Vehlager feiern am Dorfgemeinschaftshaus – Eröffnung mit einem Taufgottesdienst
Ein rundum gelungener Backtag

Espelkamp-Vehlage (ko). Mit einem Gottesdienst ist der Backtag in Vehlage am Sonntag gestartet. Pastor Michael Weber hielt diesen aufgrund des großen Zuspruchs im Erdgeschoss des Dorfgemeinschaftshauses.

Mittwoch, 03.10.2018, 10:00 Uhr
Künstler Dirk Kemmener hat in seinem Pavillon mit der Motorsäge einen Adler aus einem dicken Holzstamm geschnitten. Der Gruppenbetreuer am Wittekindshof zeigte viel Feingefühl und hatte schon nach wenigen Minuten den Kopf fertig. Foto: Andreas Kokemoor

Altes Hausrezept

Die Vorsitzende der Dorfgemeinschaft, Manuela Weitkamp, freute sich über das große Interesse am Gottesdienst, in dem Mika, Freya, Nils und Miriam getauft wurden. Der Ehrenvorsitzende der Dorfgemeinschaft Vehlage, Erwin Dümke, hatte morgens um sieben Uhr den alten Steinbackofen auf dem Dorfplatz angeheizt. Als er einige Stunden später die Glut herausholte, zeigte das Thermometer dem Bäcker Dieter Bredebusch eine Temperatur von 320 Grad an.

Das Gasthaus Nolte hatte nach einem eigenen alten Hausrezept sechs große Kuchenbleche, jeweils drei mit Teigen für Butterkuchen und drei mit Pflaumenkuchen vorbereitet. Diese wurden nach und nach in den Ofen geschoben. Dümke und Bredebusch passten genau auf. »Sechs bis sieben Minuten reichen. Dann ist ein Blech fertig«, sagte Bredebusch.

Alle Hände voll zu tun

Nach dem Gottesdienst verwandelte sich der Sport- und Versammlungsraum des Dorfgemeinschaftshauses in eine Kaffeestube. Die Frauen der Dorfgemeinschaft hatten dort alle Hände voll zu tun.

Auf der Wiese neben dem Backhaus zeigte der Gehlenbecker Holzschnitzer Dirk Kemmener sein Können. Er arbeitete mit einer Motorsäge. Wilfried Heidemann vom RGZV Twiehausen präsentierte in kleinen Volieren mehrere seiner Zwerg-Niederrheiner. Die Vehlagerin Heidrun Spiekermann bot unter anderem selbst zubereitete Marmelade mit Früchten aus Vehlager Gärten an.

Geheimtipp

Auch Honig, Met, Kerzen, Blütenpollen und Propolis-Tinktur zählten zum Angebot der Naturfreundin und Imkerin. »Ohne Bienen gäbe es keine Früchte«, machte sie deutlich. In Vehlage gebe es viel Natur, die von ihren Bienen angeflogen wird. Sie wisse später ganz genau, wo ihre Bienen so herumgeschwirrt sind. »Je dunkler der Honig, um so mehr Wald steckt drin«, erklärte sie. Gerne stelle sie ihre Völker auch gezielt auf. So kenne sie Flächen, wo wilde Brombeeren, Renekloden, »das sind wilde, oder schöner ausgedrückt edle Pflaumen«, wachsen. Ein Geheimtipp seien von heimischen Jägern gepflanzte Kornelkirschen-Hecken. Vehlage sei für Bienen ein recht guter Ort zum Leben. Dennoch wies auch Heidrun Spiekermann darauf hin, dass Wiese nicht gleich Wiese ist. Sie wünscht sich noch mehr bienenfreundliche Blühpflanzen an Wegesrändern, wo Kräuter wachsen.

Manuela Weitkamp zog am Ende der Veranstaltung ein zufriedenes und positives Fazit. »Der Besuch war gut. Die Leute waren zufrieden und die Sonne strahlte vom Himmel«.

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