Espelkamper Haus der Geschichte: Siemon und Stargardt zu Besuch in Düsseldorf Mit dem i-Pad durch die Historie

Espelkamp (WB). Die Geschichte Espelkamps ist bewegt und spannend. Diese an einem zentralen Ort den Touristen näherzubringen und zu erläutern – das ist das Ziel des geplanten Hauses der Geschichte.

Von Felix Quebbemann
Torsten Siemon, zuständiger Sachgebietsleiter Kultur in der Stadtverwaltung Espelkamp, hat über das geplante Haus der Geschichte gesprochen.
Torsten Siemon, zuständiger Sachgebietsleiter Kultur in der Stadtverwaltung Espelkamp, hat über das geplante Haus der Geschichte gesprochen.

Grobkonzept

Ein Grobkonzept wird am kommenden Montag, 9. April, während der Kulturausschuss-Sitzung im Raum 108 des Rathauses vorgestellt. Ab 16 Uhr informiert Dr. Ulrich Hermanns vom Büro »Dr. Hermanns Ausstellung und Medien Transfer« die Mitglieder und die eingeladene Öffentlichkeit.

Torsten Siemon, Sachgebietsleiter Kultur in der Verwaltung, und der Kulturausschuss-Vorsitzender André Stargardt haben sich im Vorfeld noch einmal eine Einrichtung angeschaut, die in Größe und Struktur dem Espelkamper Haus ähnlich ist.

Größenordnung

»Wir haben das Haus der Parlamentsgeschichte in Düsseldorf besucht«, erklärte Siemon im Gespräch mit dieser Zeitung. Das Konzept der Einrichtung sei ihm sehr schlüssig vorgekommen. »Es wurde im vergangenen Jahr eröffnet und bespielt den gleichen Zeitraum, den wir für das Espelkamper Haus der Geschichte vorgesehen haben«, sagte Siemon.

Das Haus der Parlamentsgeschichte startet mit seiner Ausstellung im Jahr 1945 – dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Die Anfänge des Landes Nordrhein-Westfalen werden ebenso beleuchtet wie zum Beispiel die verschiedenen Ministerpräsidenten.

Siemon erläuterte weiter, dass die Größenordnung des Düsseldorfer Museums mit der geplanten Espelkamper Einrichtung vergleichbar sei. So schlage Dr. Hermanns in seinem Grobkonzept unter anderem ein Raumprogramm von 800 Quadratmetern vor. Die Dauerausstellung solle auf ungefähr 300 Quadratmeter präsentiert werden.

Technische Ausrüstung

Besonders beeindruckt zeigte sich Torsten Siemon von der technischen Ausrüstung im Haus der Parlamentsgeschichte. »Die Museums-Führer haben eine Art i-Pad in der Hand«, erläuterte er. In dem seien zahlreiche Informationen hinterlegt.

So ist es zum einen möglich, eine vorgegebene Tour durch die Geschichte zu unternehmen. Wenn aber gezieltere Nachfragen kommen, besteht die Option, über das i-Pad verschiedene Hintergrundinformationen abzurufen. Da gebe es viele Alternativen.

So nannte Siemon zum Beispiel die Möglichkeit, einer Besuchergruppe anhand von Bildern des zerbombten Düsseldorfs die Atmosphäre nach dem Zweiten Weltkrieg zu vermitteln. Käme eine Gruppe aus Solingen, mache es das i-Pad möglich, den Solingern auch Bilder ihrer Heimatstadt zu Weltkriegs-Ende zu zeigen. Diese Möglichkeiten hätten Siemon »vom Ansatz her gut gefallen«.

Kleiner Einblick

Nicht so gut fand Siemon jedoch, dass die Düsseldorfer Einrichtung nicht immer zugänglich sei. Führungen gebe es nur nach vorheriger Anfrage. Aber Größenordnung und auch technische Möglichkeiten seien schon »in etwa das, was angepeilt ist«, gewährte Siemon im Vorfeld der Kulturausschuss-Sitzung bereits einen kleinen Blick in das Grobkonzept von Dr. Hermanns.

Am Montag werde sich dann auch zeigen, wo die Reise mit dem Haus der Geschichte in Espelkamp hingehe. Es müsse die Frage beantwortet werden: »Wollen wir den Weg weitergehen? Wenn ja, dann vollends«, machte Siemon klar. Wenn man es mache, so der Kultur-Experte der Verwaltung weiter, dann richtig, oder gar nicht.

Die Ausschuss-Sitzung am Montag sei derzeit im Raum 108 des Rathauses geplant. Sollte jedoch das Interesse der Öffentlichkeit und der Bürgerschaft sehr groß sein, müsse man vielleicht ausweichen, erklärte Siemon.

Der nebenan liegende Ratssaal sei eine Möglichkeiten. Jedoch bedeute ein spontaner Umzug auch, dass Politiker und Öffentlichkeit etwas Geduld mitbringen müssten. Denn bei einem spontanen Umzug müsse auch die Präsentation im neuen Raum technisch vorbereitet werden, sagte Torsten Siemon.

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