Jahresschlussdienst der Espelkamper Feuerwehr – Drei Blauröcke verabschiedet
Einsatzzahlen auf hohem Niveau

Espelkamp (WB). Die Espelkamper Feuerwehr kann mit 190 Mitgliedern einen Rekordwert verzeichnen. Dies stimmte nicht nur Wehrführer Reiner Hußmann während des Jahresschlussdienstes am Sonntagvormittag im Bürgerhaus glücklich.

Montag, 04.02.2019, 05:00 Uhr
Jan-Dirk Jungvogel (3. von links) und Karl-Heinz Göbel (3. von rechts, mit Ehefrau Renate) sind aus dem aktiven Dienst der Espelkamper Feuerwehr entlassen worden. Es gratulierten: Reiner Hußmann (von links, Leiter der Feuerwehr), Arthur Wall (Vorsitzender des Sicherheitsausschusses), Thomas Podschadly (stellvertretender Kreisbrandmeister), Michael Dresing (stellvertretender Leiter der Feuerwehr), Bürgermeister Heinrich Vieker und Jörn Stratmann-Sablotny (stellvertretender Leiter der Feuerwehr). Foto: Felix Quebbemann

»Die Personalentwicklung ist mehr als erfreulich«, sagte auch Bürgermeister Heinrich Vieker, der als Ehrengast unter anderem mit dem stellvertretenden Kreisbrandmeister Thomas Podschadly der Versammlung beiwohnte.

Bedenklich

Doch Vieker konnte leider nicht nur auf positive Entwicklungen eingehen. Bedenklich stimmte ihn der hohe Wert bei den Einsätzen. Da gab es zwar einen Rückgang im Vergleich zum Vorjahr um vier Prozent. Doch mit 290 Einsätzen insgesamt im Jahr 2018 habe sich die Zahl doch auf einem hohen Niveau eingependelt. Zu bedenken sei darüber hinaus, dass im Jahr 2017 die Feuerwehr so häufig alarmiert wurde, weil es eine lange andauernde Brandstiftungsserie gegeben hatte (wir berichteten). Vor diesem Hintergrund klammerte Vieker den Wert aus dem Jahr 2017 aus und bilanzierte, dass es 2018 den »mit Abstand höchsten Wert der vergangenen zehn Jahre gegeben hat«.

Vieker-Vergleich

Als größten Einsatz im vergangenen Jahr stellten sowohl Hußmann wie auch Vieker den Brand in der Thomaskirche heraus. »Wenn der Turm der Thomaskirche brennt, ist das zu vergleichen mit einem Brand der Freiheitsstatue in New York oder einem Brand von Big Ben in London«, zog Vieker einen Vergleich. Es sei der Feuerwehr zu verdanken, dass der Turm nicht eingestürzt sei.

Lobend erwähnte der Bürgermeister bei diesem Großbrand die Zusammenarbeit der Espelkamper mit den Feuerwehren aus der Umgebung – wie zum Beispiel Lübbecke, Petershagen und Minden. »Die nachbarschaftliche Hilfe funktioniert hervorragend.«

Neuer Rüstwagen

Vieker ging auf die Verabschiedung des Brandschutzbedarfsplans im vergangenen Jahr ein und erklärte, dass die Stadt in Sachen Investitionen »ganz kräftig am Ball« sei. Der neue Rüstwagen für den Löschzug Mitte sei beauftragt. Das Boot für die Gestringer Löschgruppe werde voraussichtlich noch Ende dieses Monats geliefert. Das Rettungszelt sei bereits eingetroffen. »Die Ausschreibung für das neue HLF 20 (Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug, Anm. d. Redaktion) erfolgt noch im Frühjahr«, erklärte Vieker.

Ehrenabteilung

Während des Jahresschlussdienstes wurden drei Feuerwehrkameraden aus dem aktiven Dienst entlassen. Ludwig Link ist nach 47 Jahren aktivem Dienst in die Ehrenabteilung verabschiedet worden. Für 43 Jahre erhielt Karl-Heinz Göbel eine Urkunde und wurde ebenso in die Ehrenabteilung der Espelkamper Wehr übernommen wie Jan-Dirk Jungvogel, der 42 Jahre aktiven Dienst verzeichnen konnte.

Beförderungen

Zur guten Tradition gehört es auch, während des Schlussdienstes Beförderungen auszusprechen. Ernannt zum Feuerwehrmann wurden: Alexander Fröse, Florian Holsing, Mathias Lieberwirth, Niklas Lohmeier, Christian Schmitt, Renè Vögeding, Marie-Christin Zerbe und Jan-Luca Zimmermann.

Beförderungen zum Oberfeuerwehrmann gab es für: Maik Kuhn, Ricco Maurice Radtke und Jan-Philipp Rotter. Neue Unterbrandmeister sind: Yannick Bünemann, Jennifer Hauptfleisch, Dennis Holsing, Christian Kleine, Timon Kolwes und Nils-Hendrik Räfle.

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