Verwaltung spricht über Sanierungsmaßnahmen auf den drei städtischen Ruhestätten
Friedhöfe haben Priorität

Espelkamp (WB). Die Situation um die Friedhöfe in Espelkamp ist im vergangenen Jahr sehr emotional diskutiert worden – sowohl von Politik und Stadtverwaltung wie auch von der Bürgerschaft.

Samstag, 02.02.2019, 05:00 Uhr
Die Stadtverwaltung will sich im Bereich der Friedhöfe modern aufstellen, wie Bürgermeister Heinrich Vieker erklärte. So soll unter anderem mit Hilfe eines externen Architekten eine Friedhofsentwicklungsplanung aufgestellt werden. Foto: Archiv

Die Stadtverwaltung wird dem Thema in diesem Jahr eine hohe Priorität einräumen, wie Björn Horstmeier, Kämmerer und zuständig für das Friedhofswesen in der Stadt, bei der Jahrespressekonferenz der Stadt mitteilte.

Augenmerk

Es seien für diverse Maßnahmen Mittel in den Haushalt eingestellt worden. »Auf dem Waldfriedhof sollen die Toiletten saniert werden.« Zudem, so Horstmeier weiter, würden die Anlagen barrierefrei angelegt.

Ein weiteres Augenmerk wird die Verwaltung auf den Friedhof in Frotheim legen. »Wir werden dort die Wasserstellen erneuern«, so Horstmeier. Bürgermeister Heinrich Vieker ging auf die Rasenwege ein. Die seien immer ein »ganz besonderes Thema«. Die Rasenwege, so Horstmeier weiter, sollten zunächst einmal mit Hilfe einer Walze von Unebenheiten befreit werden. Darüber hinaus solle ein Leichenwaschraum eingerichtet werden. Auf dem Friedhof in der Altgemeinde werde die Einrichtung pflegefreier Grabstätten ermöglicht. Horstmeier sprach in diesem Zusammenhang von Urnen- und Rasengräbern mit Stelen. Damit habe man ein identisches Angebot an Grabarten auf allen drei Friedhöfen, sagte er.

Arbeitskreis eingerichtet

Der Kämmerer erläuterte, dass dies nicht die alleinigen Ideen der Stadtverwaltung seien. Vielmehr habe man zum Ende des vergangenen Jahres einen Arbeitskreis eingerichtet, der am 3. Dezember seine erste Sitzung gehabt habe. Dieser Arbeitskreis hatte sich im Zuge der Auseinandersetzung rund um die städtischen Friedhöfe gegründet.

Die Thematik wurde im vergangenen Jahr emotional diskutiert, als viele Bürger die Anschreiben der Verwaltung heftig kritisiert hatten. Dort wurden die Bürger unter anderem sehr forsch aufgefordert, ihre Grabstätten entsprechend der Friedhofssatzung zu gestalten (wir berichteten).

Berechtigte Kritik

Björn Horstmeier unterstrich während der Pressekonferenz noch einmal deutlich, dass die Kritik seitens der Bürger »berechtigt war«. Er führte weiter aus, dass die Friedhofssatzung der Stadt »in die Jahre gekommen sei« und man eine Friedhofsentwicklungsplanung anstrebe. Dafür werde man sich die Dienste eines externen Architekten sichern. Der solle das »gesamte Feld« einmal überprüfen, so dass in diesem Jahr noch die Planung auf den Weg gebracht werden könne. »2020 soll dann mit den ersten Maßnahmen, die auch sichtbar für den Bürger sind, angefangen werden.« Dann stünden zum Beispiel auch die Rasenwege in Frotheim zur Debatte. Eventuell seien wassergebundene Wege besser. »Andere Kommunen sind da einen Schritt weiter«, gab Horstmeier zu.

Bürgermeister Vieker fügte an, dass man mit diesen Maßnahmen festlegen wolle, wo die Entwicklung hingeht. »Wir sind dran«, versicherte er abschließend.

Verbands-Veranstaltung

Die Friedhöfe sind auch Thema bei einer Veranstaltung des Verbandes für Wohneigentum. Der lädt nämlich am Dienstag, 5. Februar, zu einer Folgeveranstaltung zum Thema Friedhöfe in Espelkamp um 18 Uhr in das Bürgerhaus ein. Im vergangenen Jahr gab es bereits eine Veranstaltung auf Wunsch vieler Bürger zur Situation der Friedhöfe (wir berichteten). An der Veranstaltung werden die stellvertretende Bürgermeisterin Christel Senckel und Björn Horstmeier teilnehmen.

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