet. »Die haben vermutlich in Spanien überwintert«, sagte Fachmann Christiani. Die meisten Paare befänden sich aber noch auf der Rückreise aus ihrem Winterquartier in Afrika. Ihre Ankunft wird für Anfang April erwartet.

Der neue Storchenhorst ist gegenüber dem Aussichtspunkt Storchenblick auf dem Rundwanderweg am Schloss Benkhausen.

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